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Jubiläumskonzert „20 Jahre Sindelfinger Kammerchor“

Am Sonntag, 11. November, 19 Uhr findet in der Stadthalle Sindelfingen das Jubiläumskonzert „ 20 Jahre Sindelfinger Kammerorchester statt. Gespielt wird Johannes Brahms „Ein Deutsches Requiem Opus 45“

Heidi Elisabeth Meier studierte von 1996 bis 2001 Konzert und Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater in München. Später wurde sie Meisterklassestudentin der Hochschule/Theaterakademie bei Prof. Dr. Edith Wiens und bekam einen Gastvertrag am Münchner Gärtnerplatztheater für die Spielzeit 2002/2003. Als Mitglied der Opernschule sang sie die Partie des schlauen Füchschens in Janáceks gleichnamiger Oper, in Henry Purcells „King Arthur“ im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, die Partie der Esilena („Rodrigo“ von G.F. Händel) im Münchner Prinzregententheater, in der Hallenser Inszenierung von Axel Köhler und in der Uraufführung von Wilfried Hillers „Pinocchio“ die Rolle der Giftschlange. Ab 2003 gehörte die Sängerin zum Solistenensemble des Freiburger Theaters. Dort war sie u.a. als Despina in „Così fan tutte“ (Wolfgang Amadeus Mozart), als Lucia di Lammermoor (Gaetano Donizetti) oder als Musetta in „La Bohème“ (Giacomo Puccini) zu hören. Eine rege Konzerttätigkeit in den Bereichen Lied (u.a. die Uraufführung eines ihr gewidmeten Liederzyklus) und Oratorium, sowie die häufige Auseinandersetzung mit neuer Musik prägen die letzten Jahre .Ihr Debüt am Nürnberger Staatstheater gab sie in der 2006 in „Die Gärtnerin aus Liebe“. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist Heidi Elisabeth Meier als festes Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg u.a. als Sophie in „Der Rosenkavalier", als Adina in „Der Liebestrank" und weiterhin als Sandrina in „Die Gärtnerin aus Liebe" zu sehen.


Martin Berner studierte bei Wolfgang Löser und Ingrid Kremling an der Musikhochschule Hamburg und absolvierte zudem ein Aufbaustudium an der Musikhochschule Mannheim bei Prof. Piernay. Er war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes und der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und Preisträger beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin 2004. Martin Berner besuchte Meisterkurse bei Walfram Rieger, Irwin Gage, Esther de Bros. Bereits während seines Studiums erarbeitete Martin Berner sich ein breites Repertoire: Il Conte, Don Alfonso, Germano in Rossinis „Scala di Seta“, Collatinus in Britten’s „The Rape of Lucretia“, Feri in „Die Csardasfürstin“, der Vater in „Hänsel und Gretel“ sowie Popolani in „Ritter Blaubart“ von Jacques Offenbach. Im Jahr 2002 war er in der Rolle des Sciarrone in einer „Tosca“-Produktion der Hamburger Staatsoper und als Dancairo unter Christoph Eschenbach in einer konzertanten Aufführung der Oper „Carmen“ zu erleben. 2003 folgte die Mitwirkung in „L’incoronazione di Poppea“ von Claudio Monteverdi. 2005 war er dort bei der deutschen Erstaufführung der Oper Angels in America von Peter Eötvös unter der Leitung von Cornelius Meister zu erlebent. Er hat außerdem mit Dirigenten wie Ingo Metzmacher, Stefan Soltesz, Helmut Rilling, Enrico Dovico and Kirill Petrenko zusammengearbeitet. Seit der Spielzeit 2005/06 ist Martin Berner Ensemblemitglied am Theater Aachen und war dort in Händel’s „Agrippina“, in Europeras von John Cage, in „La Périchole“, „La Traviata“ und „Peter Grimes“ zu erleben.

Als einzigartig in Deutschland gilt die 1992 gegründete Vogtland-Philharmonie, da sie von zwei Bundesländern, Thüringen und Sachsen, gemeinsam unterhalten wird. Flexibilität, Qualität und Vielseitigkeit stehen für ein ungewöhnlich breites Spektrum an Veranstaltungs- und Konzertformen. So gibt es sinfonische Konzerte, Philharmonie-Rock, Konzerte in historischen Kostümen sowie Konzerte und Serenaden an historischen Stätten. Im Jahr 1994 wurde die Vogtland-Philharmonie erstmals von Paul Bischoff zu einem Konzert in die Johanneskirche nach Sindelfingen eingeladen. Weitere Verpflichtungen in Sindelfingen waren u.a. zur Jahrtausendwende „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi, 2002 „Elias“ und 2005 „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das letzte Mal gastierte die Vogtland-Philharmonie mit Klavierkonzerten von Grieg und Mendelssohn in der Stadthalle, mit Michel Kuhn und Christoph Ewers als Solisten und ebenfalls unter der Leitung von Markus Nau.

Das Sindelfinger Kammerorches

Der Sindelfinger Kammerchor wurde 1987 von Markus Nau und Wolfram Graf an der Christuskirche Sindelfingen gegründet. Das Ensemble ist aus der Sindelfinger Musikszene nicht mehr weg zu denken. Der Kammerchor konnte sich schnell seinen Platz unter den Chören der Region sichern. Dank sorgfältiger Auswahl sowohl der Sängerinnen und Sänger als auch der Konzertprogramme errang der Chor auf Anhieb Erfolg und Lob. Neben der Aufführung großer oratorischer Werke liegt ein Akzent in der Chorarbeit auf der Erarbeitung von A-cappella-Literatur. Weltliche und geistliche Programme stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander. Das stilistische Spektrum reicht von der Renaissance bis zur Moderne, wobei auch gelegentliche Ausflüge in die Unterhaltungsmusik unternommen werden. Die Zusammenarbeit mit dem Freiburger Barockensemble „musica poetica“, wie zum Beispiel bei der Weihnachtshistorie von Heinrich Schütz, oder der Johannespassion und der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, führte zu musikalischen Höhepunkten. Mit der Aufführung des „Deutschen Requiems“ begibt sich der Sindelfinger Kammerchor erstmals in sinfonisch-romantische Gefilde und feiert damit seinen 20. Geburtstag.

MD Markus Nau erhielt den ersten Musikunterricht von seinem Vater, einem Schulmusiker. Seine Schulzeit verbrachte er auf dem Sindelfinger Goldberg-Gymnasium, wo ihn das Musizieren unter der Anleitung von Rolf Mammel und Dorle Gronstedt ganz wesentlich prägte. Für seine weitere musikalische und künstlerische Entwicklung spielte das Konzertieren in den Gruppen der Martinskirche unter Klaus Roller eine wichtige Rolle. Später studierte er in Tübingen Musikwissenschaft und an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart die Fächer Dirigieren und Trompete. Zu seinen Lehrern zählten so namhafte Dirigenten wie Thomas Ungar, Helmut Wolff und Dieter Kurz. Markus Nau arbeitet als Lehrer, Solist und Dirigent mit verschiedenen Ensembles in Sindelfingen und der Region zusammen. Die Bandbreite seiner Tätigkeiten reicht dabei von der Klassik bis zur Moderne, von der musikalischen Arbeit mit Amateuren bis zu (semi-) professionellen Ensembles, wie dem Sindelfinger Kammerchor oder dem Kammerorchester Sindelfingen. Gemeinsam mit dem Komponisten Wolfram Graf gründete er 1987 den Sindelfinger Kammerchor. Eine lange Reihe musikalischer „Highlights“ verbindet Markus Nau und Wolfram Graf auch mit Dieter E. Hülle: die Fanfaren zur Landesgartenschau 1990, die Märchenoper „Kalif Storch“ oder das Oratorium „Teilen statt Töten“ waren Glanzlichter im Kulturleben der Region. Seit 1999 leitet Markus Nau die Schule für Musik, Theater und Tanz (SMTT) der Stadt Sindelfingen und wurde 2004 zum „Städtischen Musikdirektor“ ernannt.

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