Unliebsames Erbe der Vergangenheit

Altlasten

Siedlungen und Industriebetriebe hinterlassen oft Spuren und Verunreinigungen in Boden und Grundwasser. Vor allem in früheren Zeiten wurden schädliche Stoffe oft ohne Kenntnis der Folgen nicht umweltgerecht entsorgt, teilweise direkt am Produktionsort oder auch im Sindelfinger Wald auf offiziellen aber unsachgemäßen Müllkippen (=Altlasten).

Man wusste damals einfach nicht genau über die Folgen Bescheid. Die dadurch verursachten Folgeschäden im Boden, Grundwasser und in der Luft werden seit den 80er Jahren erfolgreich aber mit hohen Kosten behoben.

Auch heute gibt es noch viele Altablagerungen im städtischen Besitz, deren Sanierung zwar schon sehr weit fortgeschritten ist, aber immer noch andauert. Deshalb ist für diese Flächen immer noch ein kommunales Altlastenmanagement erforderlich (= Erkundung, Überwachung, Sanierung).

Dazu gehört auch das aktualisierte Sindelfinger Altlastenkataster von 2010, das insgesamt 289 Altablagerungen und Altstandorte mit unterschiedlichem Sanierungsbedarf erfasst. Sobald eine belastete Fläche saniert ist, ist sie wieder für neue Nutzungen geeignet. Ein gutes Beispiel ist ein Wohn- und Geschäftshaus in der Unteren Vorstadt 7 ("Kubus"). Dieser liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Reinigung, die mit Lösungsmitteln verunreinigt war. Nach erfolgreicher Sanierung wurde dieses Gelände wieder uneingeschränkt bebaubar und ist heute ein attraktiver Ort in der Innenstadt.

Der Kubus im Bau