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Waldbegang des Gemeinderats
Erstelldatum26.05.2026
Sindelfingen richtet Blick auf die Zukunft seines Stadtwaldes
Im Rahmen des diesjährigen Waldbegangs hat sich der Sindelfinger Gemeinderat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung mit der Zukunft des Stadtwaldes beschäftigt. Der Wald erfüllt in Sindelfingen zahlreiche wichtige Funktionen – als Sauerstofflieferant, Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Erholungsraum für Bürgerinnen und Bürger, Klimaschützer sowie als nachhaltiger Rohstofflieferant.
„Der Sindelfinger Wald ist ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt. Ihn langfristig zu erhalten und an neue Herausforderungen anzupassen, ist eine zentrale Aufgabe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Forstbereichs leisten hierzu jeden Tag einen wichtigen Beitrag“, erklärt Oberbürgermeister Markus Kleemann.
Der Sindelfinger Stadtwald umfasst aktuell 1.848 Hektar; rund 40 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Angesichts des Klimawandels und neuer fachlicher Erkenntnisse gewinnt eine nachhaltige und zukunftsorientierte Bewirtschaftung zunehmend an Bedeutung.
Ein konkretes Beispiel für die Herausforderungen moderner Waldbewirtschaftung stand mit dem Deponiewald Dachsklinge im Fokus des Waldbegangs. Dort wurde die zukünftige Entwicklung des Geländes sowie ein neues Behandlungskonzept vorgestellt, das sich deutlich von bisherigen forstlichen Ansätzen unterscheidet.
Im Vordergrund stehen dabei vor allem der Schutz des Deponiekörpers und der langfristige Schutz des Grundwassers. Anders als bei klassischen Wirtschaftswäldern liegt der Schwerpunkt künftig nicht auf möglichst hohem Holzertrag, sondern auf der Schutzfunktion des Waldes. Hierfür sollen insbesondere weniger windanfällige Baum- und Straucharten eingesetzt sowie die Bewirtschaftung entsprechend angepasst werden.
Der diesjährige Waldbegang führte vom Haus Sommerhof über die Deponie Dachsklinge bis zum Aussichtspunkt Dachskopf. Vor Ort wurden zentrale Inhalte der zukünftigen Entwicklung und Bewirtschaftung des Geländes vorgestellt und erläutert.