Ideen und Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes
Klimaschutz
Die Stadt Sindelfingen hat sich als Mitglied des Klimabündnisses Europäischer Städte dazu verpflichtet, ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen und den bereits eingeschlagenen Weg zum Schutz der Umwelt fortzusetzen, ist ein integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Sindelfingen erarbeitet und 2013 dem Gemeinderat vorgestellt worden.
Aktuelles
Als Stadt Sindelfingen stellen wir uns für die Zukunft auf und treiben die Energiewende für unsere Stadt engagiert voran. Der kommunale Wärmeplan und die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts sind wichtige Bausteine, um diesen Weg konsequent weiter zu gehen
Die Energie- und Treibhausgasbilanz für das Jahr 2019 der Stadt Sindelfingen zeigt, dass die Treibhausgas-Emissionen gegenüber dem Jahr 2009 gesunken sind. Um Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen, sind weitere Maßnahmen erforderlich. Ein Baustein ist die Reduzierung des Energiebedarfs im Bereich Wärmeversorgung durch die im kommunalen Wärmeplan vorgeschlagenen Maßnahmen. Zudem sollen durch die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts der Stadt weitere Handlungsfelder erschlossen werden.
Als Stadt stellen wir uns seit Jahren gemeinsam mit den Stadtwerken für die Zukunft auf und leisten unseren Beitrag zur Energiewende. Wir haben kontinuierlich Fernwärme und Photovoltaik ausgebaut und setzen auch auf Windkraft. Aktuell planen wir am Standort Dachsklinge eine Energiedrehscheibe mit Windkraft, Photovoltaik und einem Biomasseheizwerk – hier können perspektivisch bis zu 64.000 Tonnen CO2 eingespart werden.
Die Energie- und Treibhausgasbilanz für das Jahr 2019 zeigt, dass die Treibhausgas-Emissionen in den Bereichen private Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen, Industrie und kommunale Einrichtungen gegenüber 2009 gesunken sind. Auch wenn die Aussagekraft der Bilanz methodisch bedingt begrenzt ist, zeigt sie, dass wir auf einem guten Weg sind, gleichzeitig aber noch einiges zu tun ist für ein klimaneutrales Sindelfingen.
Um unser Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen, gilt es, auf Basis bestehender Erkenntnisse und Erfahrungen weitere Handlungsfelder zu erschließen und ein geeignetes Monitoring zur Erfolgskontrolle zu implementieren. Dazu wollen wir auch unser Klimaschutzkonzept fortschreiben und dieses an einen externen Dienstleister vergeben.
Baubürgermeisterin Dr. Corinna Clemens: „Die Energie- und Treibhausgasbilanz 2019 zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unsere Anstrengungen zum Klimaschutz etwas bewirken. Die zwischen 2009 und 2019 erzielten Treibhausgas-Einsparungen reichen allerdings nicht aus, die Geschwindigkeit der Einsparungen muss erhöht werden.
Ein wichtiger Baustein für Klimaneutralität ist der vorgelegte kommunale Wärmeplan, mit dem wir die Wärmeversorgung in unserer Stadt zukunftsfest machen wollen. Für eine gelungene Wärmewende sind der Ausbau von PV-Anlagen und die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien für die Fernwärme erforderlich. Zudem planen wir, das Hinterweil zu einem Pilotquartier zu machen, indem wir dort Maßnahmen zur Dekarbonisierung und energetischen Sanierung durchführen. Die gewonnenen Erkenntnisse können wir dann für die gesamte Stadt übernehmen.“
