PCR-Pooltests an Sindelfinger Schulen: Pilotphase gestartet

An ersten Sindelfinger Schulen, darunter das Goldberg-Gymnasium, ist eine Pilotphase mit sogenannten PCR-Pooltestungen gestartet: statt der bisherigen Schnelltests werden diese „Sammel-Tests“ zweimal wöchentlich durchgeführt – das Testverfahren wird durch gruppenweise Testung vereinfacht, das Testergebnis aus der Laboruntersuchung ist zudem genauer.

Foto (v.l.n.r.): Rainer Just, einer der operativen Leiter des Krisenstabs, Dr. Veronika Knüppel, Schulleiterin des Goldberg-Gymnasiums und Peter Neumann, Mitarbeiter des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz vor dem Goldberg-Gymnasium.

„Die regelmäßigen Testungen für Schülerinnen und Schüler sind ein zentraler Baustein, um das Infektionsgeschehen in unseren Schulen niedrig zu halten und Präsenzunterricht dauerhaft zu ermöglichen. In ersten Sindelfinger Schulen ist nun eine Pilotphase gestartet, bei der statt der bisherigen Schnelltests sogenannte PCR-Pooltests zum Einsatz kommen – zweimal die Woche und mit reduziertem Zeitaufwand für Schüler wie Lehrer,“ so Rainer Just, einer der operativen Leiter des Krisenstabs.

Im Zuge der Pooltests werden an den Schulen jeden Montag- und Donnerstagvormittag Gruppen von jeweils bis zu 20 Personen getestet, für die Probenentnahme müssen die Schülerinnen und Schüler lediglich an einem Wattestäbchen lutschen. Der „Proben-Pool“ wird anschließend ins Labor für eine PCR-Untersuchung gegeben, das heißt für die Gruppe ist nur eine einzige Analyse notwendig. Das Ergebnis gibt es nach wenigen Stunden noch am selben Tag. „Nur wenn ein Pool positiv ist, müssen Schülerinnen und Schüler nochmal einzeln getestet werden. Dabei sind die Tests durch die Laboruntersuchung genauer als die Schnelltests und können Infektionen früher erkennen. Das Risiko von falsch-negativen Tests ist zudem reduziert, die etwa dann auftreten können, wenn ein Nasenabstrich nicht korrekt durchgeführt wird“, so Just weiter. „Die Rückmeldungen aus den Pilotschulen sind bisher sehr positiv, sie schätzen das einfache und gleichzeitig genauere Verfahren.“

Das Goldberg-Gymnasium gehört zu den Schulen, an denen die Pilotphase bereits seit dem 27. September läuft: „Das Pooltest-Verfahren ist sehr einfach in der Handhabung und spart täglich nochmal ein gutes Stück Zeit: die Schülerinnen und Schüler bekommen ihr Teststäbchen, lutschen einige Sekunden daran und geben ihre Probe ab, nach wenigen Minuten kann der Unterricht starten. Die PCR-Tests müssen wir zudem nur zweimal wöchentlich durchführen – anders als bei den Schnelltest, bei denen drei Tests pro Woche vorgesehen sind. Um das Verfahren noch weiter zu vereinfachen, planen wir im nächsten Schritt den Einsatz einer unterstützenden Software,“ so Schulleiterin Dr. Veronika Knüppel. „Wir stellen im Übrigen auch noch einen ganz alltäglichen, positiven Effekt fest: Im Vergleich zu den Schnelltests entsteht mit den Pool-Testkits deutlich weniger Verpackungsmüll.“

Auch am Stiftsgymnasium eine Pilotphase am 27. September gestartet, am 4. Oktober kamen drei Sindelfinger Grundschulen hinzu. Ein weiterer Rollout ist über die kommenden Wochen geplant.

Anhang:
Foto (v.l.n.r.): Rainer Just, einer der operativen Leiter des Krisenstabs, Dr. Veronika Knüppel, Schulleiterin des Goldberg-Gymnasiums und Peter Neumann, Mitarbeiter des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz vor dem Goldberg-Gymnasium.

(Erstellt am 07. Oktober 2021)