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Martinsschule wird zur Ganztageseinrichtung

Wenn sich nach den Sommerferien die Türen der Martinsschule für die Schülerinnen und Schüler wieder öffnen, wird sich einiges getan haben: aus der improvisierten Essensausgabe ist dann eine voll funktionsfähige Mensa entstanden.

Und nicht nur das. Im Gebäude der Martinsschule 2 ist aus dem Treppenhaus ein Bewegungsraum entstanden und der bisherige Aufenthaltsraum wird zum Stillarbeitsraum aufgewertet. Im Nebengebäude, in dem sich schon immer die Küche und der Speiseraum befanden, wird neben der neuen Mensa und der Essensausgabe auch die Lehrküche vollständig erneuert sein.

Die Martinsschule ist die kleinste Sindelfinger Schule in der Trägerschaft der Stadt. Sie ist als Förderschule für lernschwache Schüler ausgelegt und unterrichtet in 11 Klassen knapp 150 Schülerinnen und Schüler. 88 Prozent kommen aus Sindelfingen, Maichingen und Darmsheim, über die Hälfte haben keinen deutschen Pass. Durch die Caritas Regionalstelle Böblingen wird, wie auch in den Hauptschulen der Stadt, Schulsozialarbeit geleistet.

Die Martinsschule ist im Klostergartenbereich in drei Gebäuden untergebracht, zwei davon sind von den Baumaßnahmen betroffen. In der Martinsschule 2, das ist das Gebäude parallel zur Seestraße, wird der Eingangsbereich im Untergeschoss kräftig umgebaut und umorganisiert. Der vorhandene Blumentrog wird herausgenommen und durch Tischfußball und Tischtennis ersetzt. An den Wänden werden weitere Spielmöglichkeiten eingebaut. Der derzeit vorhandene Aufenthaltsraum wird zu einem Stillarbeitsraum umgestaltet, der allerdings auch weiterhin als Aufenthaltsraum dienen kann, und ist sogar mit einer kleinen Küche ausgestattet.

Umbau des Küchengebäudes

Das Küchengebäude an der Klosterstraße erhält eine komplette Innensanierung. Wichtigster Punkt dabei ist die strikte Trennung von Lehrküche und Mensaküche. Von der bisherigen Lehrküche werden rund 20 qm abgetrennt und zur Mensaküche umgebaut. In dieser Mensaküche wird täglich durch die Schule, mit Hilfspersonal, das Mittagessen für die Schülerinnen und Schüler, durch Schüler und Lehrer, selbst gekocht. Die beiden vorhandenen Speisesäle werden durch eine neu einzubauende Flügeltüre gemeinsam genutzt. Rund 50 Personen können hier gemeinsam essen.

Die nun auf 70 qm verkleinerte Lehrküche erhält drei Kochkojen, die im Wesentlichen mit normalen Haushaltsgeräten ausgestattet sind. Die Kinder sollen hier so kochen lernen wie zuhause. Die drei Kojen erhalten unterschiedliche Farbfronten um eine größere Identifikation herzustellen. In der Mitte der Küche wird es einen großen Tisch für 10 Personen geben, hier wird dann das Gekochte auch verspeist.

Ganz „nebenbei“ wird noch das Mädchen WC renoviert, die Nebenräume für die Küchen im Keller eingebaut und die Haustechnik wie Lüftung, Strom usw. erneuert.

Der Umbau der Mensa und die Sanierung der Lehrküche werden zusammen auf 260 000 € Gesamtkosten kommen, das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit einem Zuschuss in Höhe von 43 000 €. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Schulleitung konnte der Bau bereits Ende Mai begonnen werden und wird Anfang September fertig sein.  Die Verantwortung für die Planung und die Bauleitung liegt beim Architekturbüro Schöllhorn + Partner aus Darmsheim, innerhalb der Stadtverwaltung ist Architekt Wolfgang Koehl mit der Projektleitung betraut.

In der nächsten Ausgabe erfahren Sie etwas über die Umbaumaßnahmen der Grund- und Hauptschule Goldberg.

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