Durchforstungsmaßnahmen im Löchetal zur Verkehrssicherung von Leitungstrassen ab 18. Februar

Das Amt für Grün und Umwelt der Stadt Sindelfingen informiert, dass ab 18. Februar im Löchletal primär unter der Hochspannungsleitung Durchforstungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Diese können zu zeitweiligen Behinderungen der Zufahrten zum Sportgelände Eichelberg und zur Kleingartenanlage Molte führen.

Die Maßnahmen sind zur Freistellung der Hochspannungsleitungen und damit zur Verkehrssicherung der Leitungstrasse zwingend erforderlich.
 
Außerdem sind die Durchforstungsmaßnahmen notwendig, damit die mageren und trockenen Hänge im Löchletal offengehalten werden. Diese blüten- und insektenreichen Halbtrockenrasenflächen sind ein besonderes landschaftliches Merkmal und bieten seltenen, wärmeliebenden Tier- und Pflanzenarten, wie zum Beispiel Orchideen, Küchenschelle und Schmetterlingen, die Möglichkeit, sich weiter auszubreiten. Für den Erhalt bzw. die Entwicklung der Artenvielfalt ist eine intensive Sonneneinstrahlung auf die Böden wichtig. Diese wird durch den Baumbestand, der sich über die Jahre entwickelt hat, verhindert.
Die Halbtrockenrasen im Löchletal haben eine wichtige ökologische Funktion. Es handelt sich hier um ein Landschaftsschutzgebiet mit vielen Biotopflächen und schützenswerten Naturdenkmalen. Zudem gehört die Fläche zur Kernfläche des baden-württembergischen Biotopverbunds.
 
In früheren Zeiten waren die Wanderschäfer auf dem Durchzug ein vertrautes Bild in Darmsheim. Ihre Schafherden sorgten dafür, dass die Halbtrockenrasen auf natürlichem Weg freigehalten wurden. Nachdem die Wanderschäfer zunehmend weniger wurden, konnten sich auf den ehemals offenen Flächen Bäume ansiedeln. Deshalb erfolgte eine erste Freistellung der Flächen bereits in den 1990er Jahren. Heutzutage werden wieder Ziegen und Schafe eingesetzt, die dafür sorgen, dass diese typischen und schützenswerten Landschaften erhalten bleiben.

(Erstellt am 08. Februar 2019)