Mögliche weitere Kampfmittelfunde bei Bauarbeiten im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen

ANWOHNERINFORMATION

Nach der Entschärfung zweier Fliegerbomben auf einer Baustelle im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen haben wir in enger Zusammenarbeit mit dem Mercedes-Benz Werk Sindelfingen und Sachverständigen von der Kampfmittelbeseitigung ein Vorgehen vereinbart, das denkbare weitere Belastungen für die Bevölkerung möglichst gering hält. An erster Stelle steht der Schutz der Bevölkerung und der Beschäftigten.

Rückblick Anwohnerinformationsveranstaltung

Am Donnerstag, den 16. März 2017 hat um 19 Uhr im großen Saal der Stadthalle Sindelfingen eine Anwohnerinformationsveranstaltung stattgefunden. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Standortverantwortliche des Mercedes-Benz Werks Sindelfingen, Michael Bauer, sowie Vertreter des Kampfmittelbeseitigungsdiensts präsentierten das geplante vorgehen und standen den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie allen weiteren Interessierten für Fragen zur Verfügung.

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Evakuierungsgebiete

Evakuierungsplan

Sollte ein weiterer Blindgänger bei Arbeiten auf der Baustelle des Mercedes-Benz Werks Sindelfingen gefunden werden, ist das Evakuierungsgebiet von Größe und Typ des Kampfmittels abhängig. Betroffen sind voraussichtlich die oben dargestellten Wohn- und Geschäftsgebiete.
Im konkreten Evakuierungsfall kann es zu kurzfristigen Abweichungen des Evakuierungsgebiets kommen. Daher ist IMMER der Aufforderung der Einsatzkräfte Folge zu leisten.

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Informationen zum Vorgehen bei möglichen weiteren Kampfmittelfunden

Worum geht es?

Vergangenen Monat wurden auf einer Baustelle im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen zwei Fliegerbomben gefunden. Aus Sicherheitsgründen musste für die Entschärfung das angrenzende Wohngebiet evakuiert werden. Es besteht die Möglichkeit, dass bei der Fortsetzung der Bauarbeiten weitere Kampfmittel gefunden werden könnten. Der Schutz der Bevölkerung und der Beschäftigten steht weiterhin an erster Stelle. In einem solchen Fall entscheidet der Kampfmittelbeseitigungsdienst über das weitere Vorgehen. Es kann notwendig sein, Personen im angrenzenden Stadtgebiet und im Werk zu evakuieren.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind voraussichtlich die umseitig dargestellten Wohn- und Geschäftsgebiete. Sollte ein weiterer Blindgänger gefunden werden, ist das Evakuierungsgebiet von Größe und Typ des Kampfmittels abhängig.

>> download Evakuierungsplan (1,736 MiB)

In welchem Zeitraum könnte es zu Evakuierungen kommen?

Insbesondere zwischen dem 21. und 31. März 2017 besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, Kampfmittel zu finden. Danach sind auf der Baustelle bis in den Mai weiterhin Erdarbeiten erforderlich. In dieser Phase wird die Wahrscheinlichkeit weiterer Kampfmittelfunde laut Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zwar geringer eingestuft, mögliche weitere Funde sind jedoch nicht auszuschließen.

Zu welcher Tageszeit wird evakuiert?

Der Zeitpunkt der Entschärfung ist von Typ und Zustand des Kampfmittels abhängig. Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes beurteilen das Kampfmittel, legen fest zu welchem Zeitpunkt eine Entschärfung stattfindet und ob bis zur Entschärfung weitere Sicherungsmaßnahmen am Kampfmittel notwendig werden. Die Sicherheit von Anwohner/innen und Belegschaft des Werks steht hierbei zu jeder Zeit an erster Stelle.
Insofern es das Kampfmittel zulässt ist eine Entschärfung in den Abendstunden vorgesehen.

Wie läuft eine Evakuierung ab?

Im Falle einer Evakuierung werden Sie von Einsatzkräften vor Ort in Ihrem Wohngebiet informiert. Als Sammelpunkt für die Evakuierung dient künftig der barrierefrei zugängliche Glaspalast, Rudolf-Harbig-Straße 10.
Mit Beginn der Evakuierung können Sie sich als betroffene Anwohnerinnen und Anwohner in den Glaspalast begeben, sofern Sie keine private Möglichkeit zur Unterbringung haben. Ab diesem Zeitpunkt werden auch Sonderbusse aus den Wohngebieten zum Glaspalast verkehren, die Haltestellen sind im umseitig dargestellten Plan eingezeichnet.

Wo ist der Sammelpunkt und wie komme ich dort hin?

Als Sammelpunkt für die Evakuierung dient künftig der barrierefrei zugängliche GLASPALAST, Rudolf-Harbig-Straße 10.

Es werden mit Beginn der Evakuierungsphase regelmäßige SONDERBUSSE aus den Wohngebieten zum Sammelpunkt verkehren. Die Haltestellen hierfür sind:
- Stadion (reguläre Haltestelle Floschenstadion)
- Bachstraße (reguläre Haltestelle Calwer Bogen)
- Calwer Straße (reguläre Haltestelle vor Kaufland)
- Riedmühlestraße (Sonderhalt vor nh Hotel)
- ZOB (reguläre Haltestelle, Bussteig 3)

Wie lange dauert eine Evakuierung?

Die Entschärfung des Kampfmittels kann erst nach erfolgreicher Umsetzung der Evakuierung und aller damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen erfolgen und ihre Dauer ist abhängig von Typ und Zustand eines möglichen Kampfmittels.

Sollte ich vor einer möglichen Evakuierung etwas beachten? Muss ich etwas mitnehmen?

Nehmen Sie nur Dinge, die Sie dringend benötigen (Ausweisdokumente, Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung) mit und vergewissern Sie sich, dass Elektro- und Gasgeräte (Bügeleisen, Herd usw.) ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen sind. Vor Ort im Glaspalast ist für Verpflegung gesorgt.

Wohin werden die KiTakinder evakuiert, insofern Typ und Zustand der Bombe eine sofortige Evakuierung während der Öffnungszeiten der KiTa notwendig machen würden?

Im Evakuierungsgebiet II liegen die vier Kindertagesstätten Bahnhofstraße, Brunnenwiesenstraße 12, Brunnenwiesenstraße 14 sowie die Kindervilla Wittmann. Der Schutz der Bevölkerung, insbesondere auch der in diesem Bereich befindlichen Kindertagesstätten, ist uns das größte Anliegen. Deshalb hat sich die Verwaltung in Kooperation mit den Bezirks- und KiTa-Leitungen abgestimmt und vorsorglich einen „Evakuierungsplan“ entwickelt. Dieser Plan kommt nur für den Fall zum Tragen, dass eine sofortige Evakuierung erforderlich werden sollte.

Falls die Erfordernis einer sofortigen Evakuierung eintreten sollte, werden die Kinder, mit einem eigenen Bus, zu benachbarten KiTas außerhalb des möglichen Evakuierungsgebiets gebracht. Sie werden dabei von ihren jeweiligen vertrauten pädagogischen Fachkräften begleitet und vor Ort weiter betreut. Die Eltern wurden entsprechend informiert, der Plan ist unter www.sindelfingen.de abrufbar.

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Wohin kann ich mich bei Fragen wenden?

Informationen erhalten Sie auf dieser Seite sowie unter der Sonderrufnummer 07031/95 40 570 (Montag bis Freitag von 7 bis 16 Uhr sowie im Evakuierungsfall durchgängig).
Im Falle einer Evakuierung werden Sie vor Ort in Ihrem Wohngebiet von Einsatzkräften informiert. Aktuelle Informationen erhalten Sie dann zudem über die kostenfreie Informations-App KatWarn, auf www.sindelfingen.de und auf der städtischen Facebook-Seite www.facebook.com/sindelfingen.de