Ehrennadel für soziales Engagement
Teil II
Vergangene Woche berichteten wir über die von Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer vorgenommene Verleihung der Ehrennadeln für soziales Engagement. In der heutigen Ausgabe lesen Sie die Fortsetzung der namentlich aufgeführten Geehrten.
Annelene Krüger
engagiert sich seit 20 Jahren ebenfalls als Mitarbeiterin in der Sozialen Schülerbetreuung. Sie ist beim Kinderschutzbund im Alten Rathaus in Maichingen tätig. Ein bis zwei Mal in der Woche kümmert sie sich um Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 4. Klasse. Ihr Aufgabengebiet umfasst dabei die Hausaufgabenbetreuung in Kleingruppen und die Einzelbetreuung von Schülerinnen und Schülern im Bereich der Sprachförderung.
Annelene Krüger engagiert sich in hohem Maße in der Gruppenarbeit, wie auch in der Einzelförderung. Auch ihr liegen die Zukunftschancen der Kinder sehr am Herzen. Durch ihre freundliche und offene Art genießt sie das Vertrauen der Kinder. Sie erkennt schnell die Schwierigkeiten der Kinder und führt sie spielerisch zu eigenen Lösungsmöglichkeiten und zu selbständigem Arbeiten. Darüber hinaus nimmt sie sich Zeit für die Sorgen und Nöte der Kinder und respektiert deren individuelle Persönlichkeit. Die Kinder lernen bei ihr, konsequent an einer Sache zu bleiben und die Aufgaben systematisch zu Ende zu führen. Für sie ist diese Betreuungsarbeit der Kinder kein „Kinderspiel“, sondern mitunter sehr anstrengend. Dennoch sind es die vielen Erfolgserlebnisse, die sie freuen und zum Weitermachen bewegen.
Margarethe Luther
leitet seit Januar 1996 den Seniorenverein „Club der Eichhölzer“ im Inseltreff in der Watzmannstraße. Jeden Donnerstag gibt es für Seniorinnen und Senioren Kaffee und Kuchen und ein abwechslungsreiches Programm. Sie gestaltet das Programm oftmals selbst und sucht passende Themen aus. Dabei legt sie viel Wert auf das persönliche Gespräch. Die Clubmitglieder schätzen diese Art des aktiven Mitmachens sehr.
Außerdem organisiert Luther jährlich mit ihren Gästen mehrere Halb- und Tagesausflüge, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Sie trägt überdies die Verantwortung für die Kassenführung des Clubs und achtet sehr auf vernünftiges Geldausgeben.
Sie ist eine sehr rührige und tatkräftige Frau, die sich mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis für die ältere Generation und für den Club engagiert.
Erika Richter
Seit 1983 ist Erika Richter Mitglied im Ortsverband des Deutschen Hausfrauen-Bundes in Sindelfingen. Seit 2003 ist sie im Vorstand des DHB als Beisitzerin tätig. Sie hilft bei der Gestaltung der Halbjahresprogramme und bei allen Veranstaltungen mit, wie den Aktionstagen der Verbraucherinformation des DHB Sindelfingen. Die Vorbereitungen zu den jeweiligen Veranstaltungen sind für Richter mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden.
Alle Veranstaltungen des DHB sind öffentlich und haben eine große Außenwirkung. Dies gilt für Vorträge ebenso wie für Ausflüge und Besichtigungen. Sie organisiert all’ dies mit großer Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Umsicht.
Ein weiteres ehrenamtliches Betätigungsfeld von Erika Richter ist das Krankenhaus Sindelfingen. Dort engagiert sie sich seit November 1998 als freiwillige Helferin. Zwei bis drei Mal wöchentlich ist sie dort jeweils bis zu sieben Stunden im Einsatz. Manchmal, wenn es die Situation erfordert, bleibt sie auch länger bei den Patienten. Hilfe am Nächsten ist für Frau Richter eine Selbstverständlichkeit.
Nicole und Günther Schildknecht
bringen sich in außergewöhnlicher Weise beim Verein für Körperbehinderte ein: Seit rund 10 Jahren leiten sie dort gemeinsam die Samstagsbetreuung, die bei den behinderten Menschen sehr beliebt ist. Die Samstagsbetreuung ist eine wichtige Einrichtung, bedeutet sie doch eine Entlastung für die Angehörigen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ein Familienmitglied mehr oder weniger rund um die Uhr Unterstützung und Hilfe benötigt.
Insofern sind viele Angehörige dem Ehepaar Schildknecht sehr dankbar für ihren Einsatz. Aber auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen begeistert am interessanten Programm der Schildknechts teil. Es ist immer so angelegt, dass das Gespräch untereinander nicht zu kurz kommt.
Jährlicher Programmhöhepunkt ist die Sommer-Übernachtungsfreizeit, die vom Ehepaar Schildknecht immer hervorragend vorbereitet wird. Dabei wird an alle notwendigen Vorkehrungen für die, zum Teil schwer und mehrfach behinderten, Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen gedacht.
Es gibt auch ein Sommerfest, das das Ehepaar Schildknecht regelmäßig organisiert, und das aus dem Jahresablauf nicht mehr wegzudenken ist.
Zu den besonderen Stärken von Nicole und Günther Schildknecht gehören insbesondere die Praxisanleitung und die Förderung der Betreuerinnen und Betreuer sowie die Anleitung von Praktikanten.
Gertrud Weber
kommt ursprünglich aus der Kinderkirchenarbeit der Katholischen Kirchengemeinde Dreifaltigkeit. Dort ist sie schon seit über 27 Jahren tätig. Parallel dazu betreut sie die Erstkommunionskinder. Zwei Wahlperioden lang war sie Mitglied im Kirchengemeinderat und in diversen Ausschüssen.
Auch als Lektorin und Vertretung der Mesnerin steht Weber zur Verfügung. Sie führt Besuchsdienste im Altenpflegeheim durch und organisiert seit vielen Jahren den Aufbau des Messestandes beim Weihnachtsbasar. Sie ist gewissermaßen eine „Perle “ im Sozialbereich der Gemeinde Dreifaltigkeit. Dabei sind es nicht die spektakulären Auftritte, die sie auszeichnen, sondern ihr gewissenhaftes und zuverlässiges Engagement im Stillen. Trotz ihres enormen Arbeitseinsatzes erlebt man Gertrud Weber bewundernswert ausgeglichen und freundlich.
Neben ihrer Arbeit in der Kirchengemeinde war sie fast 15 Jahre in der Hausaufgabenbetreuung tätig. Ein weiteres ehrenamtliches Betätigungsfeld ist ihre Mitgliedschaft beim Deutschen Roten Kreuz, wo sie seit 25 Jahren die Blutspendeaktionen unterstützt.
Eberhardt Werz
ist Mitglied der Katholischen Gesamtkirchengemeinde. Sein soziales Engagement für die Stadt Sindelfingen ist äußerst umfangreich. In seiner Zeit als Verwaltungsdirektor des städtischen Krankenhauses setzte er sich sehr für den Bau einer Krankenhauskapelle ein. Außerdem unterstützte er in dieser Funktion ehrenamtlich eine Partnerschaft mit dem Rubaga-Hospital in Kampala, Uganda.
Noch heute ist er Vorsitzender des gemeinnützigen Fördervereins. Seit 1978 ist Werz Kommunionshelfer, seit 1994 ist er mit der Leitung des sonntäglichen Wortgottesdienstes beauftragt.
Seit über 25 Jahren ist er im Kirchengemeinderat der St. Josephsgemeinde aktiv. Von 1983 bis 1991 war er zweiter Vorsitzender dieses Gremiums. Er war maßgeblich an der Errichtung des ökumenischen Gemeindezentrums St. Franziskus im Hinterweil beteiligt, und gehörte lange Jahre zu den Hauptorganisatoren des Hinterweiler Stadtteilfestes.
1990 initiierte er die Partnerschaft mit der Katholischen Kirchengemeinde Mater Dolorosa unserer Partnerstadt Torgau. Darüber hinaus war er in der Ökumenischen Sozialstation lange Zeit Mitglied der Gesellschafterversammlung. Seit letztem Jahr ist er im Aufsichtsrat tätig.
Seine große Erfahrung im Bereich von Pflege und Gesundheitswesen macht ihn zu einem geschätzten Ratgeber. So war er beratend tätig beim Verkauf des Hauses Sommerhofen. Ebenso fungierte er als Berater bei der Umstrukturierung der Goldberg-Seniorenakademie sowie bei der Zusammenlegung der beiden Kirchengemeinden St. Paulus und St. Joseph.
Seit 2005 ist Werz 2. Vorsitzender der katholischen Gesamtkirchengemeinde.
In dieser Funktion ist er sehr bestrebt, das soziale Leben der Stadt christlich zu gestalten. Dabei setzt er sich mit seinem großen Erfahrungsschatz ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit ein. Sein Engagement basiert dabei auf klaren christlichen Grundsätzen. Für sein über drei Jahrzehnte dauerndes außergewöhnliches Engagement wurde Werz von der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ende 2007 die Martinusmedaille verliehen.
Doris Decker
ist seit vielen Jahren in vielfältiger Weise in der Evangelischen Martinskirchengemeinde engagiert. Seit 1983 ist sie ununterbrochen Mitglied des Kirchengemeinderats und damit in der Leitung der Gemeinde tätig.
Im November des vergangenen Jahres ist sie nach 24-jähriger Tätigkeit aus dem Kirchengemeinderat ausgeschieden. Als Kirchengemeinderätin war Decker insbesondere bei der Gestaltung von Gottesdiensten, der Organisation und Durchführung von Gemeindefesten und dem jährlichen Martinsritt tätig.
Als musikalisch begabter und interessierter Mensch ist sie Mitglied der „cappela nuova“, einem der Chöre an der Martinskirche. Sie war und ist an vielen konzertanten wie gottesdienstlichen Aufführungen beteiligt und engagiert sich für die kirchenmusikalische Arbeit in Sindelfingen.
Als Kirchengemeinderätin der Martinskirchengemeinde war Doris Decker zugleich Mitglied des Gesamtkirchengemeinderats der Evangelischen Martinskirchengemeinde. Hier engagierte sie sich im Ausschuss „Eichholzer Täle“. Sie hat ihr ehrenamtliches Engagement über diesen langen Zeitraum immer mit großer Kompetenz und Zuverlässigkeit ausgeübt.
