Kampfmittelfund im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen - Evakuierung des angrenzenden Wohngebiets ab sofort, Verkehrseinschränkungen und Einschränkungen im Bereich Bus und Bahn

Im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen wurde bei Bauarbeiten ein Sprengkörper aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Das Gebiet wird im Umkreis von 300m evakuiert, sodass der Sprengkörper von Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes entschärft werden kann.

Evakuierung der Anwohnerinnen und Anwohner
Die Evakuierung betrifft die Wohnbebauung der Bereiche nördliche Hanns-Martin-Schleyer-Straße, Riedmühlestraße, Hofstättenweg, Calwer Straße, Küblerstraße sowie Marienstraße und Martastraße und Teile des Mercedes-Benz Werks (Gebäude 8 und 2).

Anwohnerinnen und Anwohner können in der Turnhalle Gartenstraße (GS Gartenstraße und Stiftsgymnasium) unterkommen. Für mobilitätseingeschränkte Personen besteht ein Pendelverkehr vom Hotel Ritter und der Bushaltestelle Calwer Straße aus.

Einschränkungen im Bereich Verkehr sowie Bus und Bahn
Eine Sperrung der angrenzenden Straßen erfolgt ab sofort.

Zur Vorbereitung wird die Polizei heute Abend, ab 17 Uhr den Durchgangsverkehr für die Dauer der Entschärfung sperren und  umleiten. Verkehrsbehinderungen im innerstädtischen Bereich sind zu erwarten. Verkehrsteilnehmern wird empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren. 
 
Kräfte der Bundespolizeiinspektion Stuttgart werden ab 17:45 Uhr den Bahnsteig des Bahnhofs Sindelfingen in Richtung Renningen räumen und für die Dauer der Entschärfung absperren. 
 
Hierbei wird es zu bahnbetrieblichen Einschränkungen kommen: Die Bahnstrecke Böblingen - Renningen wird für den Zugverkehr gesperrt werden. Die letzte S60 von Renningen nach Böblingen verkehrt um 17:09 Uhr und von Böblingen nach Renningen um 17:34 Uhr. Ein Schienenersatzverkehr ist nicht möglich, da die Straßen weiträumig gesperrt werden.

Die Evakuierung erfolgt vorsorglich, es besteht keine akute Gefahr. Die Entschärfung des Sprengkörpers erfolgt ab 18 Uhr und wird voraussichtlich noch am Abend abgeschlossen werden können.

Weitere Informationen für Betroffene können unter der Telefonnummer: 07031/9540570 sowie vor Ort in der Turnhalle Gartenstraße abgefragt werden.


*** Aktualisierung 15.02.2017 17:12 ***
Aktualisierung ÖPNV - Kaum Einschränkungen im Busverkehr
Es kommt aufgrund der Kampfmittelentschärfung zu bahnbetrieblichen Einschränkungen. Die S-Bahnen verkehren bis 17:37 Uhr am Bahnhof Sindelfingen. Die letzte Bahn von Sindelfingen nach Böblingen verkehrt um 17:19 Uhr, die letzte Bahn von Sindelfingen nach Maichingen um 17:37 Uhr.

Die Stadtbusse verkehren bis auf Linie 717 (Sindelfingen - Darmsheim, Ausweichmöglichkeit über Böblingen, Dagersheim), es ist mit Verspätungen zu rechnen. Am Bahnhof sowie am ZOB stehen Mitarbeiter für Auskünfte zur Verfügung.


*** Aktualisierung 15.02.2017 17:40 ***
Schienenersatzverkehr ab 18.05 Uhr
Für den aufgrund der Kampfmittelentschärfung eingestellten S-Bahnverkehr erfolgt ab 18.05 ein Schienenersatzverkehr Richtung Böblingen sowie Richtung Maichingen. Die Ersatzbusse verkehren zu den S-Bahnzeiten. Es kann zu Verspätungen kommen.


*** Aktualisierung 15.02.2017 18:25 ***
Verkehrssperrung erfolgt, Evakuierung dauert an
Die Verkehrssperrung des betroffenen Bereichs ist erfolgt. Verkehrsteilnehmer können nicht mehr in den Bereich einfahren, auch der Calwer Bogen ist gesperrt. Aktuell werden letzte Vorbereitungen getroffen, sobald die Räumung abgeschlossen ist kann die Entschärfung des Kampfmittels erfolgen. Die Anwohnerinnen und Anwohner zeigen sich kooperativ und verständnisvoll.


*** Aktualisierung 15.02.2017 18:25 ***
Die Entschärfung der Fliegerbombe beginnt
Der betroffene Bereich ist vollständig evakuiert. Die Entschärfung des Kampfmittelfunds beginnt.


*** Aktualisierung 15.02.2017 20:01 ***
Entschärfung des Kampfmittelfunds erfolgreich abgeschlossen
Anwohnerinnen und Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren, Straßensperrungen werden aufgehoben, S-Bahn-Betrieb wird wieder aufgenommen.

Die Entschärfung des Kampfmittelfund konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die rund 190 Anwohnerinnen und Anwohner die in der Turnhalle Gartenstraße untergebracht wurden sowie jene Personen die sich anderweitig außerhalb des evakuierten Gebiets aufgehalten haben, können in ihre Wohnungen zurückkehren.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: "Wir freuen uns, dass die Entschärfung erfolgreich abgeschlossen wurde und alle Betroffenen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, der Polizei, des DRKs und der Feuerwehr sowie allen weiteren Beteiligten, die mit ihrer professionellen Zusammenarbeit dafür gesorgt haben, dass die Situation für alle Beteiligten so reibungslos verlaufen ist."Die Straßensperrungen werden aufgehoben, der S-Bahn-Verkehr nimmt wieder den regulären Betrieb auf.

(Erstellt am 15. Februar 2017)