Neuigkeiten
Stadt Sindelfingen trauert um Franz Gramer
Erstelldatum06.08.2026
Mit großer Betroffenheit muss die Stadt Sindelfingen den Tod ihres ehemaligen Maichinger Ortsvorstehers Franz Gramer zur Kenntnis nehmen.
Mit ihm verliert Maichingen einen Kommunalpolitiker, der die Entwicklung des Teilorts über Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltet hat. Der langjährige Ortsvorsteher starb am 4. August 2026 im Alter von 94 Jahren.
Oberbürgermeister Markus Kleemann erklärt: „Mit Franz Gramer verliert die Stadt eine prägende Persönlichkeit der Maichinger Kommunalpolitik. Über viele Jahrzehnte hinweg setzte er sich mit großem Engagement, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein für die Entwicklung Maichingens und das Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger ein. Für seinen langjährigen Einsatz und seine Verdienste um unsere Stadt sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.“
Franz Gramer ist 1931 in Bildechingen (Altkreis Horb) geboren und aufgewachsen. Nach dem Besuch der Volksschule in Bildechingen und der Oberschule in Horb machte er 1952 Abitur. Von 1952 bis 1954 war Franz Gramer Verwaltungslehrling beim Verwaltungsaktuariat in Sulz am Neckar, anschließend bis 1956 Kanzleigehilfe beim Bürgermeisteramt in Lauterbach/Schwarzwald sowie beim Landratsamt in Sigmaringen. 1956 und 1957 besuchte er die Verwaltungsschule in Haigerloch. Im April 1957 trat er in den Dienst der damaligen Gemeinde Maichingen ein und wirkte zunächst als Gemeindeinspektor. Nach der Eingemeindung Maichingens in die Stadt Sindelfingen übernahm er die Leitung der örtlichen Verwaltung. Am 1. Oktober 1975 wurde er einstimmig zum Ortsvorsteher gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im September 1992 aus.
In seine Amtszeit fiel eine Phase des starken Wachstums Maichingens. Mit großem persönlichem Einsatz begleitete Franz Gramer den Wandel des Teilorts zu einem modernen Wohn- und Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig verstand er sich stets als verlässlicher Ansprechpartner für die Bürgerschaft sowie als Brückenbauer zwischen Ortschaftsrat, Vereinen, Verwaltung und Gemeinderat. Sein Handeln war geprägt von Sachlichkeit, Ausgleich und dem festen Willen, tragfähige Lösungen für Maichingen zu finden.
Für seine herausragenden Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung und die Entwicklung Maichingens wurde Franz Gramer anlässlich seiner Verabschiedung im Jahr 1992 mit der Goldenen Ehrenplakette der Stadt Sindelfingen ausgezeichnet.
Mit Franz Gramer verliert die Stadt Sindelfingen einen engagierten Kommunalpolitiker, der das öffentliche Leben in Maichingen über Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet hat. Sein Wirken wird in dankbarer Erinnerung bleiben.
Die Stadt Sindelfingen spricht seiner Familie und allen Angehörigen ihre aufrichtige Anteilnahme aus.