Sindelfinger KiTas nehmen ab 29. Juni Regelbetrieb unter Auflagen auf

Mit Anpassung der Rechtsgrundlage des Landes können die Sindelfinger KiTas ab dem 29. Juni einen Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen aufnehmen. Grundlage für die Umsetzung ist ein entsprechendes Konzept des baden-württembergischen Kultusministeriums.

Nach Notbetreuung, erweiterter Notbetreuung und eingeschränktem Regelbetrieb ist der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen die vierte Phase bei der schrittweisen Öffnung der Kindertageseinrichtungen. Für diese vierte Phase hat das Kultusministerium am 16. Juni ein Konzept vorgelegt, das die Stadt Sindelfingen zügig umgesetzt hat. Damit können die Sindelfinger KiTas den Regelbetrieb ab Montag, den 29. Juni, unter Auflagen aufnehmen, die Notbetreuung entfällt damit. Eltern müssen vorab schriftlich erklären, dass ihre Kinder gesund sind und keine Anzeichen einer Covid-19-Erkrankung zeigen.
 
„Mein Dank für die intensiven und guten Vorbereitungen gebührt den Kolleginnen und Kollegen, die mit enormem Engagement die Öffnung vorbereitet haben. Der Aufwand hat sich gelohnt: Denn so können wir direkt ab dem kommenden Montag den Regelbetrieb unter Auflagen aufnehmen – ab dem ersten Tag, an dem das rechtlich zulässig ist. Die Kolleginnen und Kollegen waren stark gefordert in der Zeit der starken Einschränkungen und freuen sich jetzt auf einen weiteren großen Schritt in Richtung Normalität. Ich freue mich ebenfalls mit den Kindern und Familien, die die vollständige Öffnung schon lange ersehnt haben,“ so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer.
 
Kerstin Schmenger, Vorstandsvorsitzende des Gesamtelternbeirats der städtischen Kindertagesstätten in Sindelfingen, ergänzt: „Das sind sehr gute Nachrichten. Von Elternschaft und Kindern haben wir angesichts der Doppelbelastung zuletzt eine verstärkte Anspannung wahrnehmen können: Homeoffice, Kinderbetreuung und Homeschooling – das bringt Mütter und Väter und insbesondere Alleinerziehende an ihre Belastungsgrenzen. Hinzu kamen die Unsicherheiten, wie es mit der Betreuung weitergeht. Hier haben die Eltern jetzt eine Perspektive. Wir atmen auf und freuen uns, dass die Stadt das Konzept des Kultusministeriums so zügig umgesetzt hat und mit dem ersten möglichen Tag in den Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen startet.“   
 
Mit Aufnahme des Regelbetriebs unter Auflagen werden die Kinder wieder in den Gruppen betreut, die sie bereits vor der Schließung der KiTas besucht haben, auch können die KiTas ab Juli wieder neue Kinder aufnehmen und eingewöhnen.
 
„Aus Gründen des Infektionsschutzes sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KiTas dafür, dass sich die Betreuungsgruppen nicht durchmischen, zum Beispiel, indem sie in getrennten Räumen betreut werden und zeitversetzt essen oder draußen spielen. Auf diese Maßnahmen wird auch deshalb besonders Rücksicht genommen, weil eine Abstandsregel für die Kinder in den KiTas entfällt,“ sagt Roland Narr, einer der beiden operativen Leiter des Krisenstabs. „Bevor die Eltern ihre Kinder in die KiTa bringen, müssen sie außerdem bestätigen, dass ihr Kind gesund ist und in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einem Covid-19-Fall hatte. Das Formular und alle weiteren Informationen zum Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen haben wir den Eltern bereits zugesendet.“
 
Weil einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Risikogruppe zählen, kann das Personal nicht in allen Einrichtungen vollumfänglich zur Verfügung stehen. „Wir müssen diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter natürlich besonders schützen – gleichzeitig haben wir im laufenden Betrieb einen erhöhten Betreuungsbedarf. Um die Ausfälle zu begrenzen, stellen wir gezielt pädagogische Aushilfskräfte ein. An einigen Standorten müssen wir jedoch zunächst Öffnungszeiten verkürzen, indem wir Randzeiten reduzieren,“ ergänzt Andrea Ragnit, Leiterin der Abteilung Kinderbetreuung im Amt für Bildung und Betreuung.
 
24 Einrichtungen können die regulären Öffnungszeiten anbieten, 11 Einrichtungen können nach Kürzung der Randzeiten für alle Gruppen eine Betreuung anbieten. Über die Anpassung der Betreuungszeiten wurden die Eltern informiert.
 
 
Eine Zusammenstellung aktueller Informationen ist auf der städtischen Webseite unter www.sindelfingen.de/corona zu finden. Auf www.sindelfingenhaeltzusammen.de werden verschiedene Angebote und Initiativen vorgestellt.
 
Die Corona-Verordnung des Landes finden Sie auf der Webseite der Landesregierung www.baden-wuerttemberg.de
 
Die Stadt Sindelfingen hat eine Hotline eingerichtet, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr allgemeine Fragen zum Thema Corona in Sindelfingen beantworten. Sie ist erreichbar unter folgenden drei Nummern: 07031 / 94-611 oder 94-621.
 
Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an die Corona-Hotline des Landkreises Böblingen. Sie ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 07031 / 663 3500 erreichbar.
 
In Sindelfingen ist die Zentrale Corona-Ambulanz in Betrieb gegangen. Sie ist von Montag bis Sonntag, an 7 Tagen die Woche, geöffnet. Die Terminvergabe erfolgt über den Hausarzt bzw. am Wochenende über den Notfalldienst. An Wochenenden, wenn die Hausärzte telefonisch nicht erreichbar sind, wenden sich die Patienten an die Notfallpraxen in den Krankenhäusern bzw. die Nummer 116 117. Von dort kann ebenfalls die Weiterleitung an die Corona-Ambulanz erfolgen.
 
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten
-     des Landratsamts Böblingen - www.lrabb.de
-     des Robert Koch Instituts - www.rki.de/covid-19
-     des Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg - www.gesundheitsamt-bw.de
-     des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg -
www.sozialministerium.baden-wuerttemberg.de
-     des Bundesministeriums für Gesundheit - www.zusammengegencorona.de
-     der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung -
www.infektionsschutz.de/coronavirus/