Sindelfingen näht für Sindelfingen - #SindelfingenHältZusammen und näht Masken

Auch in den aktuell schwierigen Zeiten hält Sindelfingen zusammen und zeigt, dass trotz Distanzvorgaben Gemeinschaft möglich ist. Mit der Aktion "Sindelfingen näht für Sindelfingen" rufen wir dazu auf, Masken zu nähen und diese für die Menschen in Sindelfingen im Rathaus abzugeben.

Die Stadt Sindelfingen ruft dazu auf, gemeinschaftlich Masken für Sindelfingen zu produzieren.
 
"Mit der Aktion 'Sindelfingen näht für Sindelfingen' möchten wir alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu aufrufen, Masken zu nähen. Jeder ist eingeladen mitzumachen! Wir freuen uns, dass die evangelische Martinskirchengemeinde mit ihrem Aufruf Masken zu nähen, in der aktuellen Lage einen wichtigen Impuls für Sindelfingen gesetzt hat, und die Initiative Helfen statt Hamstern diese Aktion großartig unterstützt hat", so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer.
 
"Das Robert-Koch-Institut verweist inzwischen darauf, dass es zum Schutz anderer sinnvoll sein kann, eine Maske zu tragen, insbesondere, wenn der Sicherheitsabstand zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Wir schließen uns dieser Empfehlung an und werden zukünftig selbst immer dann eine Maske tragen, wenn wir den erforderlichen Abstand nicht einhalten können, z.B. bei der Fahrt im Auto oder auch bei möglicherweise engeren Situationen beim Einkaufen.
 
Wir sehen den Bedarf für eine große Zahl von selbstgenähten Masken vor allem in den Bereichen, die aktuell aufgrund der hohen Nachfrage Gefahr laufen, hinsichtlich medizinischer Produkte zu kurz zu kommen – beispielsweise Sozialdienste und ambulante Dienste, aber auch pflegende Angehörige. Das wurde uns auch von zahlreichen Trägern und Organisationen so zurückgespiegelt.
 
Wir wollen daher mit der Aktion "Sindelfingen näht für Sindelfingen" für all jene Bereiche Masken nähen, in denen es dringenden Bedarf gibt.
 
Und auch die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung werden ab kommender Woche ihre Nähmaschinen anwerfen. Ich rufe alle Sindelfingerinnen und Sindelfinger, die über Nähkenntnisse verfügen und eine Nähmaschine ihr Eigen nennen, es ihnen gleichzutun und mitzumachen. Gemeinsam können wir in diesen schweren Zeiten großes leisten.
 
Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für diesen außergewöhnlichen Einsatz, und ich danke Ihnen allen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Sie diese wichtige Aktion unterstützen", so Vöhringer weiter.
 
Neben städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die aktuell ihrer regulären Tätigkeit nicht nachgehen können und in den kommenden Wochen an den Nähmaschinen vollen Einsatz zeigen werden, sind auch alle Sindelfingerinnen und Sindelfinger herzlich eingeladen mitzumachen, Masken zu nähen und diese im Rathaus abzugeben. Auf dem Internetangebot des Landes stehen entsprechende Schnittmuster bereit, als Stoffe sind Baumwollstoffe geeignet, die bei 90 Grad gewaschen oder gekocht werden können.
 
Die genähten Masken können von Montag bis Donnerstag von 6 bis 18 Uhr und Freitag von 6 bis 16 Uhr im Rathaus am Haupteingang abgegeben werden. Für jene, die zwar Masken nähen, diese jedoch nicht abgeben können, kann ab 10 Masken auch eine Abholung organisiert werden. Ein Termin kann über die Corona-Hotline vereinbart werden.
 
Die Masken werden von der Stadt nach Bedarf verteilt. Sie werden damit in erster Linie Institutionen bereitgestellt, in denen ein Maskenschutz sinnvoll sein kann, die jedoch nicht mehr mit medizinischen Masken beliefert werden können, wie beispielsweise die häusliche Pflege, Sozialdienste und ambulante Dienste. Die Stadt bittet dabei um Verständnis dafür, dass aufgrund des hohen und dringlichen Bedarfs in diesem Bereich vorerst darüber hinausgehende Einzelanfragen noch nicht bedient werden können. Sobald der Bedarf in diesem Sektor gedeckt ist, wird die Stadt darüber informieren, dass auch an Einzelpersonen Masken ausgegeben werden können.
„Das Thema "selbstgenähte Masken" ist aktuell in aller Munde und auch das Robert Koch Institut verweist darauf, dass es zum Schutz anderer sinnvoll sein kann, eine Maske zu tragen. Medizinische Masken, wie sie z.B. in Krankenhäusern getragen werden, werden jedoch dringend im medizinischen Bereich benötigt. Deshalb besteht die Möglichkeit Masken selbst zu nähen und wir freuen uns über jeden, der bei dieser Aktion mitmacht“, betont Rainer Just, Leiter des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz und operativer Leiter des Krisenstabs.
 
Roland Narr, kommissarischer Leiter des Ordnungsamts und ebenfalls operativer Leiter des Krisenstabs ergänzt: „Masken dürfen nie als Garantie gesehen werden: Es ist dennoch wichtig den Mindestabstand zu wahren und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Wer befürchtet an Corona erkrankt zu sein, sollte dringend das Gesundheitsamt kontaktieren.“
 
Alle Informationen zur Aktion unter www.sindelfingen.de/sindelfingennaeht
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gibt auf seinem Webangebot unter https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html Hinweise zur Verwendung von selbst hergestellten Masken (sog. „Community-Masken“), das RKI informiert unter https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Mund_Nasen_Schutz.html zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit.
 
Eine Zusammenstellung aktueller Informationen ist auf der städtischen Webseite unter www.sindelfingen.de/corona zu finden.
 
Die Stadt Sindelfingen hat außerdem eine Hotline eingerichtet, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr allgemeine Fragen zum Thema Corona in Sindelfingen beantworten. Sie ist erreichbar unter folgenden drei Nummern: 07031 / 94-611 oder 94-618 oder 94-621.
 
Die Corona-Verordnung des Landes finden sie auf der Webseite der Landesregierung www.baden-wuerttemberg.de
 
Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an die Corona-Hotline des Landkreises Böblingen. Sie ist Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr und Samstag sowie Sonntag von 8 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 07031 / 663 3500 erreichbar.
 
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten
des Landratsamts Böblingen www.lrabb.de des Robert Koch Instituts rki.de/covid-19 des Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg - gesundheitsamt-bw.de des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg - www.sozialministerium.baden-wuerttemberg.de

(Erstellt am 03. April 2020)