Kunst und Geschichte entdecken
Galerien & Museen
Sindelfingen blickt auf eine reiche kulturelle Vergangenheit und eine lebendige Gegenwart. Die Galerien und Museen der Stadt laden dazu ein, in faszinierende Kunstwelten einzutauchen und spannende Kapitel der Stadtgeschichte zu entdecken. Ob zeitgenössische Ausstellungen, regionale Kunstpositionen oder historische Sammlungen – das kulturelle Angebot in Sindelfingen ist vielfältig, inspirierend und offen für alle Generationen.
Hier finden Sie aktuelle Ausstellungen, besondere Veranstaltungen und Hintergrundinformationen zu den Häusern, die das kulturelle Leben unserer Stadt prägen.
Galerie Stadt Sindelfingen
Galerie Stadt Sindelfingen
Die Galerie Stadt Sindelfingen wurde 1990 als Ort für zeitgenössische Kunst gegründet. Sie befindet sich im Stadtzentrum am Kopf des Marktplatzes und ist in einem klassizistischen Gebäude untergebracht, welches Ende der 1980er Jahre von dem Berliner Architekten Josef Paul Kleihues zu einem Museum umgebaut und durch einen Neubau, das Oktogon, erweitert wurde.
Mit der Sammlung Lütze bewahrt die Galerie bedeutende Werke der Moderne sowie von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Durch Ausstellungen und ein umfassendes Vermittlungsprogramm leistet sie einen differenzierten Beitrag zu den aktuellen Diskursen der Gegenwartskunst, bildet ihre mannigfaltigen Erscheinungsformen ab und reflektiert sie.
In wechselnden Ausstellungen werden außerdem die Sammlungsbestände präsentiert, die das Fundament für die Auseinandersetzung mit den aktuellen Positionen bilden. Veranstaltungsformate, wie Künstler- und Künstlerinnengespräche, Führungen, Vorträge und Workshops, ermöglichen zudem die vertiefte Beschäftigung mit künstlerischen Ausdrucksweisen, sodass die Galerie Stadt Sindelfingen ein lebendiger Ort des Austauschs mit und über Kunst ist.
Stadtmuseum Sindelfingen
Stadtmuseum Sindelfingen
Das Stadtmuseum Sindelfingen befindet sich im Alten Rathaus von 1470 und im angrenzenden Salzhaus von 1592 – mitten in der historischen Altstadt. Seit 1958 beherbergen diese Gebäude das Museum, das auf rund 450 Quadratmetern die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner dokumentiert.
Sonderausstellung von ABBA bis ZAPPA - Als Sindelfingen und
Böblingen den Südwesten rockten 1964 - 1984
Ausstellungsdauer: 14. März 2026 bis 10. Januar 2027
Das Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie hier (PDF-Dokument, 2,67 MB).
Kinderprogramm 2026
Hier finden Sie Veranstaltungen und Workshops im Stadtmuseum und Webereimuseum (PDF-Dokument, 759,75 KB).
Dauerausstellung zur Stadt- und Kulturgeschichte
Die Dauerausstellung, eingerichtet 1977 und mehrfach erweitert, spannt einen Bogen von der Frühgeschichte bis ins 19. Jahrhundert. Archäologische Funde – von steinzeitlichen Werkzeugen über römische und alamannische Grabbeigaben bis hin zu mittelalterlichen Alltagsgegenständen – geben Einblick in die frühe Besiedlung der Region. Ein detailgetreues Stadtmodell zeigt Sindelfingen um 1830.
Lebenswelten vergangener Jahrhunderte
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Darstellung des Alltagslebens: Eine originalgetreu eingerichtete Bauernstube mit bemalten Ofenkacheln, alte Haushaltsgeräte, Kinderspielzeug und Werkzeuge verschiedener Handwerksberufe vermitteln ein lebendiges Bild vom Leben der Chorherren, Bauern und Weber. Die Weberei, einst prägend für Sindelfingen, wird in einer eigenen Ausstellungseinheit gewürdigt.
Sonderausstellungen und Jubiläen
Anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums im Jahr 2013 wurde die Ausstellung um den Zeitraum vom 20. bis ins 21. Jahrhundert erweitert. Ergänzend zur Dauerausstellung zeigt das Museum regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen zu stadthistorischen Themen.
Ort der Bildung und Begegnung
Das Stadtmuseum versteht sich als Ort der kulturellen Bildung und des historischen Bewusstseins. Es lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Entwicklung Sindelfingens über die Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen und sich mit den sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen auseinanderzusetzen.
Hier geht es zum Langzeitprojekt: Vor 80 Jahren ‒ Sindelfingen im Krieg
Webereimuseum
Webereimuseum
Das Webereimuseum Sindelfingen befindet sich seit dem Jahr 2000 im Haus der Handweberei am Corbeil-Essonnes-Platz 4. Untergebracht ist es in der ehemaligen Webschule der Stadt, die bereits 1900 erbaut wurde. Die Einrichtung des Museums geht auf die lange Tradition der Handweberei in Sindelfingen zurück, die der Stadt im 19. Jahrhundert eine bedeutende Stellung im Königreich Württemberg verschaffte.
Thematischer Schwerpunkt der Ausstellung
Im Zentrum der Dauerausstellung steht die soziale Situation der Sindelfinger Weber im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Ausstellung dokumentiert die typischen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Hausweber, die meist in einer Doppelerwerbsstruktur zwischen Landwirtschaft und Weberei lebten. Die Auswirkungen der Industriellen Revolution auf das Weberhandwerk werden ebenso thematisiert wie die städtische Reaktion darauf: 1869 gründete Sindelfingen die Webschule, um den Leinenwebern neue Perspektiven zu eröffnen – mit Fokus auf Jacquardgewebe und Seide.
Lebendige Vermittlung und Vorführungen
Das Museum bietet regelmäßig Vorführungen am historischen Jacquardwebstuhl, die den Besuchern die komplexe Technik und das handwerkliche Können der Weberinnen und Weber näherbringen. Diese Veranstaltungen machen die Geschichte der Textilproduktion nicht nur sichtbar, sondern auch erlebbar.
Ort der Erinnerung und Bildung
Das Webereimuseum versteht sich als Ort der kulturellen Bildung und historischen Reflexion. Es zeigt, wie eng die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Sindelfingens mit dem Weberhandwerk verknüpft war und lädt dazu ein, die lokale Industriegeschichte im europäischen Kontext zu betrachten.
Kinderprogramm 2026
Hier (PDF-Dokument, 759,75 KB)finden Sie Veranstaltungen und Workshops im Webereimuseum und Stadtmuseum.
Haus der Donauschwaben
Haus der Donauschwaben
Das Haus der Donauschwaben wurde im November 1970 als zentrale Begegnungsstätte für Donauschwaben aus aller Welt eröffnet. Es befindet sich in der Goldmühlestraße 30 in Sindelfingen und ist die älteste vom Land Baden-Württemberg geförderte donauschwäbische Institution. Nach einer umfassenden Sanierung und inhaltlichen Neuausrichtung wurde das Haus im März 2024 wiedereröffnet und öffnet sich seither verstärkt einer breiteren Öffentlichkeit.
Kulturelles Zentrum und Veranstaltungsort
Das Haus versteht sich als lebendiger Ort der Kulturvermittlung. Es organisiert regelmäßig Ausstellungen, Tagungen, Lesungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen sowie klassische Konzerte, Operettennachmittage, Theateraufführungen und Filmabende. Auch Tanz-, Musik- und Jugendgruppen aus dem In- und Ausland treten hier auf.
Dokumentation und Forschung
Ein zentraler Bestandteil ist die donauschwäbische Spezialbibliothek mit rund 30.000 Medien. Sie dokumentiert die Geschichte und Kultur der Donauschwaben und wird von Forschenden weltweit genutzt. Ergänzt wird sie durch eine genealogische Fachbibliothek mit einzigartigen Kirchenmatrikeln und Ortssippenbüchern, die Familienforschung ermöglichen.
Ort der Erinnerung und Verständigung
Im Ehrenhof des Hauses wurde ein Gedenkort für die Opfer von Krieg und Vertreibung geschaffen. Die Neuausrichtung des Hauses betont die Bedeutung von Erinnerungskultur und Völkerverständigung. Das Haus ist heute nicht nur Weltheimatzentrum der Donauschwaben, sondern auch ein Ort politischer Bildung und kultureller Begegnung.
Trägerschaft und Netzwerk
Getragen wird das Haus vom Verein „Haus der Donauschwaben e. V.“, dem das Land Baden-Württemberg, die Stadt Sindelfingen sowie vier donauschwäbische Landsmannschaften angehören. Diese enge Kooperation bildet die Grundlage für die vielfältigen Aktivitäten und die internationale Vernetzung.




