Sechsspurig mit Überdeckelung

Ausbau A81

Als wichtige Nord-Süd-Verbindung in Baden-Württemberg und zentrale Hauptverkehrsader im Landkreis Böblingen, übernimmt die A 81 wichtige Funktionen für den Verkehr im Wirtschaftsraum Böblingen/Sindelfingen – und mit abschnittsweise weit über 100.000 Fahrzeugen täglich wird sie intensiv genutzt. Um die Autobahn zu ertüchtigen, Staus zu reduzieren und auch künftig eine gute Erreichbarkeit sicherzustellen, wird sie in einem Großprojekt des Bundes im Bereich zwischen den Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb auf sechs Spuren erweitert. Ein 850 m langer Deckel soll die Anwohner beider Städte von Lärm entlasten.

Die Städte Sindelfingen und Böblingen sowie der Landkreis Böblingen hatten sich bei den Planungen unter anderem für ein zukunftsfähiges Lärmschutzkonzept für Anwohnerinnen und Anwohner eingesetzt und beteiligen sich finanziell anteilig an einer 850 m langen Überdeckelung. Aufgabe der Kommunen ist es außerdem, das jeweils angrenzende Straßennetz wo notwendig an die Veränderungen anzupassen und den Verkehr in die Städte weiter zu verteilen. 

Aktuelles

25.10.2021

Information der DEGES: Rückbau des Lärmschutzwalls für Erweiterung der A 81

Für die Erweiterung der A 81 zwischen den Anschlussstellen (AS) Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb beginnt ab Ende dieser Woche der Rückbau des bestehenden Lärmschutzwalls entlang der A 81 im Bereich der Leibnizstraße von der Leipziger Straße in Richtung Sindelfinger Straße. Der Rückbau wird, je nach Witterungsbedingungen in den Wintermonaten, bis voraussichtlich Anfang Februar 2022 abgeschlossen sein.

Die Vorbereitung des Rückbaus beginnt Ende dieser Woche im Rahmen von Nachtarbeiten auf Seiten der Autobahn mit der Einrichtung von Leitplanken als Schutzvorkehrung. Dafür wird die A 81 im betroffenen Abschnitt in Fahrtrichtung Stuttgart kurzzeitig während der Nachtstunden auf eine Fahrspur reduziert.

In der Folgewoche wird zunächst die Lärmschutzwand auf dem Wall rückgebaut und eine Arbeitsebene für Bagger hergestellt, mit denen schließlich der Erdwall abgetragen wird. Die Erdmassen des Walls werden vor Ort auf Lkw geladen und auf die dafür vorbereitete Fläche am Flugfeld im Bereich der Wolfang-Brumme-Allee verbracht, wo sie bis zur weiteren Verwendung im Tunnelbau gelagert werden. Entlang der Leibnizstraße ist mit Fortschritt des Rückbaus mit punktuellen Verkehrseinschränkungen durch eine Fahrbahnverengung zu rechnen.

Im Zuge der Umfahrung des künftigen Tunnelbereichs, die im Frühjahr 2022 eingerichtet wird, um Platz für die Bauarbeiten auf der A 81 zu schaffen, wird eine provisorische Lärmschutzwand als Ersatz für den Lärmschutzwall errichtet.

Ausbau der A81 zwischen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb

Der Ausbau der A81 auf durchgehend drei Fahrstreifen je Richtung wird von der Projektmanagementgesellschaft DEGES im Auftrag der Autobahn GmbH geplant und realisiert.
 
Neben den beidseitigen Spurergänzungen sind mit dem Ausbau auch weitere bauliche Veränderungen verbunden, wie etwa die Erneuerung von Auto- und Bahnbrücken, Umbauten an allen Anschlussstellen oder der Bau einer 850 m langen Lärmschutz-Überdeckelung auf Höhe des Sindelfinger Stadtteils Goldberg.
 
Die Kosten für den Ausbau werden überwiegend vom Bund getragen. Anteilig beteiligen sich außerdem das Land Baden-Württemberg, der Landkreis Böblingen, die Städte Böblingen und Sindelfingen sowie der Zweckverband Flugfeld Böblingen/Sindelfingen.
 
Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 5 Jahre, wobei die DEGES dafür sorgt, dass die A 81 während der gesamten Bauzeit bis auf punktuelle Ausnahmen durchgängig mit zwei Fahrstreifen pro Richtung befahrbar bleibt. Die Fertigstellung der ausgebauten Autobahn ist aktuell für Ende 2026 geplant.
 
Die DEGES erläutert auf ihrer Projektwebsite Details zum Ausbau und anstehende Maßnahmen. Über baustellenbedingte Verkehrseinschränkungen, Sperrungen und Umleitungen werden Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmer jeweils aktuell auf der Website und über die lokale Presse informiert.

Anpassungen im angrenzenden Verkehrsnetz: „Netzkonzeption Ost“

Aufgabe von Landkreis und Kommunen ist es, das angrenzende Straßennetz wo notwendig an die Veränderungen anzupassen und den Verkehr in die Städte weiter zu verteilen. Zentral sind dabei auch die Veränderungen an den Kreisstraßen K 1055 und K 1057 im südlichen Umfeld der beiden Anschlussstellen „Sindelfingen-Ost“ und „Böblingen-Ost“ im Rahmen der sogenannten „Netzkonzeption Ost“. Diese schaffen im Vorgriff auf die umfassenden Arbeiten an der A 81 die Voraussetzung dafür, dass der Verkehr – auch schon während der Bauphase zum Ausbau der A81 – besser nach Sindelfingen und Böblingen fließen kann. Auch eine bessere Anbindung des Gewerbegebiets Sindelfingen-Ost wird mit diesem Projekt erreicht.
 
Aktuelle Informationen zum Projekt und den Baufortschritten finden Sie auf der Website des Landkreises.

Mit welchen Veränderungen in Sindelfingen ist der Ausbau verbunden?

Eine leistungsfähige Autobahn, die infrastrukturell für eine gute Anbindung in die Region sorgt, ist eine wichtige Grundlage für den Wirtschafts- und Technologiestandort Sindelfingen und ein bedeutender Standortfaktor für die Zukunft. Bund, Land und Kommunen haben gemeinsam ein Gesamtkonzept für die verschiedenen ineinandergreifenden Straßenbauprojekte erarbeitet, das die Stärkung des Wirtschaftsstandorts verfolgt, gleichzeitig aber auch die Interessen der lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner berücksichtigt.
 
So wird mit dem Ausbau der Autobahn, dem Umbau der Anschlussstellen „Sindelfingen-Ost“ und „Böblingen-Ost“ und den folgenden Neustrukturierungen im umliegenden Straßennetz unter anderem die Erreichbarkeit des Sindelfinger Ostens als Standort zahlreicher Firmen und beliebter Shopping-Destinationen verbessert. Durch die veränderten Verkehrsströme muss auch der Verkehr im Gewerbegebiet neu geordnet werden.
 
Durch die 850 m lange Überdeckelung und den Bau gekrümmter Lärmschutzwände werden Anwohnerinnen und Anwohner zukünftig deutlich entlastet.