(Nah-) Erholung für Mensch und Natur

Streuobstwiesen

Die Streuobstbestände Baden-Württembergs sind das größte zusammenhängende Streuobstgebiet Europas. Hier kann man mehr als 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten und über 1.000 verschiedene Obstsorten finden.

Größere, zusammenhängende Streuobstgebiete in Sindelfingen (blau schraffiert) und kleinere, zerstreut liegende Streuobstwiesen (magenta)

Aus dieser herausragenden europäischen Bedeutung wächst eine große Verantwortung für die biologische Vielfalt dieses wichtigen Lebensraums. In Sindelfingen gibt es u.a. mit dem Gebiet „Birkle“ westlich von Darmsheim, dem „Hochberg“ südlich von Darmsheim, den Wiesen nördlich von Maichingen und den Bereichen auf dem „Herrenwäldleberg“ Streuobstwiesen, die über das Stadtgebiet hinaus große Bedeutung für gefährdete Tierarten haben. So kommen hier die in Baden-Württemberg gefährdeten Vogelarten Halsbandschnäpper und Wendehals zum Teil in noch guten Brutbeständen vor. Voraussetzung dafür ist, dass die Wiesen durch - in der Regel - zweimalige Mahd gepflegt, die Bäume geschnitten und in Bestandslücken Bäume nachgepflanzt werden.

Eine Bank steht auf einer grünen Wiese. Im Vordergrund ist ein blühender Streuobstwiesenbaum zu sehen.

Seit 2000 fördert die Stadt Sindelfingen die Neupflanzung von Hochstamm-Streuobstbäumen im Außenbereich. Insgesamt wurden so der Kauf und die Pflanzung von mehr als 400 Obstbäumen unterstützt.
Aus einem städtischen Arbeitskreis rund um das Thema Streuobst wurden weitere Maßnahmen zur Förderung der heimischen Streuobstbestände entwickelt, wie beispielsweise Angebote zu Schnittkursen, kostenloser Verleih von Hochentastern oder die Förderung des „Grünen Klassenzimmers“.

Aktuelles

Verleihung von Hochentastern

Das Amt für Grün und Umwelt der Stadt Sindelfingen verleiht Sindelfinger Streuobstwiesenbewirtschaftern gegen eine Kaution, den Nachweis über einen Motorsägeschein und persönliche Schutzausrüstung Hochentaster zur Arbeitserleichterung.

Ansprechpartner für Interessenten: Marco Böllinger, Amt für Grün und Umwelt, Abteilung Stadtgrün, Friedhöfe und Stadtwald, Telefon: 0 70 31/7 93 63-21.