Drei Veranstaltungen rund um die Ausstellung „Tyrannisch und fürchterlich gehaußet“ im Stadtmuseum Sindelfingen

Rund um die Ausstellung „Tyrannisch und fürchterlich gehaußet“ finden im Stadtmuseum Sindelfingen verschiedene Veranstaltungen statt. 

Ausstellungsrundgang am 17. Februar: „Die Chronik des Stadtschreibers Wilhelm Löher und seine Beschreibungen des 30-jährigen Krieges“
 
Die Sonderausstellung „Tyrannisch und fürchterlich gehaußet“ im Stadtmuseum widmet sich einem der bedrückendsten Kapitel der Sindelfinger Stadtgeschichte, das bislang in der Öffentlichkeit kaum thematisiert wurde – dem 30-jährigen Krieg (1618-1648). Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die im Archiv befindliche Stadtchronik des Stadtschreibers Johann Wilhelm Löher. Dieser lebte ab 1623 in Sindelfingen und berichtete daher auch aus eigener Anschauung von den Kriegsjahren. Historiker Michael Weber führt durch die Ausstellung.
 
Ausstellungsrundgang mit Historiker Michael Weber: Die Chronik des Wilhelm Löher und seine Beschreibungen des Krieges.
Am Sonntag, den 17. Februar um 15.00 Uhr
Im Stadtmuseum Sindelfingen, Lange Straße 13, Sindelfingen
Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 
 
Lesung mit Kulturamtsleiter Horst Zecha: „Tauchen Sie ein in die Zeit des 30-jährigen Krieges mit Daniel Kehlmanns Roman „Tyll““
 
Im Rahmen der Ausstellung „Tyrannisch und fürchterlich gehaußet“ berichtet Stadtschreiber Löher aus dem 30-jährigen Krieg. Der Autor Daniel Kehlmann versetzt in seinem erfolgreichen Roman „Tyll“ die Figur des Eulenspiegels in die Zeit des 30-jährigen Krieges und schafft ein buntes Sittengemälde dieser Zeit – mit samt all ihren seelischen Verwüstungen durch Krieg und Gewalterfahrung. Der Leiter des Amtes für Kultur, Horst Zecha, liest Auszüge aus dem „Tyll“.
 
Lesung mit Horst Zecha: „Tauchen Sie ein in die Zeit des 30-jährigen Krieges mit Daniel Kehlmanns Roman „Tyll““
Am Donnerstag, den 21. Februar um 18:00 Uhr
Im Stadtmuseum Sindelfingen, Lange Straße 13, Sindelfingen
Die Lesung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 
 
Die Verarbeitung von Gewalterfahrungen im barocken Kirchenlied mit Prof. Bernhard Leube: „…und der Menschen Herzen wend`t, dass der Krieg gewinnt ein End!“.
 
Im Rahmen der Ausstellung „Tyrannisch und fürchterlich gehaußet“ im Stadtmuseum Sindelfingen berichtet Stadtschreiber Löher aus dem 30-jährigen Krieg. Lieder von Paul Gerhardt und anderen Dichtern aus der Zeit des 30jährigen Krieges versuchen, die verheerenden Kriegserfahrungen durchzuarbeiten, die das Lebensgefühl des 17. Jahrhunderts prägen wie nichts sonst. Die genaue Betrachtung und das gemeinsame Singen von Liedern, auch solchen, die nicht im Gesangbuch stehen, münden an diesem Abend in die Frage, wie Krieg und Gewalt im zeitgenössischen geistlichen Lied aufgenommen werden.
Eine Veranstaltung mit Prof. Bernhard Leube, Pfarrer im Amt für Kirchenmusik in Stuttgart und Hymnologie-Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen.
 
Die Verarbeitung von Gewalterfahrungen im barocken Kirchenlied mit Prof. Bernhard Leube: „…und der Menschen Herzen wend`t, dass der Krieg gewinnt ein End!“.
Am Montag, den 25. Februar um 19:30 Uhr
Im Stiftshof der Evangelischen Kirche, Stiftstr. 4, Sindelfingen
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Chronik des Stadtschreibers Wilhelm Löher
(Erstellt am 31. Januar 2019)