Hundekot auf Streuobstwiesen

Hundekot, der auf Äckern, Wiesen und im Wald liegengelassen wird, kann zu Problemen führen und bei anderen Tieren und sogar beim Menschen Krankheiten auslösen. Das Liegenlassen kann mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden. Feldschütz kontrolliert vermehrt auf Streuobstwiesen.

Das Thema „Hundekot auf Streuobstwiesen“ ist gerade jetzt in der Erntezeit wieder top aktuell und wird vom Amt für Grün und Umwelt der Stadt Sindelfingen als Appell an die Bevölkerung aufgegriffen.
 
Nach § 44, Absatz 2 des Naturschutzgesetzes Baden-Württemberg dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen während der Nutzzeit nur auf Wegen betreten werden. Als Nutzzeit gilt die Zeit zwischen Saat oder Bestellung und Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses und der Beweidung. Sonderkulturen, insbesondere Flächen, die dem Garten-, Obst- und Weinbau dienen, dürfen nur auf Wegen betreten werden. Diese Regelung gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für mitgeführte Hunde.
Darüber hinaus ist in Absatz 4 geregelt, dass jeder, der die freie Landschaft betritt, verpflichtet ist, von ihm abgelegte Gegenstände und Abfälle wieder an sich zu nehmen und zu entfernen. Dies gilt auch für Hundekot. Das Amt für Grün und Umwelt empfiehlt, zur Beseitigung geeignete Beutel mitzuführen und sowohl Kot als auch Beutel ordnungsgemäß zu entsorgen. Beutel, die am Wegrand oder im Gebüsch deponiert werden, verrotten nur sehr langsam und sind eine Belastung für die Umwelt. 
Laut Naturschutzgesetz werden Verstöße mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet. Der städtische Feldschütz wird die Streuobstwiesen in den kommenden Wochen verstärkt kontrollieren.
 
Beim Auflesen des Obstes in Hundekot zu greifen, ist unappetitlich und unhygienisch. Hundekot auf Äckern, Wiesen und im Wald kann zu Problemen führen. Viehfutter, in das Hunde gekotet haben, wird vom Vieh nicht mehr gefressen. Im Hundekot können außerdem Parasiten und Erreger enthalten sein, die Krankheiten bei anderen Tieren oder sogar beim Menschen auslösen können. Unsere Wochenmärkte bieten ein vielfältiges Angebot an regionalen und heimischen Produkten und danken es, wenn ein Hund seine Notdurft nicht auf Flächen mit Nahrungsmitteln verrichtet.
 
Weitere Informationen zum Thema Hund finden Sie auch unter www.sindelfingen/hunde.
 

(Erstellt am 08. Oktober 2019)