Attraktiver Erholungsraum

Wald erleben

123 km, überwiegend befestigte Wege führen durch den rund 1.800 Hektar großen Stadtwald von Sindelfingen – ein attraktiver Erholungsraum für viele.

Ein Aufenthalt im Wald ist Balsam für Körper, Seele und Geist – wir atmen frische Luft, hören
Vögel zwitschern und befinden uns in einer weitläufigen Kulisse unterschiedlicher Baumarten und –größen. Je nach Jahreszeit unterscheidet sich der Stadtwald in Farbe und Variationen. Das zarte Grün im Frühjahr wirkt beruhigend, sattes Grün im Sommer schützt uns vor allzu großer Hitze. Im Herbst tauchen wir ein in ein Farbenpotpourri aus roten, orangen und gelben Blättern. Schon bald rascheln sie als dichter Laubteppich unter uns und lassen die Vorfreude auf einen herrlich verschneiten Winterwald wachsen. All dies genießen unsere zahlreichen Waldbesucherinnen und –besucher und lassen dabei den Stress und die Hektik des Alltags zurück.
 
Für Ihre individuellen Freizeitaktivitäten, die Sie zu uns in den Stadtwald führen, haben wir unter den nachfolgenden Überschriften jeweils weitergehende Informationen für Sie zusammengestellt. Klicken Sie einfach an, was für Sie von Interesse ist.
 
Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen, erholsamen Waldbesuch, an dem alle - auch der Wald selbst – eine Freude haben.

Parken

Bitte suchen Sie die ausgeschilderten Parkplätze auf, die Ihnen an den Waldrändern in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen: Oberhalb des Krankenhauses beim Wasserturm, am Haus Sommerhof, Badezentrum, Gatter, an den Hinterlinger Seen, dem Schützenhaus am Mönchsbrunnen, beim AWO-Waldheim und im Eichholz.

Spazieren und Wandern

Der Stadtwald Sindelfingen verfügt über ein gut ausgebautes Wegenetz mit einer Gesamtlänge von 123 km (72 km Schotter- und 51 km geteerte Wege) und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen oder Wanderungen ein. Der Schwarzwaldverein Sindelfingen e.V. und der Schwäbische Albverein unterhalten verschiedene, gut ausgeschilderte Wanderwege. An vielen Stellen finden sich Bänke für eine kleine Ruhepause, die der Forstbetrieb selbst herstellt. Oft stehen die Bänke an besonders einladenden Waldbildern oder Biotopen.

Eine Übersicht der städtischen Wanderwege die der Schwarzwaldverein betreut,  kann auf der Website des Schwarzwaldvereins angesehen werde.

Mountainbiking und Radfahren

Radfahren ist nur auf befestigten Wegen und Straßen erlaubt (Mindestbreite 2 m). Das Radfahren auf befestigten Wegen muss so erfolgen, dass Sicherheit und Erholung anderer Waldbesucher nicht beeinträchtigt werden. Flitzen Sie daher bitte nicht an Spaziergängern vorbei – zu Fuß hat man auch im Wald Vorrang vor Radlern.
 
Zum Schutz der Vegetation und des Waldbodens ist das Radfahren abseits der befestigten Wege verboten. Die Bodenvegetation beherbergt viele gefährdete Pflanzenarten. Die obere Sicht eines Waldbodens ist ein grobkomplexes System, in dem Nährstoffe aufbereitet und Schadstoffe gefiltert werden. Befahren des Waldes und Bremsspuren beschädigen dieses empfindliche System für immer. Wer abseits von Wegen Rad fährt, stört auch das Wild - oft ohne es zu merken - und schadet dadurch ebenfalls dem Wald. Kalkulieren Sie längere Bremswege ein und rechnen Sie jederzeit mit einem Waldtier, anderen Waldbesuchern, Langholzfahrzeugen usw.

Joggen, Nordic Walking, Inlineskaten

Ausgeschilderte Laufstrecken mit unterschiedlichen Längen von 2,5 bis 10 km stehen zur Verfügung. Der Einstieg für alle Strecken ist am Ende der Arthur-Gruber-Straße beim Wasserturm. Bei Inline-Skatern sehr beliebt sind die Alte Vaihinger Straße und die abzweigenden, asphaltierten Wege.

Reiten

Das Reiten auf Waldwegen ist grundsätzlich gestattet, es gilt jedoch in besonderem Maße die Rücksichtnahme auf andere Erholungssuchende. Darüber hinaus gelten verschiedene gesetzliche Einschränkungen bzw. Reitverbote:

  • Im Erholungswald ist das Reiten außerhalb besonders gekennzeichneter Reitwege gesetzlich verboten. 96 % des Stadtwaldes sind als Erholungswald ausgewiesen. Gemeinsam mit dem Reiterverein Sindelfingen wurde eine Übersichtskarte über Reitwege gestaltet.
  • Auf gekennzeichneten Wanderwegen (z.B. SAV- Hauptwanderwege, durchgehend und deutlich markierte Rundwanderwege) ist das Reiten nicht gestattet, sofern es sich nicht um befestigte forstwirtschaftliche Wege mit einer Breite von mind. 3 Metern handelt - hier darf im Schritt geritten werden.
  • Auf entsprechend gekennzeichneten Lehr- und Sportpfaden ist das Reiten ohne Ausnahme verboten. Ein generelles Reitverbot gilt auch auf schmalen, unbefahrbaren Wander- und Fußwegen.
  • Auch auf kurzfristig wegen der Holzernte gesperrten Waldwegen ist das Reiten verständlicherweise verboten - Lebensgefahr!

Hunde

Hunde animieren ihr Herrchen oder Frauchen geradezu zu ausgedehnten Spaziergängen im Wald. In den Wäldern Baden-Württembergs gibt es keinen Leinenzwang für Hunde. Entscheidend ist, dass Sie Ihren Hund nur dann frei laufen lassen dürfen, wenn Sie ihn auch ohne Leine sicher unter Kontrolle haben und unverzüglich zu sich rufen können. Nehmen Sie Ihren Hund aber bitte auch dann an die Leine, wenn Ihnen andere Waldbesucher – vor allem Kinder, Radfahrer, Jogger oder Reiter – begegnen. Häufig wird man Ihnen dafür ein Lächeln oder ein „Danke schön!“ schenken.

Spiel- und Grillplätze

Im Stadtwald befinden sich drei Grillplätze: Beim Forsthof, beim Skihang und an der Abzweigung der K 1055 zum AWO-Waldheim. Nur letzterer kann mit Kfz angefahren werden.

Umweltbildung

In Kooperation mit der Bürgerstiftung Sindelfingen entsteht zurzeit das WaldErlebnisZentrum WEZ Sindelfingen, eine nachhaltige und stets aktuelle Bildungsplattform rund um das Thema Wald, Natur, Ökologie und den nachwachsenden Rohstoff Holz. Ausgangspunkt für Kinder, Jugendliche, jungen Familien und Erwachsenen ist der Infopavillon am Forsthof. Im Inneren des Pavillons werden an 12 Tafeln aktuelle und wechselnde Informationen über den Wald und die Natur ausgestellt, die das Interesse wecken und über die Leistungen des Stadtwaldes berichten. Von hier startet die Führung auf dem 2,1 km Lehrweg. Um einen nachhaltigen Lernerfolg zu erzielen, ist es wichtig, die Natur zu erleben. Dafür stehen rund um den Forsthof abwechslungsreiche Anschauungsobjekte bereit: Im Insektenhotel werden Insekten und deren Nutzen für die Natur und Umwelt vorgestellt. Im Vogelbeobachtungshaus kann durch eine gezielte Ganzjahresfütterung die Vogelwelt des Waldes beobachtet werden. Vogelnisthilfen dienen zur Beobachtung bei der Vogelbrut sowie zur Information über mögliche Nisthilfen. Das große Feuchtbiotop am Forsthof wird von den Dachflächen der Forstgebäude gespeist, führt dadurch ganzjährig Wasser und veranschaulicht die Wasserflora und –fauna. Zum Abschluss einer erlebnisreichen Naturbeobachtung bietet sich der große Grill- und Spielplatz am Forsthof an. Er verfügt über eine große Rasenfläche, zwei Schaukeln, zwei Wippen und eine Grillstelle mit Tischen und Bänken.

Gefahren

Bei einem Aufenthalt in der freien Natur und speziell im Wald sind gewisse typische Gefahren nicht auszuschließen:

  • Wetter
    Der Aufenthalt im Wald ist bei Gewitter, Sturm oder starkem Wind wegen der Gefahr umstürzender Bäume oder herabfallender Äste zu vermeiden. Dies gilt auch, wenn nasser (schwerer) Schnee auf den Bäumen liegt oder Eis/Reif an den Ästen hängt
  • Ökosystembedingte Gefährdungen im Wald
    Innerhalb des Waldes treten für Personen und Sachen ökosystembedingt Gefährdungen wie z.B. Astabbrüche, Baumbrüche oder –würfe auf. Dies kann sowohl bei gesunden Bäumen, als auch altersbedingt auftreten und ist beim Betreten des Waldes mit einzukalkulieren.
  • Waldarbeiten, Maschinen im Wald
    In den Wintermonaten findet die jährliche Holzernte statt. Verkehrssicherungsmaßnahmen werden das ganze Jahr über durchgeführt. Halten Sie sich unbedingt an die Absperrungen wegen Forstarbeiten und umgehen Sie gesperrte Bereiche weiträumig.
  • Jagdbetrieb
    Jagdeinrichtungen (Hochsitze und Sitzleitern) dürfen nicht bestiegen werden.
  • Gesundheitliche Gefahren
    Bei häufigem Aufenthalt im Wald sind typische Infektionskrankheiten mit zum Teil schwerwiegenden Folgen nicht auszuschließen. Dies sind vor allem:
    - FSME (Hirnhautentzündung) durch Zeckenbisse
    - Lyme-Borreliose durch Zeckenbisse
    - Befall durch den Fuchsbandwurm
    - Tollwut
    - Wundstarrkrampf (Tetanus)
    Neben diesen waldtypischen Risiken können Vergiftungen (Pilze, Beeren, Pflanzen) und Insektenstiche (Wespen, Schnaken usw.) zu Erkrankungen führen.
  • Feuer
    Besonders in trockenen Sommermonaten ist die Gefahr eines Waldbrandes hoch. Machen Sie daher kein Feuer außerhalb gekennzeichneter Feuerstellen und achten Sie beim Verlassen der Feuerstelle darauf, dass das Feuer vollständig gelöscht ist. Bitte werfen Sie auch keine brennenden oder glimmenden Gegenstände weg (Zigaretten!).

Unsere herzliche Bitte: Rücksichtnahme

Dank seiner Erholungsfunktion, seiner Schönheit und einem gut ausgebauten Wegenetz hält der Stadtwald ein breites Angebot für Sport- und Freizeitaktivitäten bereit. Dieses Angebot stößt auf eine erfreulich große Resonanz. Dabei bleibt Konkurrenz jedoch nicht aus; viele Aktivitäten finden auf den gleichen Wegen oder Pfaden und zur gleichen Zeit – zum Beispiel am Wochenende – statt. Für ein unbeschwertes Walderlebnis, bei dem jeder seine Freizeit und Erholung genießen kann, ist ein Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme entscheidend. Wir bitten daher alle Waldbesucherinnen und –besucher sehr herzlich um Rücksichtnahme – nicht nur auf andere Menschen, sondern auf das gesamte Ökosystem Wald. So helfen Sie mit, dass sich alle an einer intakten Natur erfreuen können.