Neue Ideen und Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes

Klimaschutz

Die Stadt Sindelfingen hat sich als Mitglied des Klimabündnisses Europäischer Städte dazu verpflichtet, ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen und den bereits eingeschlagenen Weg zum Schutz der Umwelt fortzusetzen, ist ein integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Sindelfingen erarbeitet und 2013 dem Gemeinderat vorgestellt worden.

Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept umfasst die Bestandsanalyse (CO2-Bilanz) um den Ist-Zustand klimawirksamer Gase zu ermitteln. Die erhobenen Daten beziehen sich auf alle im Stadtgebiet maßgebenden vorhandenen Zielgruppen wie zum Beispiel: Haushalte, Handel, Gewerbe, Stadtverwaltung, Schulen und öffentliche Gebäude. Anschließend wird ein Maßnahmenkatalog mit kurz-, mittel-, und langfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der CO2-Bilanz entwickelt.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind dann nach Kosten und Effekten zu beurteilen und in Abhängigkeit von den zu erwartenden CO2-Einsparungen zu bewerten und zu priorisieren. Ziel muss es sein, diese Maßnahmen mit den genannten Akteursgruppen und den Stadtwerken Sindelfingen als Projektpartner eigenverantwortlich umzusetzen.

Die im aktuellen Energiebericht der Stadt erläuterten Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen werden parallel weiter vorangetrieben. Dazu gehören beispielsweise das Energiecontrolling für städtische Gebäude oder die Arbeit der Energiebeauftragten der Stadt im Sindelfinger Rathaus.
Das Klimaschutzkonzept wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter dem Förderkennzeichen 03KS1832 gefördert.

Klimabündnis europäischer Städte

Sindelfingen ist seit 1998 Mitglied im „Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V.". Die Mitglieder haben sich die Reduktion von klimaschädlichen Treibhausgasen als Ziel gesetzt und sind zum Erhalt der Regenwälder eine Partnerschaft mit den indigenen Völkern des Amazonasbeckens eingegangen. In der Praxis wird dieses Ziel verfolgt durch die Erarbeitung und Umsetzung von Klimastrategien, insbesondere in den Bereichen Energie und Verkehr, Öffentlichkeitsarbeit über den Schutz der Regenwälder und den Verzicht auf die Nutzung von Tropenholz aus Raubbau.
 
Im Jahr 2006 beschloss die Mitgliederversammlung das neue Klima-Bündnis-Ziel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen:
 
"Die Mitglieder des Klima-Bündnis verpflichten sich zu einer kontinuierlichen Verminderung ihrer Treibhausgasemissionen. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren. Dabei soll der wichtige Meilenstein einer Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen (Basisjahr 1990) bis spätestens 2030 erreicht werden.
 
Langfristig streben die Klima-Bündnis-Städte und Gemeinden eine Verminderung ihrer Treibhausgasemissionen auf ein nachhaltiges Niveau von 2,5 Tonnen CO2-Äquivalent pro EinwohnerIn und Jahr durch Energiesparen, Energieeffizienz und durch die Nutzung erneuerbarer Energien an.
 
Dieses Ziel erfordert das Zusammenwirken aller Entscheidungsebenen (EU, Nationalstaat, Region, Gemeinde), es kann mitunter nicht durch Maßnahmen im Entscheidungsbereich der Gemeinde allein erreicht werden. Um die Entwicklungen ihrer Bemühungen im Klimaschutz zu dokumentieren, werden die Klima-Bündnis-Mitglieder regelmäßig Bericht erstatten."