Goldberggymnasium wird Ganztagesschule
Das Goldberggymnasium hat schon von seiner Organisationsform einen Sonderstatus in der Stadt. Es wird nicht von Sindelfingen alleine getragen sondern in einem Schulverband mit Böblingen gemeinsam. Öffentlich zum Ausdruck kommt das immer ganz deutlich wenn die Schulverbandsversammlung tagt, da sitzen dann Gemeinderäte und Oberbürgermeister beider Städte gemeinsam zur Beratung und Beschlussfassung. Am 26. Juni war eine ganz besondere Sitzung dieses Gremiums angesagt: nach den Vergaben der wichtigsten Bauarbeiten zur Ganztagesschule wurde gemeinsam der erste Spatenstich vollzogen. Die Schule stellte dazu ein sehr gelungenes und abwechslungsreiches Programm mit den Schülern auf die Beine. Die Big Band unter Leitung von Frau Gölz bildete den musikalischen Rahmen, die Theatergruppe der Oberstufe machte den Unterschied vor und nach dem Bau einer Mensa auf sehr unterhaltsame Weise deutlich.
Verkürzung der Schulzeit
Durch die Verkürzung der Schulzeit in den Gymnasien von neun auf acht Jahre, ergibt sich eine neue Situation im Tagesablauf, die Schülerinnen und Schüler haben vermehrt Nachmittagsunterricht und somit ist die Ausgabe eines Mittagessens fast schon Pflicht. Wie in den anderen Schulen, die derzeit zur Ganztageseinrichtung umstrukturiert werden, steht deshalb auch am Goldberg der Bau einer Mensa im Vordergrund. Weil darin aber noch kein pädagogisches Programm zu sehen ist und auch kein solches aufgebaut werden kann, sind einige weiter wichtige Baumaßnahmen erforderlich. Nicht als Neubau, wohl aber in Form von Umbaumaßnahmen werden ein Bewegungsraum, eine Mediathek und Projektarbeitsräume erstellt, die Bibliothek wird ausgebaut.
Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen liegen bei 1,066 Millionen Euro, zu denen das Land einen Zuschuss von 380 000 Euro gewährt. Der erste Bauabschnitt, der nach den Sommerferien fertig sein soll umfasst den Bewegungsraum, die Bibliothek und die Mediothek. Die Mensa wird im Oktober 2007 in Betrieb gehen. Die jetzige provisorische Essensausgabe im Westbau kann danach zu Projekträumen umgebaut werden. Abgeschlossen sind alle Baumaßnahmen nach den Sommerferien 2008.
Als weitere Baumaßnahmen sind derzeit die Dachsanierung des Südbaues, die Sanierung der Lüftung in der Aula und die Maßnahmen im Rahmen des vorbeugenden baulichen Brandschutzes angelaufen. Beim baulichen Brandschutz werden dieses Jahr in den bestehenden Gebäuden die 2. Rettungswege hergestellt. Dazu werden Türen zwischen den Klassenzimmern eingerichtet und an den Außenfassaden Stahltreppen bis in den Schulhof gebaut. Diese Aufgaben zu erfüllen kosten die beiden Städte rund eine weiter Million Euro. Hierfür gibt es keine staatlichen Zuschüsse.
Betreut wird der Bau vom Amt für Gebäudewirtschaft der Stadt Sindelfingen mit Ulrich Kastner als Projektleiter, das Architekturbüro Hinrichsmeyer und Bertsch aus Böblingen ist für die Planung und die Bauleitung verantwortlich.
In der nächsten Ausgabe erfahren Sie etwas über die Umbaumaßnahmen der Martinsschule.
