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A81 Historie

1930er:

       

In den Straßenbedarfsplänen ist als Fernstraße zwischen Stuttgart und dem Bodenseeraum eine Nord-Süd-Verbindung vorgesehen.

1960er:

 

Sindelfingen und Böblingen wachsen durch die Wohngebiete Galgenberg und Goldberg näher zusammen, die beiden Städte trennt die Bundesstraße B14.

1970:

 

Auf der Strecke von Stuttgart bis zum Bodensee soll schrittweise eine durchgehende Autobahn "A81" realisiert werden. Die Strecke soll beim Autobahndreieck Leonberg beginnen und bei Gärtringen in den heute bekannten Verlauf nach Süden übergehen.

1972:

 

Die Bundesstraße "B14" wird zur Bundesautobahn "A831" aufgewertet. Sie soll als provisorischer Streckenverlauf bis zur Fertigstellung der geplanten A81 dienen.

1975:

 

Auseinandersetzung zwischen der Bundesstraßenverwaltung und den betroffenen Anliegergemeinden: Diskussionen über das Für und Wider der geplanten Trasse.

10/1984:

 

Forderung einer Überdeckelung der Autobahn auf einer Länge von 2 km am Goldberg, geeignete Lärmschutzmaßnahmen an der Viehweide.

1985:

 

Der Plan der Streckenführung wird endgültig verworfen. Auch die Alternativlösung einer A83 über Tübingen steht nun nicht mehr zur Debatte, da die vorläufige Ersatzlösung A831 sehr gut funktioniert. Es wird jedoch klar, dass langfristig ein Ausbau auf sechs Spuren ansteht. Die Folge: Der gesamte Durchgangsverkehr in Richtung Bodensee fließt nun mitten durch Böblingen und Sindelfingen.

5/1987:

 

Das Innenministerium Baden-Württemberg wird dazu aufgefordert, die Planungen für die Verbreiterung der Autobahn und die Überdeckelung im Bereich Böblingen / Sindelfingen einzuleiten.

1/2000:

 

Die Verwaltung und der Gemeinderat unterstreichen nochmals die o.g. Forderungen.

6/2005:

 

Das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart leitet das Planfeststellungsverfahren ein.

8/2005:

 

Einwendungen der Stadt: Wiederholung der Forderungen, vorliegende Lärmschutzmaßnahmen werden als nicht ausreichend bewertet.

3/2006:

 

Ergänzende Anhörung zur vorgesehenen Planänderung des RP, die eine Verbesserung der Lärmschutzmaßnahmen vorsehen: offenporiger Asphalt ("Flüsterasphalt"), Lärmschutzwände und Schallschutzfenster.

4/2006:

 

Die Stadtverwaltung weist erneut auf die unzureichenden Lärmschutzmaßnahmen hin und kritisiert den durch fehlende Dokumente nicht transparenten Abwägungsprozess. Verschiedene Lärmschutzvarianten sollen nach Kosten und Nutzen nachvollziehbar dargelegt werden mehr... Die Städte Böblingen und Sindelfingen beschließen, die voraussichtlichen Kosten von einem externen Gutachter berechnen zu lassen. Die Stadtverwaltung prüft, ob es in der Vergangenheit schriftlich dokumentierte Zusagen von politischen Entscheidungsträgern zu einer Überdeckelung gab. OB Dr. Vöhringer plant Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern im Land Baden-Württemberg und auf Bundesebene.

5/2006:

 

Ortsbesichtigung im Bereich Goldberg: OB Dr. Vöhringer erläutert erneut die Position der Stadt mehr...
Demonstration der Bürgerinitiative "Leise A81" unter Beteiligung der Oberbürgermeister der Städte Böblingen und Sindelfingen.

7/2006:

 

Spitzengespräch im Stuttgarter Innenministerium: Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt die weiter verbesserte Lärmschutzlösung vor: Ein Deckel oder Tunnel ist keine realistische Lösung mehr - diese wäre mit bis zu 62 Millionen unverhältnismäßig teuer. Der Kompromiss: Der Bund gibt für den Lärmschutz 9,3 Millionen Euro mehr als vorgesehen aus. Auf dem 7,1 km langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb sind nun höhere und längere Lärmschutzwände geplant. Zudem soll auf einer Länge von 3,6 km ein so genannter "Flüsterasphalt" verlegt werden. Nach dem Ausbau werden in Sindelfingen so nur noch 22 Wohnungen (statt ursprünglich 154 Häuser) über der Belastungsgrenze liegen. Dort werden Schallschutzfenster eingebaut.



 

Plan der Ausbaustrecke

Die Verkehrsbelastung im Streckenabschnitt Böblingen/Hulb und Sindelfingen/Ost ist immens. Wochentags sind hier zwischen 98 000 und 120 000 Kraftfahrzeuge unterwegs. Die geplante Ausbaustrecke ist rot markiert. Zum Anzeigen einer größeren Karte bitte auf das Bild klicken



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