7.500 Sindelfinger Haushalte werden zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt

Verkehrsbefragung in Sindelfingen 2019

Sindelfingen ist eine von 120 Städten, die 2019 an dem Forschungsprojekt „Mobilität in Städten“ der TU Dresden teilnehmen. Insgesamt 7.500 Sindelfinger Haushalte sind aufgerufen sich zu beteiligen und über ihr Mobilitätsverhalten zu berichten. Ziel ist es, die Basis für eine noch bedarfsgerechtere Verkehrsplanung zu erhalten.

Mit Beginn des Jahres 2019 startet die Technische Universität Dresden mit Unterstützung der Stadt Sindelfingen eine Haushaltsbefragung zur alltäglichen Mobilität der Bevölkerung in Sindelfingen. Die Untersuchung ist Teil des Forschungsprojektes „Mobilität in Städten – SrV 2018/19“, das in mehr als 120 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich läuft. Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse und Grunddaten für die örtliche und regionale Verkehrsplanung.

Die insgesamt 7.500 stichprobenartig ermittelten Haushalte aus Sindelfingen werden je nach Wunsch telefonisch oder online zur Verkehrsmittelnutzung im Alltag und den zurückgelegten Entfernungen befragt. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell sehr unterschiedlich sein können, wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt.
Die Befragung beginnt im Januar 2019 und läuft über zwölf Monate. Die ausgewählten Haushalte erhalten ein Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung informiert und um ihre Mitwirkung bittet. Die Teilnahme an der Erhebung ist freiwillig. Mit der Durchführung der Erhebung hat die TU Dresden das Leipziger Institut Omnitrend GmbH beauftragt. Dort werden alle Daten erfasst, anonymisiert und zur Auswertung an die TU Dresden übergeben. Die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes ist dabei jederzeit gewährleistet.

Stadtverwaltung Sindelfingen und TU Dresden bitten alle ausgewählten Haushalte, sich an der Befragung zu beteiligen. Jeder Haushalt steht stellvertretend für einen Teil der gesamten Bevölkerung und wird deshalb gebraucht. Baubürgermeisterin Dr. Corinna Clemens verdeutlicht, dass „nur durch die aktive Mitwirkung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger die notwendigen Grundlagendaten gewonnen werden können, die für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich sind. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Teilnahme an der Befragung.“. Auch Personen, die nur selten unterwegs sind, werden zur Mitwirkung aufgerufen, da das Verkehrsverhalten der gesamten Wohnbevölkerung in all seinen Ausprägungen erfasst werden soll.

Die anonymisierte Auswertung der erhobenen Daten liefert ein aktuelles Bild der stadt- bzw. gemeindespezifischen Verkehrsentwicklung. Sie wird ergänzt durch den Vergleich mit Städten bzw. Gemeinden ähnlicher Größenordnung. Die Gesamtstichprobe des Projekts von mehr als 150.000 Personen erlaubt darüber hinaus die Analyse stadtübergreifender Trends, die von der Verkehrsplanung zu berücksichtigen sind. Hierzu gehört beispielsweise auch die allgemeine Nutzung von Carsharing-Angeboten und Elektrofahrrädern. 

Das als „System repräsentativer Verkehrsbefragungen“ (SrV) konzipierte Forschungsprojekt wurde an der TU Dresden bereits 1972 begründet. Durch die regelmäßige Wiederholung der Untersuchung im Abstand von fünf Jahren liegen Erkenntnisse zur Verkehrsentwicklung über einen Zeithorizont von mehr als 40 Jahren vor. Sie zeigen unter anderem, dass Mobilität und Verkehr stadt- und gemeindespezifisch große Unterschiede aufweisen können. Umso wichtiger ist es, die örtliche Verkehrsplanung durch regelmäßige Aktualisierung der Datengrundlagen zu unterstützen.

Weiterführende Informationen sind unter http://tu-dresden.de/srv2018 zu finden. Für Rückfragen steht unter 0800 / 830 1 830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.