Die Vorbereitung zur Inbetriebnahme der S 60 gehen weiter
Die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme der S 60 mit den drei Haltepunkten auf Sindelfinger Markung – am Bahnhof Sindelfingen, am Bahnhof Maichingen und in Maichingen-Nord – gehen unvermindert weiter. Ende April wurde der Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamtes an die Stadt übergeben. Seit 9. Mai und noch bis zum 29. Mai liegen die Planunterlagen im Rathaus Sindelfingen im Zimmer 5.23 öffentlich aus.
Die Stadt Sindelfingen hatte im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur S 60 zahlreiche Einwendungen als Trägerin Öffentlicher Belange und als Eigentümerin städtischen Vermögens einschließlich öffentlicher Einrichtungen abgegeben. Dies erfolgte zur Ursprungsplanung vom Frühjahr 2004 sowie zur 3. Planänderung mit der wesentlichen Planänderung der Schließung des Bahnübergangs Austraße im Sommer 2006.
Nach der Prüfung des Planfeststellungsbeschlusses durch die Verwaltung muss festgehalten werden, dass einige Einwendungen der Stadt nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt worden sind. Zu nennen sind hier Erschließungsfragen wie ein fehlender Zugang zum Bahnsteig am Haltepunkt Sindelfingen von Osten her, die nicht erfolgte Aufweitung des Zugangs zur Unterführung am Haltepunkt Maichingen sowie die nicht behindertengerechte Erschließung der Bahnsteige am Haltepunkt Maichingen-Nord von den Bereichen nördlich der Stuttgarter Straße her (Kleines Egart, Landhaussiedlung). Desweiteren sind Einwendungen hinsichtlich Lärmschutzmaßnahmen zu erwähnen. Die Verwaltung hatte die geforderte Mitsprachemöglichkeit bei der Gestaltung der Lärmschutzwände erhalten und genutzt. Die teiltransparenten Lärmschutzwände, die für den Bereich der Lindenstraße und für die Bahnbrücke über die künftige Allmendstraße gefordert worden sind, werden nach bisherigem Stand aus schalltechnischen Gründen jedoch nicht realisiert. Auch die Forderungen bezüglich Lärmschutzwänden für die Gebiete Allmendäcker und Grünäcker wurden vom Eisenbahnbundesamt nicht akzeptiert.
Vor allem zu beiden Lärmschutzthemen beabsichtigt die Verwaltung mit der Deutschen Bahn AG, dem Verband Region Stuttgart und dem planenden Büro TTK weitere Gespräche zu führen, um eventuell noch Lösungen im Sinne der städtischen Einwendungen zu finden. Auch mit Betroffenen aus dem Gebiet Grünäcker wird es weitere Abstimmungen geben.
Diesen Sachstand hat der Gemeinderat am 15.05.2007 zur Kenntnis genommen und beschlossen, dass trotz der nicht berücksichtigten Einwendungen keine rechtlichen Schritte gegen den Planfeststellungsbeschluss eingeleitet werden, da die Rechtsschutzmöglichkeiten einer Stadt vor Gericht, insbesondere dann, wenn sie die Verletzung ihrer Planungshoheit geltend macht, äußerst gering sind.
Ziel für die Stadt Sindelfingen ist es, die Realisierung der S 60 weiter zu unterstützen, damit Ende 2010 der Personenverkehr auf den Gleisen zwischen Böblingen und Renningen wie geplant in Betrieb genommen werden kann.
