Stadtentwicklung Unterrieden/Floschen

Änderungen und Optimierungen der Planung sowie die allgemeine Baupreisentwicklung haben zu großen Kostensteigerungen im Projekt „Stadtentwicklung Unterrieden / Floschen“ geführt. Die Verwaltung hat die Situation im Herbst 2014 intensiv analysiert und bewertet. Dem Sindelfinger Gemeinderat wurden in der Sondersitzung am 27. Januar 2015 die einzelnen Varianten vorgestellt. Parallel zu den Beratungen in den Gremien wurden die Vereine und weitere Beteiligte aktiv einbezogen. So fand am 11. Februar 2015 eine Bürgerinformationsveranstaltung im Bürgerhaus Maichingen statt und am 17. März 2015 verabschiedete der Gemeinderat die Beschlussvorlage 188/2014.


***Aktuelles***

Bürgerinformationsveranstaltung zur Stadtentwicklung Unterrieden/Floschen

Um alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Medienvertreter über die Planungen sowie die weitere städtebauliche Entwicklung Unterrieden/Floschen zu unterrichten, ludt die Stadtverwaltung Sindelfingen zu einer Informationsveranstaltung am 28. Juni 2016 in das Bürgerhaus Maichingern ein.

Download Präsentation der Bürgerinformation (3,674 MiB)

Stadtentwicklung Unterrieden / FloschenVerwaltung empfiehlt dem Gemeinderat in der Sitzung vom 21.06. den Erhalt des Floschenstadions

Gemeinsam mit dem beauftragten Fachinstitut SpOrt concept hat die Verwaltung dem Gemeinderat die Ergebnisse der Prüfung zur Sanierung des Floschenstadions sowie der Sportstättenplanung „Stadtentwicklung Unterrieden / Floschen“ vorgelegt und sich für eine Sanierung des Floschenstadions mit Neubau des Funktionsgebäudes ausgesprochen. „Ich freue mich über dieses klare Ergebnis für das Floschenstadion. Dort soll auch zukünftig das sportliche Herz Sindelfingens schlagen. Damit können wir den Wunsch vieler Sportlerinnen und Sportler in Sindelfingen erfüllen, das Floschenstadion zu erhalten.“ so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer.
 
Im Frühjahr 2015 hatte der Gemeinderat zu Stand und weiterem Vorgehen des Projektes Stadt-entwicklung Unterrieden / Floschen beraten und eine vertiefte Untersuchung des Erhalts des Floschenstadions (Variante B) sowie die Schaffung einer Vergleichbarkeit zu Variante A beschlossen. Hintergrund der Beratungen war, dass sich die Kosten des Bausteins Sportstätten gegenüber der Beschlusslage von 2010 aufgrund von Änderungen und Optimierungen der Planung sowie die allgemeine Baupreisentwicklung mit Steigerungen von 10,47 Mio Euro deutlich erhöht hatten. Damit war die Geschäftsgrundlage der Beschlussfassungen von 2008 und 2011 -dass der Neubau eines Stadions bzw. die Realisierung des Bausteins Sportstätten kostengünstiger ist als die Sanierung des Floschenstadions - nicht mehr gegeben. Die daraufhin durchgeführten Untersuchungen zeigten nun deutlich: „Damit bleibt mit dem Floschenstadion ein wichtiges Identifikationsmerkmal Sindelfingens erhalten. Und darüber hinaus ist die Variante B sogar deutlich günstiger“, so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer.

Prüfung der Varianten

Im ausführlichen Dialog mit Bürgerschaft, Vereinen und der Bürgerinitiative Floschen und unter Leitung einer Lenkungsgruppe wurden gemeinsam mit dem Fachinstitut SpOrt concept in den vergangenen Monaten die Varianten A „Stadtentwicklung Unterrieden/Floschen“ und B „Prüfung der Sanierung Floschenstadion“ im Hinblick auf Umfang und mögliche Einsparpotenziale geprüft. Auf Basis dieser Prüfungen empfiehlt die Verwaltung dem Gemeinderat, der Variante B3, einem Erhalt des Floschenstadions mit Neubau der Funktionsgebäude und Sanierung der Sportfreianlagen Floschen mit Umstrukturierung zuzustimmen. In dieser Variante wird ein neues Funktionsgebäude an Stelle des Clubhauses mit einer angepassten Kubatur errichtet, die Außenanlagen und das Eingangsgebäude werden saniert. Am Standort Glaspalast werden Lagermöglichkeiten geschaffen, am Standort Allmend soll die Sanierung des bestehenden Funktionsgebäudes erfolgen und ein Kaltgebäude an der bestehenden Tribüne errichtet werden. „Die Untersuchungen von SpOrt concept haben deutlich gezeigt, dass Variante B wirtschaftlicher ist und sich somit auch langfristig im Haushalt darstellen lässt“, so Erster Bürgermeister Christian Gangl.

Ermittlung des Bedarfs als erster Schritt der Prüfung

In einem ersten Schritt wurde unter Beteiligung der Vereine und der Bürgerinitiative Floschenareal der Bedarf an Sportfreianlagen und Funktionsgebäuden ermittelt. „Um funktionale und zukunftsfähige Sportstätten zu schaffen, stand der Dialog mit den zukünftigen Nutzern im Vordergrund“, so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer. Basis der Ermittlung waren die Bestandsaufnahme des Allmendstadions, des Floschenstadions und des Glaspalasts, die aktuell gültigen Belegungspläne, relevante Normen, Richtlinien, Verordnungen und Empfehlungen der Fachverbände sowie die sportfachliche Einschätzung von SpOrt concept. Besondere Auswirkungen hatte bei der Ermittlung auch die Rolle des Ehrenamts, die sich auf Trainingszeiten auswirkt. Auch das Modell der Ganztagsschule führt zu einer Verschiebung des Trainingsbeginns. Entsprechend der Abstimmung mit den Vereinen wurden somit tägliche Trainingszeiten von 17:30 bis 21:30 Uhr als Ermittlungsgrundlage für die Erhebung des Bedarfs festgelegt. „Wir waren im gesamten Projektverlauf im engen Austausch mit den Vereinen und der Bürgerinitiative. Es war uns wichtig auch im Hinblick auf teilweise unterschiedliche Interessen, die beste Lösung für alle Beteiligten zu finden“, so Ulrike Egenolf, Projektleiterin des Amts für Stadtentwicklung und Umwelt.

Bestandsaufnahme und rechtliche Rahmenbedingungen

Um eine fundierte Aussage zur Sanierbarkeit des bestehenden Floschenstadions zu erhalten, wurde parallel eine umfangreiche Bestandsaufnahme durch SpOrt concept durchgeführt. Neben der Aufnahme des baulichen Zustandes wurde dabei insbesondere die Gründungssituation betrachtet, da die Bebauung des Gebiets aufgrund des hier vorhandenen Talauebereichs mit moorigem Untergrund einer besonderen Herangehensweise bedarf. Parallel erfolgte eine Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingung, insbesondere hinsichtlich des Bestandsschutzes und der hiermit verbundenen Lärmvorgaben.

Ergebnis der Prüfung – Variante B3 ist am kostengünstigsten

„Mein Dank geht an alle Beteiligten im Projekt: Vereine, die Bürgerinitative Floschenareal, die Projektleitung und die Projektgruppe haben mit dieser umfangreichen Prüfung eine großartige Arbeit geleistet“, so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer. Ergebnis der Untersuchung war die Gegenüberstellung der Variante A mit der Variante B in drei Abstufungen. So wurde die Sanierung des bestehenden Funktionsgebäudes und der Sportfreianlagen Floschen ohne Umstrukturierung (B1), die Sanierung des bestehenden Funktionsgebäudes und die Sanierung der Sportfreianlagen Floschen mit Umstrukturierung (B2) und der Neubau der Funktionsgebäude und die Sanierung der Sportfreianlagen Floschen mit Umstrukturierung (B3) jeweils verbunden mit notwendigen Maßnahmen an den Standorten Glaspalast und Allmend dargelegt. Um die neu untersuchte Variante B mit der Variante A (Stand 2016) vergleichbar zu machen, wurde die überarbeitete Bedarfsermittlung zugrunde gelegt. Dies führte für die Variante A gegenüber der 2011 veranschlagten Variante A (Stand SV 188/2014) deutliche Unterschiede in den Nutzflächen - am Standort Glaspalast wuchs die Differenz um 520 m², am Standort Allmend um ca. 470 m².
 
Die Varianten wurden hinsichtlich ihrer baurechtlichen Genehmigungsfähigkeit, der Investitions- und Folgekosten, der Funktionalität, der möglichen Umsetzung der Nutzerbedarfe sowie der ge-ographischen Lage in Abhängigkeit zum Nutzer bewertet. Im Vergleich der Varianten zeigt sich, dass die Variante B3 mit Investitionen in Höhe von 11,4 Mio. Euro für das Floschenstadion und insgesamt 15,86 Mio. Euro inklusive der baulichen Anpassungen am Glaspalast und im Allmend die wirtschaftlichste und auch aus sportfachlicher Sicht zukunftsfähigste Variante ist. Hinsichtlich der Variante A ist für die Standorte Glasplast und Allmend mit Kosten in Höhe von 21,90 Mio. Euro zu rechnen. Die Lebenszykluskosten, d.h., Abschreibungen, Instandhaltung, Versorgung, Unterhaltung, Personal und gebäudebezogene Aufwände, belaufen sich bei Variante B3 auf 35,87 Mio. Euro einschließlich Abschreibungen in 20 Jahren, bei Variante A auf 37,01 Mio. Euro. „Die Varianten unterschieden sich auch hinsichtlich der Praktikabilität. Bei einer Umsetzung der Variante A würde eine stadtnahe Trainings- und Spielstätte entfallen“, so Erster Bürgermeister Christian Gangl.

Empfehlung und weiteres Vorgehen

Auf Basis dieser Erkenntnisse empfiehlt die Lenkungsgruppe dem Gemeinderat   die Umsetzung der Variante B3 „Neubau Funktionsgebäude und Sanierung Sportfreianlagen Floschen mit Um-strukturierung“. Zu einem späteren Zeitpunkt soll außerdem konkretisiert werden, wie mit jenen Bedarfen der Vereine umgegangen wird, die aus sportfachlicher Perspektive nicht unbedingt erforderlich wären. Auch sollen im weiteren Verlauf die möglichen Einsparpotenziale, welche sich derzeit für die Variante B3 auf ca. 0,88 Mio. Euro belaufen, entsprechend der fortschreitenden Planung angepasst werden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Einsparungen bei den Qualitäten der Beläge bei den Sportfreianlagen, der Teil-/Kompletterneuerung der Zaunanlagen und der Teil-/Kompletterneuerung der Wege und Außenanlagen.
 
Die Bebauungspläne „Floschen“ und „Unterrieden-West, Allmend“ sollen nun parallel weitergeführt werden, um die notwendigen planungsrechtlichen Grundlagen zu schaffen. Da bei der Umsetzung der Variante B3 am Standort Glaspalast keine großen baulichen Änderungen vorgesehen sind, ist zu prüfen, ob der Bebauungsplan „Unterrieden-Ost, Glaspalast“ weitergeführt werden muss. Im weiteren Verfahren soll an einer externen Prozessbegleitung sowie der Lenkungsgruppe festgehalten werden. Auch die Kommunikation mit Bürgerschaft, Vereinen und der Bürgerinitiative Floschenareal soll bestehen bleiben. „Wir wollen das Sportstättenkonzept nun zügig umsetzen und dabei an die gute Zusammenarbeit mit den Vereinen und der Bürgerinitiative Floschen anknüpfen“, schließt Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer. In einem ersten Schritt findet am 28. Juni um 19 Uhr eine Bürgerinformation im Bürgerhaus Maichingen statt.

>> Präsentation im Gemeinderat am 21.06.2016 (6,427 MiB)
>> Sitzungsvorlage Nr. 124/2016 (537 KiB)


***Historie***

Pressemitteilung anlässlich und Präsentation aus der Gemeinderatssitzung vom 7. Juli 2015 zum aktuellen Sachstand im Projekt "Stadtentwicklung Unterrieden/Floschen".

Lesen Sie die Informationen aus der Gemeinderatssitzung noch einmal in Ruhe nach.

>> Pressemitteilung herunterladen (27,8 KiB)

>> Präsentation herunterladen (4,039 MiB)