Stadt Sindelfingen beharrt auf der Überdeckelung der A81
Der Oberbürgermeister der Stadt Sindelfingen Dr. Bernd Vöhringer und der Gemeinderat der Stadt Sindelfingen fordern im Rahmen der Diskussionen über den Ausbau der A 81 weiterhin eine Überdeckelung der A81 zwischen den beiden Städten Sindelfingen und Böblingen.
Bei der Erörterungsverhandlung am 30. Januar 2007 wurde erstmals seitens des Regierungspräsidiums die mögliche künftige Erweiterung auf acht Spuren (plus eine Standspur je Richtung) angesprochen. Die Brückenbauten werden bereits jetzt so ausgelegt, dass ein späterer Ausbau auf insgesamt zehn Spuren ohne komplette Brückenneubauten erfolgen kann. Das heißt, auf Grund der prognostizierten Verkehrsentwicklungen wird bereits jetzt mit einer weiteren Ausbaunotwendigkeit gerechnet. Im Lichte dieser Information gewinnt die Forderung der Stadt nach einer Überdeckelung zusätzlich an Bedeutung. Ein jetzt schon in die Diskussion gebrachter 8-spuriger Ausbau (plus je eine Standspur) kann nur mit einem Deckel realisiert werden, da mit den derzeitigen Lärmschutzmaßnahmen die gültigen Grenzwerte knapp eingehalten bzw. an einigen Gebäuden nachts überschritten werden. Eine weitere Zunahme des Verkehrs würde weitere Lärmschutzmaßnahmen erforderlich machen.
„Dieses sind wir den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern schuldig, die seit Jahren der Lärm- und Schadstoffbelastung ausgesetzt sind. Deshalb müssen wir jetzt die Weichen stellen für eine sinnvolle, langfristige Planung, damit wir uns in Zukunft keine Chance im wahrsten Sinne des Wortes verbauen. Wir müssen für die Überdeckelung der A81 zwischen Sindelfingen und Böblingen kämpfen“, so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer.
In diesem Sinne hat sich Oberbürgermeister Dr. Vöhringer an Bundesverkehrsminister Tiefensee und Ministerpräsident Oettinger gewandt, die Argumente für eine Überdeckelung nochmals deutlich gemacht sowie um ein persönliches Gespräch gebeten.
Anhand eines Schaugerüstes, diesbezüglich ist die Stadt im engen Kontakt mit dem Regierungspräsidium Stuttgart, soll den Betroffenen und Entscheidungsträgern deutlich gemacht werden, welch großer Eingriff die Lärmschutzmaßnahmen darstellen. Die Stadt wird den Termin öffentlich bekannt geben.
„Das Schaugerüst ist eine sehr gute Möglichkeit den Einwohnern die Dimension der geplanten Lärmschutzwand zu veranschaulichen“, so Dr. Bernd Vöhringer.
Der Gemeinderat der Stadt Sindelfingen wird das Thema voraussichtlich im Mai nochmals intensiv beraten. Bei dieser Gemeinderatssitzung wird auch nochmals über die verschiedenen Überdeckelungsvarianten informiert. Nach unseren Informationen wird der Planfeststellungsbeschluss voraussichtlich Mitte Juni gefasst. Dann wird der Gemeinderat der Stadt entscheiden, ob die Stadt Sindelfingen Klage einreichen wird.
