Großer Ansturm bei der ersten „Reise durch den Rathausdschungel“
Vergangene Woche startete die erste Reise für Kinder durch den Rathausdschungel. Rund 400 Kinder aus 16 Klassen der 4. bis 6. Klassenstufe aller Schularten zogen ausgerüstet mit einem speziellen „Reisepass“ durch das Rathaus, um die verschiedenen Ämter der Stadt Sindelfingen näher kennenzulernen. Auf ihrer Reise durch den Rathausdschungel wurden sie von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderbüros und des Spielmobils begrüßt, die die Organisation dieses Projektes übernommen hatten. Die Schülerinnen und Schüler starteten im großen Sitzungssaal, wo sie einen bilderreichen Überblick über die Zusammensetzung und Aufgaben des Gemeinderates und der Stadtverwaltung erhielten.
Mit ganz besonderer Spannung wurde von den Schülerinnen und Schüler der anschließende Besuch bei Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer erwartet. Dort konnten sie einmal auf dem Chefsessel Platz nehmen, die Amtskette begutachten und viele Fragen stellen. Danach zogen die Klassen in Kleingruppen auf fünf verschiedenfarbigen Routen durch das Rathaus und durften bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Tür mit dem Zeichen des Rathausdschungels ausgestattet war, einmal hinter die Kulissen schauen. So konnten sie ihr Passfoto beim Servicepunkt selbst in ihrem „Reisepass“ befestigen oder sich das Trauzimmer ansehen. Bei der Stelle für Ausländerangelegenheiten und dem Integrationsbeauftragten erfuhren sie, welche und wie viele Nationalitäten in Sindelfingen vertreten sind.
Beim Amt für soziale Dienste lernten sie die Berechtigungskarte mit ihren Vergünstigungen sowie die Möglichkeiten, eine Wohnung vermittelt zu bekommen, kennen. Dort konnten sie sich auch mit einem der Organisatoren über die Aktion „Gute Fee“ austauschen und ihre Anregungen zu den Einrichtungen für Kinder und Jugendliche loswerden. Das Angebot der Kitas und des Frohen Alters bekamen sie ebenfalls vorgestellt. Viel Zeit für die Anliegen der Kinder zu den baulichen Maßnahmen der Stadt Sindelfingen nahm sich auch Baubürgermeister Johannes Mescher und stand ihnen Rede und Antwort. Im Bereich des Bauamtes wurde es dann auch sehr praktisch, denn die Schülerinnen und Schüler konnten beim Vermessungsamt sogleich mit der Vermessung einer Fläche starten.
Im 7. Stock des Rathausgebäudes wurden sie beim Straßen- und Brückenbau über die aktuellen Baumaßnahmen an Sindelfinger Straßen informiert und beim Amt für Gebäudewirtschaft erfuhren sie, wieviel Quadratmeter Fläche täglich an den Schulen gereinigt werden müssen. Fragen zu den Schulen, zur Busbeförderung und zu zusätzlichen Nachmittagsbetreuungsangeboten konnten sie dann bei der Schulverwaltung stellen. Und auch der Zuständigkeitsbereich des Sport- und Bäderamtes stieß auf großes Interesse bei den Kindern. Tief unten im Keller des Rathauses wurde die Sindelfinger Geschichte lebendig als die Schülerinnen und Schüler alte Stadtdokumente bei einem Suchspiel entdecken konnten. Geheimnisvoll war sicher auch der große Serverraum, zu dem die EDV der Stadt Sindelfingen die Türen öffnete. „Jugend forscht“ war auch das Thema im Büro des Oberbürgermeisters, wo die Kinder in einem Quiz ihr Wissen unter Beweis stellen konnten. Beim Justitiariat wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmer die neue Spielplatzordnung, die 2007 in Kraft getreten ist, erläutert. Konkrete Fragen zur Spielplatzgestaltung konnten sie dann beim Regiebetrieb Stadtgrün stellen. Ihre Anliegen konnten die Schülerinnen und Schüler auch bei den vier Kinder- und Jugendbeauftragten der Fraktionen im Gemeinderat loswerden und erzählen, was ihnen in Sindelfingen gefällt, was sie stört und welche Anregungen sie haben. Auch über die Ortsteile Maichingen und Darmsheim konnten die Kinder Neues erfahren.
Die erste „Reise durch den Rathausdschungel“ bot den teilnehmenden Kindern viele neue und unerwartete Eindrücke von der vielfältigen Arbeit der Verwaltung. Und auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung war der Besuch der Kinder sehr bereichernd, da sie die Sichtweisen und Interessen der Kinder einmal aus erster Hand erfahren konnten.
