Ehrennadel für soziales Engagement
15 Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden bei einer Feier im Parkrestaurant in der Stadthalle durch Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer mit der Ehrennadel für soziales Engagement ausgezeichnet. Sie haben sich in außergewöhnlicher Art und Weise für ihre Mitmenschen eingebracht und verdient gemacht.
Wilma Bentele
übernahm 1990 die Gruppenleitung der Sozialen Schülerbetreuung in der Grundschule Hinterweil. Das Aufgabengebiet umfasst die Hausaufgabenbetreuung in Kleingruppen sowie die Einzelbetreuung von Schülerinnen und Schülern, von denen viele einen Migrationshintergrund haben. Aus diesem Grund ist Wilma Bentele die Sprachförderung ein besonderes Anliegen. Sie koordiniert die Hausaufgabenbetreuung und erledigt die anfallenden Verwaltungsarbeiten. Um die Entwicklung der Kinder zu fördern, gibt es Teambesprechungen, in denen ihre Probleme im Mittelpunkt stehen. Außerhalb der Sozialen Schülerbetreuung hält Wilma Bentele Kontakt zu den Eltern. Desweiteren arbeitet sie bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Katholischen Kirche: Sie kocht bei Ministrantenfreizeiten und Ausflügen und engagiert sich als Kommunions- und Firmhelferin. Dabei ist ihr die Idee der Ökumene ein wichtiges Anliegen.
Martin Beuttler
war 1968 Gründungsmitglied des CVJM Maichingen. Er ist gewissermaßen ein Urgestein der kirchlichen Jugendarbeit in Maichingen. In den Aufbaujahren des CVJM leitete er bis 1975 Kinder- und Jugendgruppen. Seit 1988 ist er Mitglied im Vereinsauschuss. Ende der 80er Jahre bis Anfang der 90er Jahre war Martin Beuttler stellvertretender Vorsitzender. Sein Name wird in Maichingen auch mit den Altpapier- und Christbaumsammlungen verbunden, bei denen er sich seit 2002 regelmäßig engagiert. Bereits seit 2001 betreut Martin Beuttler die Vereinsräume und den Jugendzeltplatz. Er ist – auf schwäbisch gesagt – „ein echter Schaffer“ und zugleich auch ein guter Organisator. Dies gilt auch für seine neue Aufgabe, die er im vergangenen Jahr übernommen hat: Es handelt sich um die Gesamtkoordination des Maichinger Straßenfestes.
Elisabeth Diederich
war Kirchengemeinderätin in der Katholischen Kirchengemeinde auf dem Goldberg. Drei Schwerpunkte der Freiwilligenarbeit haben sich bei ihr im Laufe der Zeit herausgebildet. Zum einen engagierte sie sich auf internationaler Ebene für Menschen mit geistiger Behinderung. So nahm sie von 1994 bis 2004 an der „Euro 3000“ teil, einem jährlich stattfindenden internationalen Treffen von Menschen mit Handicap. Besonders von Bedeutung war auch die Dolmetschertätigkeit von Elisabeth Diederich in der französischen Sprache. Dabei waren nicht nur Übersetzungen gefragt, sondern vor allem auch der persönliche und sehr teamorientierte Umgang mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Ein weiteres Engagement von Elisabeth Diederich ist ebenfalls international ausgerichtet. So war sie Mitglied der Südamerika-Kontaktgruppe der Kirchengemeinde und engagierte sich für diese Region der Welt. In diesem Zusammenhang war es für Elisabeth Diederich selbstverständlich, alljährlich katholischen Theologiestudenten aus Mexiko eine unentgeltliche Unterkunft zur Verfügung zu stellen.
Brunhilde Faure
ist seit 1989 im Sindelfinger Krankenhaus als Helferin des DRK im Bereich des Patiententransportes und für Besorgungsdienste tätig.
Beim Patiententransport geht es nicht nur um die Frage, wie kommt der Patient von A nach B zu einer Untersuchung, sondern es geht vor allem auch um die Frage der menschlichen Zuwendung. Die Kranken machen sich zum Teil große Sorgen um ihren Gesundheitszustand, haben Ängste oder sind stark verunsichert. Brunhilde Faure versteht es durch ihre freundliche Art sehr gut, mit den Kranken ins Gespräch zu kommen und ihnen Zuversicht zu vermitteln. Andere ehrenamtliche Aufgaben von Brunhilde Faure sind die so genannten Besorgungsdienste für Patientinnen und Patienten sowie für die Pflegekräfte und Ärzte des Krankenhauses, die von allen sehr geschätzt werden.
Bianca Fischer
ist in der Katholischen Kirchengemeinde St. Paulus aktiv. Seit über 15 Jahren begleitet und unterstützt sie ehrenamtlich Jugendliche in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Als Mitglied im Kirchengemeinderat hat sie sich vor allem für die Belange der Jugend eingesetzt. Im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf das Firmsakrament arbeitet sie als Firmbegleiterin. Dabei bringt sie viel Zeit und Kreativität auf, um den jungen Menschen bei ihrer Sinnsuche behilflich zu sein. Sie bietet darüber hinaus einen Gesprächskreis für Jugendliche über ethische und wertorientierte Fragen an, und begleitet die katholische junge Gemeinde als geistliche Leiterin. Außerdem engagiert sich Bianca Fischer in einem Vokalensemble, das schon mehrfach auf ihre Initiative hin Benefizkonzerte veranstaltete. Aus dem Erlös werden Jugendprojekte in Mexiko finanziert. Ihr integratives Wesen ist ein wichtiger Pfeiler der Jugendarbeit in der Kirchengemeinde St. Paulus. Ihr Engagement kommt auch den Stadtteilen Eichholz, Spitzholz und Eschenried zugute.
Bernd Frühwald
kommt aus dem Bereich der Katholischen Kirchengemeinde Dagersheim/Darmsheim. Er war zwei Wahlperioden lang Mitglied des Katholischen Kirchengemeinderates. Er ist ein Mann der Ökumene und hat einen wichtigen Beitrag für die ökumenische Zusammenarbeit der beiden Gemeinden Dagersheim und Darmsheim geleistet. Er ist Vertreter der Katholischen Kirche in der Ökumenischen Sozialstation. Daneben vertrat Bernd Frühwald mehr als 10 Jahre lang die Katholische Kirche im Krankenpflegeförderverein Darmsheim. Bernd Frühwald und seine Ehefrau riefen 1981 das Martinsfest für Darmsheim und Dagersheim und 1996 die „Sternsinger ins Leben. Das Martinsfest wird nun schon seit 26 Jahren auf dem Pausenhof der Rappenbaum-Schule durchgeführt.
Magdalene Groß und Gotthilf Groß
sind aus dem Gemeindeleben von Darmsheim nicht wegzudenken. Magdalena Groß war von 1981 bis 2003 Mesnerin und 20 Jahre Obfrau im Arbeitskreis der Mesnerinnen. Über zwei Jahrzehnte schon organisierte sie mit Ihrem Mann die Bewirtung der Versammlungen des Krankenpflegefördervereins. Bei dieser traditionsreichen Veranstaltung sind immerhin rund 150 Gäste zu bewirten. Seit Anfang der achtziger Jahre ist sie Mitarbeiterin beim Gemeindefest, und seit bald 30 Jahren leitet Frau Groß den Frauenkreis. Neben Andachten und wechselnden Themen wird unter anderem auch für den Adventskaffee-Nachmittag gebastelt.
Magdalena Groß ist für ihre Tatkraft bekannt. Sie ist im gesellschaftlichen Leben und auch außerhalb des Evangelischen Gemeindelebens bestens bekannt und geschätzt. In vielen Bereichen der ehrenamtlichen Arbeit erfährt sie Unterstützung und Entlastung durch ihren Mann Gotthilf Groß.
Gotthilf Groß
ist seit 12 Jahren Mitglied im Evangelischen Kirchengemeinderat und war 18 Jahre lang Mitglied im Ortschaftsrat. Bald ein „viertel Jahrhundert“ schon fungiert er als Organisationschef des allseits bekannten und beliebten Darmsheimer Adventsmarktes.Ob Vorbereitungen für den Adventsmarkt oder das eigentliche Marktgeschehen - Herr Groß ist von Anfang an rund um die Uhr im Einsatz. Der Erlös des Adventsmarktes wird abwechselnd für „Nachbarn in Not“ und für den Krankenpflege-Förderverein gespendet. Im Zusammenhang mit der Erstellung des Kindergartens Innerer Bühl fungierte Gotthilf Groß als Bauleiter der Außenanlagen. Er ist zuverlässig zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird, oder wenn es um die Lösung baulicher Probleme geht. Dadurch wurde Herr Groß eine wichtige Anlaufstelle im Ort, wenn Not am Mann war. Er verfügt über Sachkenntnis in vielen Bereichen und sein Rat ist immer gefragt.
Lisa Holzwarth
war von 1980 bis zum Jahr 2006 ehrenamtliche Mitarbeiterin im „Treffpunkt Gisela“. Frau Holzwarth war regelmäßig an den Montagen für die Gästebewirtung zuständig, wo sie sich bei Gästen und Teammitgliedern des Treffpunktes großer Beliebtheit erfreute. Ebenfalls seit 1980 ist Lisa Holzwarth in der Bastelgruppe des Treffpunktes kreativ tätig. Donnerstags trifft sich die Gruppe gewöhnlich, um Basteleien jeglicher Art anzufertigen. Diese werden dann beim traditionellen Weihnachtsbazar verkauft. Mit dem Erlös aus den Bastelarbeiten wird unter anderem die Seniorenarbeit des „Treffpunktes Gisela“ mitfinanziert. Lisa Holzwarth gehört zu den Menschen, die eher im Hintergrund arbeiten, ohne deren Initiative und Betriebsamkeit aber eine Organisation nicht funktionieren kann.
Anneliese Köhler
ist seit 1995 regelmäßig im Sekretariat der Beratungsstelle des Vereins für Jugendhilfe ehrenamtlich tätig. Das Sekretariat ist die erste Kontaktstelle für junge Menschen mit Suchtproblemen sowie deren Eltern und Angehörige. Es sind Menschen, die unter erheblichem Druck stehen und mit Frustrationen, Verzweiflung und Ängsten kämpfen müssen. Diese Emotionen und Spannungen gilt es als erste Kontaktperson auszuhalten. Daher verlangt die Aufgabe von Frau Köhler neben Professionalität in organisatorischen Fragen vor allem auch ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, an Fingerspitzengefühl im Umgang mit Menschen und an Durchsetzungsvermögen. Annelise Köhler erfüllt alle diese Anforderungen in hohem Maße. Sie koordiniert die gesamte Sprechstunde und erledigt darüber hinaus diverse Büroarbeiten verantwortungsbewusst und engagiert.
Martin Körner
ist seit vielen Jahren in vielfältiger Weise in der Evangelischen Martinskirchengemeinde Sindelfingen engagiert. Seit elf Jahren ist er Mitglied des Kirchengemeinderates und gewählter Laienvorsitzender der Gemeinde. Zusammen mit dem geschäftsführenden Pfarrer Fetzer, repräsentiert Martin Körner die Kirchengemeinde. Er kümmert sich ferner als Mitglied des Festausschusses auch um die Vorbereitung und Durchführung des jährlichen Gemeindefestes, des Neujahrsempfangs und anderer Veranstaltungen. Martin Körner ist Mitglied des ökumenischen Martinsritt-Ausschusses. In dieser Funktion organisiert er den traditionellen Martinsritt vor der Martinskirche. Als musikalisch begabter und interessierter Mensch ist er außerdem Mitglied des Stiftshof-Orchesters und dadurch an vielen konzertanten wie gottesdienstlichen Aufführungen beteiligt. Eine weitere Mitgliedschaft besteht im „Arbeitskreis Ehemalige Pfarrbibliothek“, die sich der Pflege der alten Bibliotheksbestände und deren Darstellung in der Öffentlichkeit angenommen hat. Nicht zuletzt bringt Martin Körner sein umfangreiches Wissen und einen breiten Erfahrungsschatz als Geschäftsmann in den Bezirksarbeitskreis der Evangelischen Betriebsseelsorge ein.
Ulrike Krämer
ist seit 28 Jahren in der Hausaufgabenbetreuung tätig. Sie begann ihre Tätigkeit in der Grundschule Sommerhofen und wechselte dann an die Hauptschule Eichholz. Hier leistet sie an drei Nachmittagen in der Woche schulbegleitende Hilfe. Es ist ihrem Engagement und ihrer Unterstützung zu verdanken, dass die Kinder und Jugendlichen, die häufig über einen Migrationshintergrund verfügen, ihre schulischen Leistungen verbessern konnten. Diese besondere Aufgabe erfordert häufig einen langen Atem, viel Geduld und Freundlichkeit, aber auch fachliche Kompetenz und eine hohe Frustrationstoleranz. Ulrike Krämer verfügt über diese Eigenschaften in überdurchschnittlichem Maße, wodurch Sie im Stadtteil Eichholz eine wichtige Anlaufstelle geworden ist. Sie ist dafür bekannt, immer ein offenes Ohr für die kleinen und großen Probleme "ihrer Kinder" zu haben.
Irma Oechsle
ist seit 20 Jahren in der Frauenarbeit innerhalb der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Sindelfingen tätig. Unter anderem hilft Sie bei der Vorbereitung und Durchführung des jährlichen Frauenadvents, des Weltgebetstages und des Frauenfestes sowie beim monatlichen Frauenfrühstück im Stiftshof. Sie leitet überdies den monatlichen Frauentreff "Salome" im Markuszentrum sowie die Seniorenstadtranderholung im Eichholzer Täle. Dazu gehört die inhaltliche Ausgestaltung, die Vorbereitung und Durchführung dieser Großveranstaltung mit jeweils rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Seit 1993 ist Irma Oechsle Kirchengemeinderätin. Sie engagiert sich dabei sehr für das kirchengemeindliche Leben im Stadtteil Viehweide und vertritt die Kirchengemeinde in der Stadtteilrunde Ost. Ferner ist sie Mitglied im Ökumenischen Ausschuss der Kirchengemeinden Sankt Martin und Dreifaltigkeit. In ihrer Eigenschaft als Kirchengemeinderätin ist Irma Oechsle zugleich Mitglied des Gesamtkirchengemeinderats der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde. Von 1996 bis 2001 war sie Vorsitzende des Jugendausschusses der Gesamtkirchengemeinde und für die Kooperation innerhalb der Evangelischen Jugendarbeit in Sindelfingen zuständig. Sie kümmert sich um alles rund um den Mesnerdienst in der Auferstehungskirche und hilft bei der Gestaltung der Gottesdienste.
Hannelore Roser und Rolf Roser
sind bereits seit 10 Jahren im Altenzentrum „Haus Augustinus“ engagiert. Gemeinsam führen sie mit großem persönlichen Einsatz ein Mal wöchentlich das „Kaffeestüble“. Sie stiften mehrere selbstgebackene Kuchen zur Freude der Bewohnerinnen und Bewohner. Gemütlich bei Kaffee und Kuchen pflegt man das gemeinsame Singen. Hierfür hat das Ehepaar eigens Liederhefte angelegt. Witze, kleine Geschichten und persönliche Worte an die Bewohnerinnen und Bewohner sorgen für eine heitere Atmosphäre. Neben dem wöchentlichen Engagement im Kaffeestüble sind
Das Ehepaar Roser bei allen größeren Veranstaltungen wichtige Helfer. So kann man auf sie bei den verschiedenen Ausflügen mit den Bewohnern, dem Tag der offenen Tür, dem Sommerfest und vielen anderen Veranstaltungen immer zählen. Die Menschen im „Haus Augustinus“ erfreut vor allem die begeisternde und mitreißende Art des Ehepaares Roser. Anzumerken ist, dass das Ehepaar Roser einen recht beachtlichen Fahrtweg von Münklingen nach Sindelfingen in Kauf nimmt, um im Haus Augustinus mitzuhelfen.
