Information zu Eichenprozessionsspinnern im Stadtgebiet

Zurzeit sind im Stadtgebiet vermehrt die Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) zu beobachten. Diese sind auf der Suche nach geeigneten Nahrungs- und Nistplätzen, bevor sie sich in den typischen Gespinnstnestern verpuppen. Dazu wandern sie in langen Ketten auf dem Boden, dem Bereich der unteren Stämme und den Astansätzen.

Die heranwachsenden Raupen des EPS bilden sehr feine Brennhaare aus. Die Brennhaare brechen leicht bei Berührung und der darin befindliche Giftstoff wird freigesetzt. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, die haarigen Raupen anzufassen. Ein direkter Kontakt mit den Raupen oder Gespinnstnestern kann bei Menschen zu starkem Juckreiz, Reizungen der Bindehaut oder der Atemwege führen. Im Einzelfall können allergische Reaktionen ausgelöst werden.
 
Anfang Mai 2019 fanden auf städtischen Grundstücken im Stadtgebiet prophylaktische Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners statt. Hierbei wurden gezielt Problemstellen behandelt. Dennoch wurde die Entwicklung der Raupen dieses Frühjahr klimatisch stark begünstigt.
 
Die Entfernung der Raupen bzw. Gespinnstnester geschieht nun durch Absaugen mit Spezialsaugern bzw. durch Abflammen. Diese Maßnahmen werden vom städtischen Grünpflegebetrieb vornehmlich in stark frequentierten städtischen Anlagen wie Schulen, KiTas, Spielplätzen oder anderen öffentlichen Einrichtungen durchgeführt. Im übrigen Stadtgebiet werden die betroffenen Bäume mit Warnschildern versehen. Im Wald werden in der Regel keine Maßnahmen vorgenommen.
 
Auf Empfehlung des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz hin werden die Raupen derzeit nicht manuell entfernt. Das Ministerium empfiehlt die Raupen erst dann zu entfernen, wenn sie sich in den Gespinsten verpuppt haben. Durch diese Vorgehensweise würde ein möglichst großer Effekt bei der Beseitigung erzielt und die gesundheitliche Gefährdung der eingesetzten Mitarbeiter verringert.
 
Weitere Informationen finden sich unter www.fva-bw.de