Nachhaltiges Handeln

Sindelfingen ist Faire Stadt!

Am Sonntag, 13. Oktober 2013 fand auf dem Sindelfinger Marktplatz die offizielle Übergabe des Titels „Faire Stadt“ durch Ehrenbotschafter von TransFair e.V., Herrn Manfred Holz an Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer statt.

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„Fairer Handel vereint Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und Kommunen, um z.B. Kleinbauern und Arbeiter in landwirtschaftlichen Betrieben zu stärken und ist so ein exzellentes Beispiel für die Art von globaler Partnerschaft, die sich für nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion einsetzt”, betont Oberbürgermeister Bernd Vöhringer. „Wir freuen uns über die Auszeichnung und darüber, dass sich Sindelfingen nun in die Reihe der „Fairen Städte“ einreihen darf. Jeder von uns kann durch den Einkauf von fairen Produkten einen Beitrag leisten und ein Zeichen gegen die Armut in den Ländern des Südens, und für eine gerechtere Gestaltung des globalen Welthandels setzen.

Nach dem Beschluss des Sindelfinger Gemeinderates vom 20.11.2012 sich um den Titel „Faire Stadt“ zu bewerben, hat sich ein Lenkungskreis aus Vertretern des Gemeinderats, der Stadtverwaltung, Vertretern der Wirtschaft, der Wirtschaftsförderung und der Weltläden in Sindelfingen gebildet, der sich um die Erfüllung der Kriterien bemühte.

„Wir bedanken uns bei dem Einzelhandel, der Gastronomie, den Schulen und Vereinen, den Kirchen, den Medien und nicht zuletzt auch bei den Kolleginnen und Kollegen im Rathaus, die sich dem Anliegen gegenüber aufgeschlossen zeigten“, resümiert Karoline Hassler, der das Thema schon lange am Herzen lag und die die Leitung des Lenkungskreises innehatte. „ Es hat richtig Spaß gemacht zu sehen mit welchem Engagement und welcher Kreativität am Erreichen des Ziels gearbeitet wurde“ so Karoline Hassler weiter.

In Sindelfingen sieht man den Titel eher als Herausforderung. Im Rahmen der Bewerbungsphase hat die Lenkungsgruppe noch weitere Potentiale für fair gehandelte Produkte in der Gastronomie, im Handel und auch in den Kantinen hiesiger Betriebe ausgemacht. Diese gilt es zu erschließen und den Verbrauchern nahe zu bringen. Auch aus Schulen und Vereinen gibt es ermutigende Ansätze, das „fair“ nicht nur als Attribut aus dem Sport zu sehen, sondern als Eigenschaft sinnvollen und nachhaltigen Handels und Handelns zu vermitteln.

Seit 2014 ist auch die Kinderspielstadt Simsalon Fairtradestadt. Alle zwei Jahre findet in den Herbstferien die Kinderspielstadt Simsalon statt, in welcher die Kinder die Möglichkeit haben einen Beruf zu wählen, zu arbeiten, in einer Gemeinschaft zu leben und neuerdings auch faire Produkte zu konsumieren.

Fair Trade in Sindelfingen

Die Schüler/innen des Goldberg-Gymnasiums, Deborah Stöffler, Max Knorpp und Julia Marquardt, haben für ihr Seminar "Wirtschaftsethik" einen Film über die Fairtrade-Stadt Sindelfingen gedreht.

Was ist Fair Trade?

Der Faire Handel unterstützt Produzentinnen und Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen (z.B. durch festgelegte Mindestpreise) Das weltweit bekannteste Siegel im Fairen Handel ist das FairTrade-Siegel Die Standards des Fairen Handels entsprechen den internationalen Standards der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) Fairer Handel leistet damit einen bedeutenden Entwicklungsbeitrag verbessert das Leben der an der Produktion beteiligten Menschen und Familien.

Was sind die Kriterien um Fairtrade-Stadt zu werden?

Damit eine Stadt das Fairtrade Siegel bekommt, müssen 5 Kriterien erfüllt werden.

  1. Es muss ein Gemeinderatsbeschluss gefasst werden, der besagt, dass der Titel Fairtrade-Stadt angestrebt werden. Zudem verpflichtet sich die Stadt bei der öffentlichen Beschaffung ausbeuterische Kinderarbeit zu vermeiden und in allen Sitzungen des Gemeinderates fair gehandelte Produkte sowie fair gehandelten Kaffee zu nutzen. Der Gemeinderatsbeschluss erfolgte am 20.11.2012
  2. Eine lokale Steuergruppe mit Vertretern aus verschiedenen Bereichen wie z.B. Verwaltung, Einzelhandel, Schulen, Kirchen, Medien und Eine-Welt-Organisationen übernimmt die Steuerung des Projektes. Die Steuerungsgruppe hat am 18.02.2013 ihre Arbeit aufgenommen
  3. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten, in Cafés und Restaurants mindestens zwei Produkte ausgeschenkt. Die Anforderung an die Anzahl der Geschäfte ergibt sich aus der größe der Stadt. Im Fall Sindelfingen sind dies mindestens 13 GeEschäfte sowie 7 Gastronomiebetriebe.
  4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kirchen und Vereinen werden Fairtrade-Produkte verwendet und regelmäßig Bildungsaktivitäten zum Fairen Handel durchgeführt
  5. Die örtlichen Medien müssen über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt berichten

Beteiligte Gastronomiebetriebe und Einzelhändler

Die folgenden Sindelfinger Einzelhändler und Gastronomiebetriebe leisten einen entscheidenden Beitrag im Fairtrade-Prozess:

GASTRONOMIE
Erikson Hotel
Gasthaus Hirsch GmbH
Hotel Mercure Bristol Stuttgart Sindelfingen
Hotel Mercure Stuttgart Sindelfingen an der Messe
Abakus Hotel
Cafe Konditorei Brunenberg
Tchibo
Kantine im Rathaus
Pflegeheim Haus am Brunnen
Altenpflegeheim Burghalde
Pflegezentrum Maichingen
Altenpflegeheim Haus an der Schwippe
EINZELHANDEL
Weltladen Sindelfingen
Intersport Klotz
Kaufland, Caqlwer Straße und Schwertstraße
Rossmann
Lidl Vaihinger Straße und Leonberger Straße
Blumen Stach
Netto
marktkauf
nah und gut Schaufler (Edeka-Markt)
Aldi Süd
Rewe Sterncenter und Leonberger Straße
dm Drogeriemarkt
Tchibo Sterncenter und Marktplatz
Shopysticated Fair Traded Fashion
Blumen & Ambiente
Pflanzen Kölle
Frischemarkt Vietz Maichingen
Weltladen Maichingen
Bauernladen Messner Maichingen
Netto Maichingen
Blumenparadies Maichingen
Edeka Darmsheim

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