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Badezentrum: auch künftig attraktives Badeangebot
Erstelldatum03.02.2026
Sindelfingen will auch in Zukunft ein Badezentrum für alle Bürgerinnen und Bürger. Jedoch ist das bestehende Bad dringend sanierungsbedürftig.
Badezentrum Sindelfingen: Stadt setzt auch künftig auf ein attraktives Badeangebot
In einer sehr gut besuchten Bürgerveranstaltung hat die Stadtverwaltung die aktuellen Vorschläge für die Zukunft des Bades der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Stadtverwaltung erläuterte bei der Bürgerinformationsveranstaltung am 02. Februar, dass ein sehr großes Familienbad in der ursprünglich diskutierten Größenordnung von knapp 120 Millionen Euro nicht realisierbar ist – insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslage.
So sind die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Sindelfingen eingebrochen, konkret: Die Stadt verfügt aktuell nur noch über rund ein Zehntel der Gewerbesteuereinnahmen des letzten starken Gewerbesteuerjahres 2023. Zusätzlich müssen hohe Gewerbesteuerrückzahlungen geleistet werden. Auch künftig ist mit deutlich weniger Steuereinnahmen zu rechnen. In wirtschaftlich angespannten Zeiten ist es für eine Kommune nicht selbstverständlich, dass in diesem Umfang in ein Badezentrum investiert wird.
Die Stadtverwaltung hat daher in den letzten Monaten zwei neue tragfähige Varianten für die zukünftige Entwicklung des Badezentrums ausgearbeitet, in öffentlicher Gemeinderatssitzung und auf der Informationsveranstaltung präsentiert. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.
Oberbürgermeister Markus Kleemann zog ein positives Fazit der Informationsveranstaltung: „Das große Interesse und der offene Austausch zeigen, wie wichtig den Sindelfingerinnen und Sindelfingern ihr Bad ist. Wir haben zwei realisierbare Varianten für die Sicherung des Bäderstandorts, das ist mir ein Herzensanliegen. Wir wollen in den nächsten Monaten diejenige auswählen, die für möglichst viele Menschen das Beste bietet.“
Die beiden Varianten im Überblick:
Variante 1: Sanierung und Umstrukturierung des bestehenden Hallenbads
Die erste Variante sieht eine Sanierung und Umstrukturierung des bestehenden Hallenbads vor. Das bestehende 50-Meter-Becken würde demnach in ein 25-Meter-Sportbecken mit acht Bahnen und ein Variobecken mit Hubboden aufgeteilt, um die Kapazitäten für Schulen, Vereine und Kurse zu optimieren und einen Parallelbetrieb mit öffentlichen Nutzerinnen und Nutzern zu ermöglichen. Gleichzeitig bliebe Platz für einen Splashbereich für größere Kinder und weitere Aufenthaltsbereiche. An das Bestandsbad würde sich ein kleinerer Neubau mit Wasserspielwelt für kleinere Kinder, zwei Großrutschen, die auch vom Freibad aus nutzbar sind, eine Gesundheitswelt mit Sauna inklusive Saunagarten, ein Gesundheitsstudio sowie ein Gastronomiebetrieb für Badbesucherinnen und -besucher sowie andere Gäste anschließen.
Im Ergebnis können durch diese Variante die Investitionskosten um etwa 30 Mio. Euro auf rund 86 Mio. Euro reduziert und die jährliche Haushaltsbelastung gegenüber einer reinen Generalsanierung um knapp 3 Mio. Euro gesenkt werden.
Variante 2: Ersatzneubau
Die zweite Variante sieht einen Ersatzneubau des Badezentrums vor und würde ein 52,5-Meter-Becken mit 10 Bahnen beinhalten, welches durch die Nutzung einer Wendebrücke entweder als 50-Meter-Becken oder als zwei 25-Meter-Beckengenutzt werden könnte und damit diverse Nutzungsmöglichkeiten ermöglichen würde. Weiter sieht die Variante ein Lehrschwimm- und Attraktionsbecken, eine Wasserspielwelt, ein Splashareal, zwei Großrutschen, differenzierte Aufenthaltsbereiche, eine Saunawelt mit Saunagarten sowie einen Gastronomiebetrieb für Badebesucherinnen und -besucher sowie andere Gäste vor.
Die Investitionskosten für diese zweiten Variante liegen bei ca. 91 Mio. Euro inklusive 5 Mio. Euro für den Abriss des Bestandshallenbads. Die Betriebskosten für einen Ersatzneubau würden voraussichtlich geringer ausfallen als bei einem sanierten Bestandsbad. Gleichzeitig wäre es unter anderem durch die Realisierung von 10 Bahnen im großen Schwimmbecken sowie dessen Teilbarkeit möglich, die Nutzungen des Klostergartenbads in diesen Ersatzneubau zu integrieren und damit rund 30 Mio. Euro für eine notwendige Sanierung bzw. einen Neubau des Klostergartenbads einzusparen.