Jugend forscht
44. Regionalwettbewerb Mittlerer Neckar
Sindelfingen ist Pate von „Jugend forscht / Schüler experimentieren“
Die Stadt Sindelfingen hat am 12. und 13. Februar zum dritten Mal den Regionalwettbewerb für die Region Mittlerer Neckar ausgerichtet. Veranstaltungsort war die Stadthalle Sindelfingen, wo insgesamt 29 Arbeiten aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaft, Mathematik/Informatik, Physik und Technik präsentiert wurden. Teilgenommen hatten 764 Jungen und Mädchen im Alter von 7 – 21 Jahren, wobei Teilnehmer unter 14 Jahren gesondert in der Sparte „Schüler experimentieren“ bewertet wurden.
Was hat die Stadt dazu bewogen, die Patenschaft zu übernehmen?
Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer möchte mit dem Jugend forscht Engagement „das Interesse bei jungen Menschen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fördern sowie Sindelfingens Stellung als Innovations- und Technologiestandort unterstreichen. Kinder und Jugendliche sind trotz Haushaltskrise weiterhin Schwerpunkt unserer Arbeit. Die Förderung der Jugend im Bereich Technologie und die Stärkung der Stadt Sindelfingen als innovativer Standort sind Zielsetzung dieses Projekts. Damit wollen wir die Zukunftschancen der jungen Generation verbessern.“
Mit der Ausrichtung des Regionalwettbewerbs von Jugend forscht wird ein weiterer Meilenstein in Richtung Kinder- und Jugendstadt gelegt. Gerade in Zeiten, in denen das deutsche Bildungssystem in der Kritik steht, möchte die Stadt Sindelfingen einen Beitrag zur Nachwuchsförderung leisten und den Jugendlichen eine Orientierungshilfe für die spätere Berufswahl geben. Die Teilnehmer/innen von Jugend forscht sind die „Forscher von morgen“ und genau dieses Potenzial braucht ein Standort wie Sindelfingen. Nachwuchskräfte sollen von Anfang an unterstützt und gefördert werden.
Am 12.02. wurden die Arbeiten zunächst der Jury vorgestellt. Diese zog sich nach Begehung der Stände und Rücksprache mit den Teilnehmern zu einer eingehenden Beratung zurück, während die Teilnehmer zum Bowling gingen. Die Nacht verbrachten die Jugendlichen in der Jugendherberge in Stuttgart.
Am 13.02. durften dann Eltern, Geschwister, Betreuer und auch alle anderen Interessierten ihre Neugier befriedigen und sich die Werke der Jungforscher/innen ansehen. Auch Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer war mit von der Partie und bewunderte die Kreativität und den Einfallsreichtum der Kinder und Jugendlichen.
Bei der Wettbewerbsfeier, während der ab 15:00 Uhr im kleinen Saal der Stadthalle die Sieger des Wettbewerbs geehrt wurden, ließ er es sich nicht nehmen, den Teilnehmern persönlich zu gratulieren und ihnen die Preise zu verleihen. „Ich bin von der Kreativität und den großartigen Experimenten der Kinder und Jugendlichen begeistert,“ so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer.
Was ist Jugend forscht eigentlich?
Jugend forscht ist ein Wettbewerb, an dem Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren teilnehmen können, wobei Teilnehmer bis 14 Jahren in der Juniorsparte Schüler experimentieren starten. Der Wettbewerb wurde 1965 vom damaligen Chefredakteur der Zeitschrift stern mit dem Ziel ins Leben gerufen, junge Nachwuchsforscher zu fördern und das Interesse an Forschung und Wissenschaft bei der jüngeren Generation zu fördern. Seit 44 Jahren wird Jugend forscht jetzt bereits veranstaltet. Der Wettbewerb wird auf drei Ebenen ausgetragen: Bei Erstanmeldung nimmt man automatisch am Regionalwettbewerb teil. Die Sieger können beim Landes- und zum Teil auch beim Bundeswettbewerb antreten. Den Teilnehmern stehen sieben verschiedene Fachgebietsbereiche zur Auswahl:


Wie entstand Jugend forscht?
Das große gesellschaftliche Ansehen, das Jugend forscht sich im Laufe seines Bestehens erworben hat, zeigt sich auch in der Bereitschaft vieler Menschen, sich im Rahmen des Wettbewerbs ehrenamtlich zu engagieren. Die unentgeltliche Tätigkeit von Betreuungslehrern, Wettbewerbsleitern und Juroren ist eine tragende Säule von Jugend forscht. Als Juroren stellen sich Lehrer und Mitarbeiter von Jugend forscht, Patenunternehmen, aber auch namhafte Wissenschaftler zur Verfügung. In der Jubiläumswettbewerbsrunde waren es knapp 2 000.
Sputnik-Schock“ und „Bildungsnotstand“: Schon in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stand das deutsche Bildungssystem in der Kritik. Der damalige stern-Chefredakteur Henri Nannen jedoch ließ es nicht bei journalistischen Schlagworten bewenden. Er startete eine gesellschaftlich breitangelegte Initiative, um den qualifizierten Nachwuchs an jungen Wissenschaftlern in der Bundesrepublik Deutschland zu fördern. Unter dem Motto „Wir suchen die Forscher von morgen!“ rief Nannen im Dezember 1965 erstmals zur Teilnahme an Jugend forscht auf.
Das Vorbild für Jugend forscht kam aus den USA. Dort hatten „Science Fairs“ bereits eine lange Tradition: Bei den im Stil von Messen organisierten Wettbewerben stellten junge Menschen ihre Forschungsprojekte und Erfindungen neben einer fachkundigen Jury auch der breiten Öffentlichkeit vor.
Das Vorbild für Jugend forscht kam aus den USA. Dort hatten „Science Fairs“ bereits eine lange Tradition: Bei den im Stil von Messen organisierten Wettbewerben stellten junge Menschen ihre Forschungsprojekte und Erfindungen neben einer fachkundigen Jury auch der breiten Öffentlichkeit vor.
Wie wird Jugend forscht finanziert?
Die Patenunternehmen übernehmen meist den Löwenanteil der Kosten. Sie stellen die Räume, tragen Verpflegungs- und Reisekosten, sorgen für Unterbringung und Ausstellmöglichkeiten, und sie vergeben zahlreiche Geld- und Sachpreise. Darüber hinaus finanzieren Förderer aus der Wirtschaft auch so genannte Sponsorpools. Diese vergeben Mittel, wenn Schüler und Schulen das Geld für die erforderlichen Gerätschaften oder Materialien nicht selbst aufbringen können.
Das große gesellschaftliche Ansehen, das Jugend forscht sich im Laufe seines Bestehens erworben hat, zeigt sich auch in der Bereitschaft vieler Menschen, sich im Rahmen des Wettbewerbs ehrenamtlich zu engagieren. Die unentgeltliche Tätigkeit von Betreuungslehrern, Wettbewerbsleitern und Juroren ist eine tragende Säule von Jugend forscht. Als Juroren stellen sich Lehrer und Mitarbeiter von Jugend forscht, Patenunternehmen, aber auch namhafte Wissenschaftler zur Verfügung. In der Jubiläumswettbewerbsrunde waren es knapp 2 000.
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