Notbetreuung an Schulen auch in den Pfingstferien, Stadt unterstützt künftig Notbetreuung der Grundschulen an Vormittagen

An den Sindelfinger Schulen wird in Abstimmung mit den Schulleitungen auch in den Pfingstferien eine Notbetreuung angeboten; die Grundschulen unterstützt die Stadt nach den Pfingstferien in der Notbetreuung an Vormittagen. Die Betreuung übernehmen kommunale bzw. kommunal finanzierte Betreuungskräfte.

Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus hatten die Schulen im März zum Schutz der Kinder und Mitarbeitenden schließen müssen. Für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich Klassenstufe 7 kann gemäß der Corona-Verordnung des Landes unter bestimmten Voraussetzungen eine Notbetreuung angeboten werden. Anspruch auf Notbetreuung haben z. B. Kinder von Eltern in Berufen der kritischen Infrastruktur oder mit außerhalb der Wohnung präsenzpflichtigen Arbeitsplätzen.
 
In den Pfingstferien wird keine Notbetreuung durch das Land gewährleistet, die Stadt hat sich daher in Abstimmung mit den Sindelfinger Schulen dazu entschieden, eine Ferien-Notbetreuung durch kommunale Betreuungskräfte bzw. kommunal finanzierte Betreuungskräfte der Caritas Schwarzwald-Gäu und des Deutschen Kinderschutzbund Kreisverbands Böblingen e.V. anzubieten.
 
Dazu Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Die aktuelle Situation ist ein Kraftakt für unsere Familien: Einerseits fährt das wirtschaftliche Leben schrittweise wieder hoch, andererseits können die Kinder an den Schulen und KiTas aus Gründen des Infektionsschutzes nach geltendem Landesrecht nach wie vor nicht im gewohnten Umfang betreut werden.
Umso wichtiger war es uns, die Notbetreuung in den Schulen auch in den Pfingstferien anbieten zu können. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit den Schulleitungen eine Lösung gefunden haben und Eltern auch während der Ferienzeiten im Rahmen der Möglichkeiten ein Stück weit entlasten können. Mein Dank gilt allen Betreuungskräften, die das möglich machen.“
Nachdem u.a. die Prüfungsjahrgänge 2020 und 2021 der Gymnasien, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie Grundschülerinnen und -schüler der Klasse 4 eingeschränkt bereits wieder in die Schule gehen können, sind nach Pfingsten weitere Ausweitungen des Schulbetriebs vorgesehen. Mit der schrittweisen Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs kommen insbesondere die Grundschulen an ihre personellen Kapazitätsgrenzen – denn die Anzahl der Schüler, die in einem Raum von einer Lehrkraft im Sinne des Infektionsschutzes betreut werden können, ist beschränkt und es gibt Lehrkräfte, die zur Risikogruppe gehören und derzeit nicht unterrichten können.
 
„Als Stadt haben wir uns deshalb dazu entschlossen, den Sindelfinger Grundschulen in dieser schwierigen Lage Unterstützung anzubieten“, so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer. „Bis zu 25 Stunden wöchentlich können kommunale und kommunal finanzierte Betreuungskräfte – die schon jetzt die Notbetreuung an den Nachmittagen übernehmen – zusätzlich an den Vormittagen vor Ort sein und die Lehrkräfte bei der Notbetreuung entlasten.“
 
Jede Grundschule hat damit die Möglichkeit, Betreuungskräfte mit einer Summe von insgesamt bis zu maximal 25 Stunden die Woche in der Notbetreuung am Vormittag einzuplanen bzw. einzusetzen. Die Teilnahme von Lehrkräften in der Notbetreuung bleibt weiterhin Voraussetzung.
 
„Der rechtliche Rahmen ist eng und erschwert vielen Familien derzeit den Alltag, als Stadt versuchen wir daher dort, wo es uns möglich ist, zu unterstützen“, so Christian Gangl, Erster Bürgermeister und Dezernent für Bildung und Betreuung.
 
Eine Zusammenstellung aktueller Informationen ist auf der städtischen Webseite unter www.sindelfingen.de/corona zu finden. Auf www.sindelfingenhaeltzusammen.de werden verschiedene Angebote und Initiativen vorgestellt.
 
Die Corona-Verordnung des Landes finden sie auf der Webseite der Landesregierung www.baden-wuerttemberg.de
 
Die Stadt Sindelfingen hat eine Hotline eingerichtet, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr allgemeine Fragen zum Thema Corona in Sindelfingen beantworten. Sie ist erreichbar unter folgenden drei Nummern: 07031 / 94-611 oder 94-618 oder 94-621.
 
Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an die Corona-Hotline des Landkreises Böblingen. Die Hotline ist Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 07031 / 663 3500 erreichbar.
 
In Sindelfingen ist die Zentrale Corona-Ambulanz in Betrieb gegangen. Sie ist von Montag bis Sonntag, an 7 Tagen die Woche, geöffnet. Die Terminvergabe erfolgt über den Hausarzt bzw. am Wochenende über den Notfalldienst. An Wochenenden, wenn die Hausärzte telefonisch nicht erreichbar sind, wenden sich die Patienten an die Notfallpraxen in den Krankenhäusern bzw. die Nummer 116 117. Von dort kann ebenfalls die Weiterleitung an die Corona-Ambulanz erfolgen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten
-     des Landratsamts Böblingen - www.lrabb.de
-     des Robert Koch Instituts - www.rki.de/covid-19
-     des Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg - www.gesundheitsamt-bw.de
-     des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg -
www.sozialministerium.baden-wuerttemberg.de
-     des Bundesministeriums für Gesundheit - www.zusammengegencorona.de
-     der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung -
www.infektionsschutz.de/coronavirus/