Auszeichnung 69. Europäischer Wettbewerb

Landrat Roland Bernhard und Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer gratulieren 102 Schülerinnen und Schülern

Auch in diesem Jahr hat wieder eine große Zahl von Schülerinnen und Schülern aus dem Landkreis Böblingen erfolgreich am Europäischen Wettbewerb teilgenommen. Landrat Roland Bernhard und Sindelfingens Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer ehrten die Preisträgerinnen und Preisträgern persönlich.
 
Zwei Schulen sind dabei besonders stark vertreten. Vier von fünf ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern kommen entweder vom Goldberg-Gymnasium oder vom Stiftsgymnasium.
Insgesamt wurden 57 Ortspreise, 17 Landespreise, 15 Bundespreisnominierungen und 5 Bundespreise verliehen. Mit Bundespreisen wurden ausgezeichnet: Hodahm Choi, Jonas Böhme und Kassandra Bouikidis vom Goldberg-Gymnasium, Julius Hildebrandt vom Stiftsgymnasium und Frida Krippl-Stojic von der Grundschule Warmbronn.
 
„Unsere Schülerinnen und Schüler haben wieder einmal bewiesen, dass wir uns im Landkreis Böblingen besonders stark für Europa begeistern. Angesichts des schrecklichen Krieges in der Ukraine ist das europäische Miteinander wichtiger denn je. Nur gemeinsam kann Europa die globalen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen. Die Werke, die beim Europäischen Wettbewerb entstanden sind, zeigen spannende Ideen, wie eine nachhaltigere Zukunft gelingen kann. Auch nach dem Wettbewerb gilt: Wir alle sind gefragt, das Thema Nachhaltigkeit vor Ort und in Europa voranzutreiben. Ganz besonders freue ich mich, dass nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause die Preisverleihung wieder in Präsenz stattfinden kann“, betont Landrat Roland Bernhard.
 
Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer führte weiter aus: Ich freue mich sehr, dass wir nach zwei Pandemie-Jahren den diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinnern nun endlich wieder persönlich zu ihrer beeindruckenden Kreativität und ihrer Begeisterung für ein gemeinsames Europa gratulieren können. Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zeigen auf eindrückliche Weise: Nur ein geeintes Europa ist ein starkes Europa! Und auch das Thema Nachhaltigkeit spielt – unter anderem im Bereich der Energieerzeugung – eine immer wichtigere Rolle: Nicht nur, um unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden, sondern auch, um für zukünftige Generationen vorzusorgen. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind zentrale Zukunftsthemen, bei denen alle Europäerinnen und Europäer gemeinsam gefragt sind. Ich freue mich, dass sich die Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr wieder äußerst kreativ mit dem Thema auseinandergesetzt haben, und es freut mich umso mehr, dass auch in diesem Jahr wieder einige Bundespreise nach Sindelfingen gehen.“ 
 
Beim 69. Europäischen Wettbewerb hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Visionen, Ideen und Perspektiven für eine nachhaltigere Zukunft in Form von bildnerischen Werken, Texten, Videos und Musik zu verarbeiten. Unter dem Motto „Nächster Halt: Nachhaltigkeit“ machte Deutschlands ältester Schülerwettbewerb den Klima- und Umweltschutz zum Thema. So machten sich allein in Baden-Württemberg 13.287 Schülerinnen und Schüler darüber Gedanken, was Kinder an ihren Schulen konkret für den Umweltschutz tun können, was eine Landwirtschaft ausmacht, in der es Menschen, Tieren und Pflanzen gleichermaßen gut geht,  wie sich Nahrungsmittel und andere Produkte so produzieren lassen, dass möglichst wenig Ressourcen verbraucht werden und was wir in Zukunft in Europa anders machen sollten. Sie setzten diese in Bildern, Collagen, Plakatkampagnen, Videos, Poetry Slams, Gedichte oder auch Songs um. Die hohe Einsatzbereitschaft und die große Begeisterung ist insbesondere unter dem Aspekt bemerkenswert, dass der hohe Krankenstand, Quarantäneregelungen und Abstandsgebote im Schuljahr 2021/22 die Teilnahme am Wettbewerb erschwerten.
 
In 13 Aufgaben für unterschiedliche Klassenstufen beschäftigten sich die Teilnehmenden völlig frei mit dem ökologischen Fußabdruck. Die Grundschülerinnen und Grundschüler waren aufgerufen zu zeigen, wie z.B. in der Schule die Natur geschützt werden kann. Die älteren Teilnehmenden packten die großen Themen an und setzten sich u.a. mit Urban Gardening, Dinner for future und Greenwashing auseinander. Die Sonderaufgabe schließlich gab allen Altersstufen Raum zur kreativen Verarbeitung von Zukunftsvisionen für die Post-Pandemie-Zeit.