Infos und Hilfsangebote

Gemeinsam in Sindelfingen für Menschen in und aus der Ukraine

Sindelfingen solidarisch – für die Menschen in und aus der Ukraine. Nachfolgend haben wir aktuelle Infos zusammengestellt.

Hinweise für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine

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Tagesaktuelle Informationen

Tagesaktuelle Informationen - auch auf Ukrainisch - finden Sie auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums des Innern und für Heimat und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge: www.bamf.de/faq-ukraineWeitere Infos finden Sie beim Ministerium der Justiz und Migration unter https://www.justiz-bw.de/Lde/Startseite/Auslaender+und+Fluechtlingspolitik/Informationen+zur+Ukraine, Das Bundesinnenministerium hat eine zentrale Informationsseite in deutscher, englischer, ukrainischer und russischer Sprache eingerichtet: www.germany4ukraine.deDas Justizministerium hat die Hotline 0800/7022500 eingerichtet, die mit russisch und ukrainisch sprechenden Mitarbeitenden besetzt ist.Erreichbarkeit Landratsamt Böblingen: Hotline (Mo-Fr 9-12 Uhr): 07031 / 663-3838; Mail: ukraine@lrabb.de; Homepage: https://www.lrabb.de/start/Aktuelles/ukrainehilfe.html
Erreichbarkeit Stadt Sindelfingen: Hotline (Mo-Fr 8-16 Uhr): 07031/94-611,-621,-663,-494; Mail: ukraine-hilfe@sindelfingen.de; Homepage: https://www.sindelfingen.de/ukraine

EINREISE OHNE VISUM

Ukrainische Staatangehörige können sich mit einem biometrischen Pass für einen Kurzaufenthalt von bis zu 90 Tagen visumfrei im Bundesgebiet aufhalten. Eine Erlaubnis zu einem weiteren anschließenden Aufenthalt von längstens 90 Tagen kann grundsätzlich bei der zuständigen Ausländerbehörde eingeholt werden. Es kann aber auch schon jetzt eine länger gültige Aufenthaltserlaubnis auf Grundlage des vereinfachten Verfahrens für Flüchtende aus der Ukraine gemäß § 24 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) beantragt werden. 

MELDEPFLICHT

 Für ukrainische Staatsangehörige, die bei Verwandten, Freunden oder anderen Unterstützenden wohnen und in einer Erstaufnahmeeinrichtung keinen Asylantrag gestellt oder eine sonstige zugewiesene Unterkunft bezogen haben, gilt eine gesetzliche Meldepflicht nach Ablauf von drei Monaten.
Unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung zur Anmeldung können Sie sich bereits vor Ablauf von drei Monaten freiwillig anmelden, u.a. für den Bezug von Sozialleistungen beim Landratsamt Böblingen.
Bitte denken Sie daran, bei einer Rückkehr oder Umzug sich ab- bzw. umzumelden.

Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz

 Die EU hat sich am 03.03.22 auf ein erleichtertes Verfahren zur Schutzgewährung für Ukrainerinnen und Ukrainer in Ländern der EU verständigt. Demnach wird eine Aufenthaltserlaubnis zum vorübergehenden Schutz nach § 24 des Aufenthaltsgesetzes ermöglicht. Die Aufenthaltsdauer beträgt zunächst ein Jahr und kann zweimal um jeweils sechs Monate und durch einen EU-Ratsbeschluss noch einmal um ein weiteres Jahr verlängert werden, sodass sie maximal drei Jahre umfassen kann. Da noch praktische Fragen - insbesondere durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat - geregelt werden sollen informieren Sie sich bitte zu den aktuellen Entwicklungen auf der o.g. Internetseite.

Personen, für die der vorübergehende Schutz gilt

Folgenden Flüchtenden aus der Ukraine wird aufgrund der EU-Richtlinie zum sog. Massenzustrom (Richtlinie 2001/55/EG) gemäß § 24 Aufenthaltsgesetz vorübergehend Schutz gewährt:

  • Ukrainische Staatsangehörige, die vor dem 24.02.22 ihren Aufenthalt in der Ukraine hatten
  • Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer als der Ukraine, die vor dem 24.02.22 in der Ukraine internationalen oder einen gleichwertigen nationalen Schutz genossen haben
  • Familienangehörige der ersten beiden genannten Personengruppen, auch wenn sie nicht ukrainische Staatsangehörige sind sowie Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer als der Ukraine, die nachweisen können, dass sie sich vor dem 24.02.22 auf der Grundlage eines nach ukrainischem Recht erteilten gültigen unbefristeten Aufenthaltstitels rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben, und die nicht in der Lage sind, sicher und dauerhaft in ihr Herkunftsland oder ihre Herkunftsregion zurückzukehren.
     

Sozialleistungen in Verbindung mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG

Für hilfsbedürftige ukrainische Staatsangehörige, für die eine Aufenthaltserlaubnis nach
§ 24 Aufenthaltsgesetz zum vorübergehenden Schutz beantragt wurde, besteht eine Leistungsberechtigung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Für die Gewährung der Leistungen müssen Sie sich an das Landratsamt Böblingen wenden: Landratsamt Böblingen Amt für Migration und Flüchtlinge Sachgebiet Leistung, Cengiz Ogus, Parkstr. 16, 71034 Böblingen E-Mail: c.oguz@lrabb.de
Einen Antrag auf Leistungen erhalten Sie bei der Anmeldung in der Meldebehörde oder direkt auf der Homepage des Landratsamtes www.lrabb.de. Wenn Sie den Antrag bei der Meldebehörde in Sindelfingen abgeben, werden Sie direkt vom Landratsamt kontaktiert.

Beschäftigung

Sobald eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG (sh. oben „Aufenthaltserlaubnis“) beantragt und eine Fiktionsbescheinigung nach § 81 AufenthG ausgestellt wurde, können Sie eine Beschäftigung aufnehmen.

Ablauf

Bei einem längeren Aufenthalt als 90 Tagen oder wenn Sozialleistungen bezogen werden sollen, müssen Sie sich im Servicepunkt oder den Bezirksämtern Maichingen oder Darmsheim anmelden und bei der Ausländerbehörde registrieren

1. Anmeldung beim Servicepunkt, Bezirksamt Maichingen oder Bezirksamt Darmsheim

Um sich anzumelden müssen Sie in der Regel persönlich bei der Meldebehörde erscheinen. Für die Anmeldung werden folgende Dokumente benötigt:

  • Gültige Ausweisdokumente aller Familienangehöriger
  • Ggf. Personenstandsurkunden
  • Ggf. weitere Nachweise bei Kindern Nachweise zur Geburt (Geburtsurkunde), bei Ehepaaren Nachweise zur Heirat (Heiratsurkunde) oder Scheidung (Scheidungsurteil) jeweils im Original in Englisch oder mit Übersetzung.
  • Wohnungsgeberbescheinigung (nur bei privater Unterbringung)

Bei der Anmeldung werden bereits die Anträge auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis sowie auf Sozialleistungen ausgehändigt. Diese können von Ihnen gleich ausgefüllt und abgegeben werden. Die Anträge werden dann gleich an die zuständigen Stellen weitergeleitet.

2. Registrierung bei der Ausländerbehörde

Ihre Anmeldedaten werden an die Ausländerbehörde übermittelt.
Sie erhalten auf dem Postweg eine Fiktionsbescheinigung u.a. zur Vorlage für einen Sozialleistungsantrag beim Landratsamt Böblingen oder bei einem Arbeitgeber.
Sie werden danach von der Ausländerbehörde kontaktiert und erhalten einen Termin für Ihre umfassende Registrierung. Bitte bringen Sie, wenn Sie nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, einen Dolmetschenden mit. Für die Registrierung in der Ausländerbehörde müssen Sie sowie Ihre Familienangehörigen persönlich erscheinen und folgende Unterlagen vorlegen:

  • biometrisches Lichtbild <für jede Person>
  • gültigen Ausweisdokumente (biometrischer Reisepass) aller Familienangehöriger
  • ggf. weitere Unterlagen auf Anforderung

Website für die Vermittlung von privatem Wohnraum

Сайт для закупівлі приватного житла

tIn Zusammenarbeit der Initiative „Helfen statt Hamstern“ und der Stadt Sindelfingen ist eine Plattform für die Vermittlung von privaten Wohnraumangeboten für Geflüchtete gestartet. Unter der URL https://welcome.helfen-statt-hamstern.de können Wohnungen für Geflüchtete angeboten werden. 

Informationen zur Plattform

Auf der Plattform können Häuser und abgeschlossene Wohneinheiten ab einer Mietdauer von 3 Monaten angeboten werden. Die Stadt Sindelfingen mietet i.d.R. diese Wohnungen an und steht damit als Ansprechpartnerin während der Mietdauer zur Verfügung. Die Website wurde in Kooperation mit der Initiative „Helfen statt Hamstern“ erstellt. Auf der Plattform werden zudem weitere Informationen zu den Mietobergrenzen und Fördermöglichkeiten gegeben. Über die Plattform können alle notwendigen Angaben direkt seitens des Wohnungsanbieters eingegeben werden. Bisher schon eingegangene Angebote sind darin bereits enthalten – diese müssen also nicht erneut eingereicht werden.

Unter der URL https://welcome.helfen-statt-hamstern.de können Wohnungen für Geflüchtete angeboten werden. 

Coronavirus protective vaccine

Impfmöglichkeiten für Flüchtlinge

Flüchtlinge aus der Ukraine können sich im Sterncenter Sindelfingen gegen das Coronavirus impfen lassen.Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 15 bis 19 Uhr. Weitere Informationen hier.
Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoff (Ukrainisch) (438,2 KiB)
Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoff (Russisch) (1,013 MiB)
Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoff (Englisch) (921,8 KiB)
Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit Vektorimpfstoff (Ukrainisch) (405,5 KiB)
Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit Vektorimpfstoff (Russisch) (971,7 KiB)
Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit Vektorimpfstoff (Englisch) (831,3 KiB)

Mehr Informationen zur Schutzimpfung auf Ukrainisch hier.

Information

Schul- und Kitaanmeldung für Flüchtlingsfamilien

Шлях до отримання місця в дитячому садку.

Шлях до отримання місця в дитячому садку.
Ви збираєтесь зареєструвати дитину до дитячого садка?
Ця інформація стане вам у пригоді.Де я можу отримаю інформацію про центри денного перебування?
 
Інформацію про наші центри денного догляду за дитиною, дитячі садки, знайдете на веб-сайті міста Зіндельфінген за посиланням: https://www.sindelfingen.de/.Lde/start/Bildung+Leben/kitas.html Оглядові картки приведуть вас на домашні сторінки певних дитячих закладів.Як я можу зареєструвати  свою дитину ?
Ви можете використовувати додаток, можливості особистого повідомлення в кабінет освіти та догляду за дитиною. «Центральне бронювання» в міську ратушу або онлайн реєстрація за (http://nhkita.sindelfingen.de)
Просто заповніть онлайн-форму і надішліть її емейлом, факсом або поштою в кабінет освіти і догляду за дитиною(контактні дані  дивіться на зворотньому боці).
Всі онлайн бронювання передаються до центрального бюро.Там вас зареєструють в електронному вигляді і за визначиними критеріями буде створено замовлення на ваше місце в листі очікування.
Що відбудеться після того, як бронювання було отримано центральним резервуванням?
У листі очікування буде створено наказ про розподіл місць. Відповідно до цього вільні місця будуть розподіленні в порядку черговості.
Дитячий заклад отримає ваші контактні дані  при підтвердженні що ви отримали місце в дитячому закладі тоді ви будете запрошені на особисту розмову де отримати всю інформацію про дитячий заклад а також про точну дату, коли ваша дитина зможе відвідувати дитячий заклад.З цього моменту це вже не центральна попередня реєстрація а керівництво дитячого закладу на місці є ваша контактна особа.Ми сподіваємося що ця інформація допоможе вам зорієнтуватися.Ми бажаємо вам і вашим дітям доброго початку у дитячому закладі. З найкращими побажаннями і повагоюУправління освіти та догляду Відділ обслуговування і контролю     Rathausplatz171063 SindelfingenКонтакт: Rathaus 4 кімната 4.31Телефон: 07031/94-458  або 94-473E-Mail:zentrale-anmeldung@sindelfingen.deFax: 07031/94-205Онлайн реєстрація htt://nhkita.sindelfingen.deПримітка: У разі відмови від місця в дитячому закладі прохання повідомити даний дитячий заклад а також центральний відділ освіти і догляду.Дякуємо за розуміння!   

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Шлях до школи в Німеччині

Шлях до школи в Німеччині Якщо Ви хочете зареєструвати дитину до школи? Тоді ця інформація призначена для Вас. Чи може дитина-біженець негайно піти до школи?Так, діти-біженці мають право, і можливість, зразу ж після їх прибуття відвідувати школу.  Яка процедура, якщо дитина-біженець повинна йти до школи?Дітей приймають до школи і зараховують до класу. Як правило, діти молодшого шкільного віку відвідують школу по місцю проживання або найближчу школу до місця проживання. Що стосується середніх шкіл, то школи в вашому районі допоможуть Вам знайти потрібну пропозицію.
Ви можете скористатися пошуком шкіл на домашній сторінці міста Зіндельфінген і дізнатися, які школи знаходяться неподалік вашого місця проживання.Посилання: https://www.sindelfingen.de/start/Bildung+Leben/neu_schulbezirkssuche.html  Де я можу отримати інформацію про школи в Зіндельфінгені / Контактні дані?Інформацію про наші школи можна знайти на сайті міста Зіндельфінген Посилання: https://www.sindelfingen.de/start/Bildung+Leben/Schulen.html Зі списку шкіл на сайті ви можете вибрати певну школу і дізнатись відповідні контактні дані. Сподіваємося, що надана інформація допоможе вам у пошуку школи, бажаємовам і вашій дитині гарного початку повсякденного шкільного життя. З повагою Управління освіти та догляду - Відділ шкільної освіти -   
         Управління освіти та догляду
         - Відділ шкільної освіти –
        Rathausplatz 1, 71063 Sindelfingen
        ( 07031 / 94-327
        E-Mai: schulen@sindelfingen.de
 
 
 

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Erstausstattung für den Alltag

„Boutique“ für ukrainische Geflüchtete in der Klosterseehalle

"Helfen statt Hamstern" hat eine Erstausstattungs-„Boutique“ für ukrainische Geflüchtete sowie Menschen, die ukrainische Geflüchtete aufnehmen, eröffnet.
Hier gibt es alles, was eine Erstausstattung für den Alltag ausmacht: Kleidung, Hygieneartikel, Spielzeug, Kleinmöbel, Bücher, Kinderfahrräder etc.

Die „Boutique“ ist Mo bis Sa von 12 bis 17 Uhr geöffnet- parallel zur weiterhin stattfindenden Sachspendenannahme.

Kleiderkammer des DRK-Ortsvereins Sindelfingen e.V.

Spitzholzstr. 111
71067 Sindelfingen

Öffnungszeiten: donnerstags von 13.00.Uhr bis 18.00.Uhr

https://www.drk-sindelfingen.de/angebote/engagement/sozialarbeit/herzlich-willkommen.html

Weiterführende Informationen

Hilfreiche Links und Informationen

Hilfe für Menschen in und aus der Ukraine

Sie wollen helfen?

Sie möchten aktiv mithelfen und können:

  • Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung stellen
  • Dolmetschen
  • Alltagsbegleitung (Behördengänge etc.), Betreuung oder Fahrdienste anbieten
  • Sach- oder Geldspenden tätigen
  • Direkt in Chelm vor Ort helfen


Dann melden Sie sich gerne unter der E-Mail-Adresse
ukraine-hilfe@sindelfingen.de

oder telefonisch unter den Nummern

+ 49 (0)7031 94-611
+ 49 (0)7031 94-621
+ 49 (0)7031 94-663
+ 49 (0)7031 94-494
 

Sie sprechen Ukrainisch oder Russisch?

Werden Sie ehrenamtlicher Sprachmittler bei der Caritas:

Frau Silvana Coppola 
Koordination Sprachmittler 
Ammerstr. 3/1 
71065 Sindelfingen 
07031/61168-24 oder 0171- 5680434 
sprachmittlersifi@caritas-schwarzwald-gaeu.de

Weitere Informationen finden Sie im Flyer. (1,574 MiB)

AK Asyl Sindelfingen

Unterkünfte

Die zentrale Ukrainehilfe-Hotline des Landratsamtes Böblingen ist Ansprechpartner für alle, die eine Unterkunft anbieten können. Die Hotline erreichen Sie unter: 07031 663-3838.

Die private Initiative #Unterkunft, bietet die Möglichkeit online Übernachtungsplätze für Menschen aus der Ukraine anzubieten: https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/

Impfen

Informationen zur Impfung im Kreisimpfstützpunkt in der Sindelfinger Messe und den Link zur Terminbuchung finden Sie auf der Website des Landkreises.

Eine Übersicht über Impfaktionen in ganz Baden-Württemberg finden Sie unter www.dranbleiben-bw.de/#impfaktionen.

Sachspenden

Aktuelle Infos unter: www.helfen-statt-hamstern.de.

Geldspenden

  • Die Stadt Sindelfingen hat ein Spendenkonto bei der KSK Böblingen eingerichtet:
    IBAN: DE37 6035 0130 1000 1192 44
    BIC: BBKRDE6BXXX
  • Lokal können Sie https://helfen-statt-hamstern.de/ unterstützen.
  • Für die Unterstützung der Geflüchteten, die in Sindelfingen angekommen sind, gibt es das Spendenkonto des gemeinnützig anerkannten Fördervereins Arbeitskreis Asyl Sindelfingen.
    IBAN: DE43603501300000136242 
    BIC  : BBKRDE6BXXX 
    https://www.ak-asyl-sindelfingen.de/ 

Kontaktdaten

Kontaktmöglichkeiten in Sindelfingen

Um direkten Kontakt zu der Stadtverwaltung Sindelfingen aufzunehmen, wurde eine Hotline eingerichtet.

Erreichbar ist die Hotline von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr. Am Samstag und Sonntag ist die Hotline nicht besetzt.

+ 49 (0)7031 94-611
+ 49 (0)7031 94-621
+ 49 (0)7031 94-663
+ 49 (0)7031 94-494

Sie erreichen uns auch via Mail: ukraine-hilfe@sindelfingen.de

Allgemeine Fragen und weiterführende Informationen

Wenn Sie ein Zimmer oder eine Unterkunft anbieten können oder die ukrainische oder russische Sprache beherrschen, können Sie sich auch an das Landratsamt Böblingen wenden.

Zudem werden Flüchtlinge in aufenthalts-, leistungs- sowie asylrechtlichen Fragen vom Landratsamt beraten.

Das Onlineangebot des Landkreises mit weiterführenden Links und Informationen finden Sie unter www.lrabb.de/ukrainehilfe

Das Landratsamt Böblingen hat eine zentrale Hotline unter 07031/663-3838 eingerichtet.

Außerdem können Sie Kontakt per E-Mail: ukraine@lrabb.de aufnehmen.

Gemeinsame Resolution der Fraktionen und Gruppen des Sindelfinger Gemeinderats und der Stadtverwaltung Sindelfingen zum Ukraine-Krieg

Die Fraktionen und Gruppen des Sindelfinger Gemeinderats geben gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer die nachfolgende Erklärung zum Krieg in der Ukraine ab.
 

Sindelfingen steht zusammen: Frieden für die Ukraine – Stoppt Putins AngriffskriegWir sind fassungslos über den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der am 24.02.2022 begonnen hat.
 
Wir verurteilen diesen unprovozierten und ungerechtfertigten militärischen Überfall auf die Ukraine aufs Schärfste.
 
Wir bekunden unsere ungeteilte Solidarität mit dem ukrainischen Volk.
 
Wir sind zutiefst bestürzt über das unermessliche menschliche Leid, das durch die Invasion Russlands verursacht wurde und wird.
 
Wir gedenken der vielen Toten, Verletzten und der Menschen, die in unvorstellbarer Angst leben müssen.
 
Wir wissen aber auch, dass es kein Krieg des russischen Volkes gegen das ukrainische Geschwistervolk ist, sondern der Krieg Putins und seiner Clique. Wir bewundern und sind in Gedanken bei den Menschen in Russland, die sich dem Krieg mutig entgegenstellen und drakonische Strafen auf sich nehmen. Wir befürchten, dass Putin mit einer imperialistischen Politik die Friedensordnung in Europa gewaltsam verändern will. Putin hat das von Gorbatschow entworfene Bild des „gemeinsamen Hauses in Europa“ zerstört.
 
Der Krieg ist aber nicht nur ein rechtswidriger Angriff auf die Ukraine, sondern auf alle unsere Werte, die wir leben wollen und die wir verteidigen werden: Frieden, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, nationale Souveränität, Gewaltverzicht, Unverletzlichkeit der Grenzen.
 
Putin und sein Regime haben über ihre Absichten gelogen und verbreiten auch jetzt Desinformationen. Der seit langem geplante Überfall ist deshalb auch ein Angriff auf das Prinzip der Wahrheit und hat die Glaubhaftigkeit russischer Nachrichten nachhaltig zerstört.
 
Wir erklären uns bereit, alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen zu ergreifen, um Hilfestellung zu leisten. Wir bieten den Schutzsuchenden aus der Ukraine Hilfe und Aufnahme auch in Sindelfingen an.
 
Wir sind für die Verhängung von weitreichenden und harten Sanktionen gegen den Aggressor, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Uns ist bewusst, dass diese Sanktionen auch uns weh tun werden.
 
Wir appellieren an den russischen Präsidenten: Beenden Sie das Leid für Millionen von Menschen und die Angst für die ganze Welt. Drohen Sie nicht mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen – Stoppen Sie diesen Angriffskrieg. Wählen Sie den Frieden!

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der Stadtverwaltung ist der Sindelfinger Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer in die Partnerstadt Chelm an der polnisch-ukrainischen Grenze gereist, um sich ein Bild der Situation vor Ort zu verschaffen. Näheres zur Situation und wie ihr aktiv helfen könnt im Video!

Pressemitteilungen

Website für die Vermittlung von privatem Wohnraum gestartet

In Zusammenarbeit der Initiative „Helfen statt Hamstern“ und der Stadt Sindelfingen ist eine Plattform für die Vermittlung von privaten Wohnraumangeboten für Geflüchtete gestartet. Unter der URL https://welcome.helfen-statt-hamstern.de können ab sofort Wohnungen für Geflüchtete angeboten werden.

Dazu Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Die Solidarität unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger gegenüber Geflüchteten aus der Ukraine ist nach wie vor ungebrochen. Neben vielen Aktivitäten sowie Geld- und Sachspenden haben wir bereits einige Angebote von Privatpersonen zur Anmietung von Wohnraum für Geflüchtete erhalten. Nun bieten wir mit der Wohnraumplattform noch eine zusätzliche Möglichkeit für alle, die aktiv helfen möchten, an. Ziel ist es, den hier ankommenden Ukrainerinnen und Ukrainern schnellstmöglich eine Perspektive zu geben, eine eigene Wohnung spielt dabei eine ganz wichtige Rolle. Ich danke an dieser Stelle allen, die schon mit Angeboten auf die Stadt zugekommen sind, sowie Helfen statt Hamstern für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung der Website.“
 
Maximilian Reinhardt von der Initiative „Helfen statt Hamstern“ ergänzt: „Es freut mich sehr, dass unsere gemeinsame Plattform zur Wohnraumvermittlung nun an den Start gehen kann. Auf diese Weise können wir private Wohnraumangebote bündeln und in Kooperation mit der Stadtverwaltung noch schneller an ukrainische Geflüchtete vermitteln, die dringend eine Unterkunftsperspektive außerhalb von Sporthallen brauchen. Ich danke unseren ehrenamtlichen Helfern Felix Schubert und Christoph Wersal, die die Plattform binnen kürzester Zeit entwickelt haben, für ihren fantastischen Einsatz.“
 
Zur Plattform:

Auf der Plattform können Häuser und abgeschlossene Wohneinheiten ab einer Mietdauer von 3 Monaten angeboten werden. Die Stadt Sindelfingen mietet i.d.R. diese Wohnungen an und steht damit als Ansprechpartnerin während der Mietdauer zur Verfügung. Die Website wurde in Kooperation mit der Initiative „Helfen statt Hamstern“ erstellt. Auf der Plattform werden zudem weitere Informationen zu den Mietobergrenzen und Fördermöglichkeiten gegeben. Über die Plattform können alle notwendigen Angaben direkt seitens des Wohnungsanbieters eingegeben werden. Bisher schon eingegangene Angebote sind darin bereits enthalten – diese müssen also nicht erneut eingereicht werden.
 

BegegnungsCafé und weitere Angebote für Geflüchtete

Um neu in Sindelfingen angekommenen Menschen aus der Ukraine eine erste Anlaufstelle und einen Ort des Austausches zu bieten, findet am 2. April in der Johanneskirche ein BegegnungsCafé für Geflüchtete statt. Darüber hinaus schafft die Stadt Angebote in der Stadtbibliothek und in der Schule für Musik, Theater und Tanz.

Dazu Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Die Situation in der Ukraine ist nach wie vor kritisch, viele Schutzsuchende kommen aus diesem Grund auch zunehmend in unserer Stadt an. Wir heißen diese Menschen herzlich in Sindelfingen willkommen und möchten dafür sorgen, dass sie in unserer Stadt auch „ankommen“. Ich freue mich, dass wir hierfür mit dem BegegnungsCafé einen ersten Treffpunkt schaffen, bei dem sich Ukrainerinnen und Ukrainer, aber auch andere Mitbürgerinnen und Mitbürger austauschen und weiter in Sindelfingen vernetzen können. Auch und gerade für die vielen hier ankommenden Kinder ist ein Gefühl von Sicherheit und Normalität wichtig. Mein Dank geht an dieser Stelle an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Auch Möglichkeiten wie beispielsweise die Teilnahme an Angeboten der Musikschule oder der Vereine hier in Sindelfingen können dabei ein Weg sein, gerade den Kleinsten der bei uns Ankommenden ein Stück Alltag zurückzugeben.
 
Aber es werden auch weiterhin dringend Lebensmittel wie Konservengerichte, Öl oder Babynahrung und Hygieneartikel direkt in der Ukraine benötigt. Die Stadt sammelt hierfür gemeinsam mit „Helfen statt Hamstern“ Sachspenden, die wir über unsere polnische Partnerstadt Chelm in die Ukraine senden. Gebündelte Informationen zu allen Spenden- und Hilfsmöglichkeiten finden Sie auch auf unserer Homepage unter www.sindelfingen.de/ukraine. Egal ob durch Sach- oder Geldspenden, Wohnungs- oder Hilfsangebote – jeder Beitrag zählt!"
 
BegegnungsCafé für Geflüchtete
 
Als ein Ort des Austausches wird das BegegnungsCafé zum ersten Mal am 2. April im Gemeindesaal der Johanneskirche in der Rechbergstraße 1 von 14 – 17 Uhr in Sindelfingen stattfinden. Hier können sich ukrainische und andere Bürgerinnen und Bürger kennenlernen, aber auch mögliche Wünsche und Bedürfnisse äußern. Auch Dolmetscherinnen und Dolmetscher sind als weitere potenzielle Ansprechpersonen für Geflüchtete vor Ort. Für Essen und Getränke ist gesorgt.

Stadtbibliothek

Kostenlose Bibliotheksausweise
Grundsätzlich sind alle Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr von der Jahresgebühr befreit, Schülerinnen und Schüler ab 18 Jahren auf Nachweis durch den Schülerausweis ebenfalls. Zusätzlich erhalten auch alle erwachsenen Ukraine-Flüchtlinge kostenlose Leseausweise. Hierfür genügt der Nachweis durch einen ukrainischen Pass sowie die Angabe des aktuellen Wohnortes (Halle, Hotel, Privatquartier).

Anschaffung von Medien
Die Stadtbibliothek beschafft zusätzliche Medien zum Deutsch lernen. Außerdem werden weitere, unterschiedliche Medien für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ukrainischer Sprache angeschafft.

Nutzung WLAN und Internet
Die Nutzung von WLAN und Internet ist in der Bibliothek mit und ohne Leseausweis möglich. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass in der Bibliothek keine „lauten“ Telefonate geführt werden können.

Kontakt: Telefon 07031-94-700 Email: Stadtbibliothek@sindelfingen.de


Schule für Musik, Theater und Tanz (SMTT)

Kostenfreie Teilnahme für 6 Monate
Auf Nachweis durch einen ukrainischen Pass und mit Angabe der temporären Adresse (s.o.) können für zunächst 6 Monate Angebote (entsprechend der verfügbaren Kapazitäten) der Musikschule kostenlos genutzt werden.

Momentan gibt es einige Plätze in der musikalischen Früherziehung, im Tanz und im Theater. Bei entsprechender Nachfrage könnten Sing- und Musiziergruppen zusätzlich eingerichtet werden. Im Instrumentalunterricht gibt es einige Plätze in verschiedenen Instrumenten. Leihinstrumente können gegebenenfalls gestellt, bzw. besorgt werden.

Außerdem ist es auf Anfrage möglich, vormittags Übungsräume zu bekommen.

Kontakt: Sekretariat der SMTT, Telefon 07031/94-652 und -653
Email: smtt@sindelfingen.de
 
Um schnell und unkompliziert wichtige Informationen bereitzustellen, hat die Stadtverwaltung Sindelfingen eine Hotline für Geflüchtete, Helferinnen und Helfer sowie Spendenwillige eingerichtet.
 
Erreichbar ist die Hotline von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr unter den Nummern
+49 (0)7031 94-611, -621, -663 und -494.
 
Zudem kann unter der E-Mail-Adresse ukraine-hilfe@sindelfingen.de Kontakt mit der Stadtverwaltung Sindelfingen aufgenommen werden.
 
Weiterführende Informationen zur Flüchtlingsunterbringung, über Möglichkeiten zu spenden sowie nützliche Links und weitere Kontaktdaten finden Sie unter www.sindelfingen.de/ukraine.
 

Städte helfen Städten – Interkommunale europaweite Kooperationsplattform „Cities4Cities“ gestartet

Unter der Schirmherrschaft des Kongresses der Gemeinden und Regionen Europas im Europarat hat die Stadt Sindelfingen die Plattform „Cities4Cities“ initiiert, die ukrainische und andere europäische Städte vernetzt und zusammenbringt.

Angesichts des Krieges in der Ukraine soll die Plattform ein Ort sein, an dem die Hilfegesuche und Bedürfnisse der ukrainischen Städte mit den Unterstützungsangeboten und dem Know-how anderer europäischer Städte zusammengebracht werden. Mit Hilfe der Plattform werden lokale und regionale Politikerinnen und Politiker in diesen schwierigen Zeiten unterstützt, um sicherzustellen, dass lokale Infrastrukturen weiterhin vorhanden sind. Nur so können sie ihre Pflicht erfüllen und die täglichen Herausforderungen der Bürger in ihren Städten und Gemeinden bewerkstelligen.
 
Dazu Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Bürgermeister, Kommunal- und Regionalpolitiker sind die ersten Ansprechpartner für die Bürger, insbesondere in Kriegs- und Krisenzeiten. Bei bewegenden Berichten zur Situation in der Ukraine im Kongress, aber auch ganz praktisch vor Ort in unserer Sindelfinger Partnerstadt Chelm wurde schnell klar: Es besteht ein Bedarf an Koordination und Aktion auf lokaler Ebene. Und so entstand die Idee, unter der Schirmherrschaft des Kongresses der Gemeinden und Regionen Europas, eine Plattform ins Leben zu rufen, um ukrainische und andere europäische Städte zusammenzubringen. Da der Kongress keine humanitäre Organisation ist und eine solche externe Plattform nicht betreiben kann, hat die Stadt Sindelfingen gemeinsam mit dem IT-Unternehmen STAR Cooperation eine Lösung erarbeitet. Entstanden ist die Plattform Cities4Cities. Sie soll ein Ort für einen unkomplizierten Austausch mit unseren ukrainischen Kollegen sein, um diesen schnellstmöglich und vor allem bedarfsgerecht Hilfe zukommen zu lassen. Dies kann eine Lebensmittellieferung, oder auch einfach ein Austausch zum Wissenstransfer sein. Die Vernetzung ukrainischer Städte mit anderen Städten in Europa über die Plattform wird es uns erleichtern, unsere Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine zu unterstützen. Wir senden damit ein starkes Signal der Solidarität und die klare Botschaft: Der Europarat steht geschlossen hinter der Ukraine und hinter den ukrainischen Städten und Gemeinden!“
 
Oliver Messer, Geschäftsführer der Star Cooperation ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir auf Anfrage der Stadt Sindelfingen mit unseren Software ExpertInnen schnell und unkompliziert zur Unterstützung der Kommunen in der Ukraine beitragen konnten. Eine tolle Initiative, welche hoffentlich europaweit Anklang findet.“
 
Die Plattform wurde am Dienstag, den 29. März in Straßburg vom ukrainischen Botschafter, dem Generalsekretär des Kongresses im Europarat, dem Oberbürgermeister der Stadt Sindelfingen und dem Geschäftsführer der Star Cooperation, die die Plattform entwickelt hat, offiziell freigeschaltet. Man kann sich ab sofort unter www.cities4cities.eu registrieren.
 
Entwickelt wurde die Plattform in Kooperation mit dem Unternehmen Star Cooperation. Das Unternehmen stellt neben der Entwicklung die Plattform kostenfrei zur Verfügung. Seit der Gründung 1997 unterstützt die Star Cooperation mit knapp 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branchen dabei, Projekte in den Bereichen Medien, Logistik, Consulting, IT, Elektronik und Engineering umzusetzen.

Spendenaufruf für weiteren Hilfstransport nach Chelm

Gemeinsam mit der Initiative "Helfen statt Hamstern" plant die Stadtverwaltung Sindelfingen einen weiteren Lebensmitteltransport in die polnische Partnerstadt Chelm. Benötigt werden vor allem haltbare Lebensmittel wie Konservengerichte, Öl oder Babynahrung und Hygieneartikel wie insbesondere Windeln, Toilettenpapier, Seife und Duschbad, Waschmittel oder Zahnbürsten.

Die Spenden können bis zum 01.04. um 17 Uhr an der Klosterseehalle in Sindelfingen abgegeben werden.

Um schnell und unkompliziert wichtige Informationen bereitzustellen, hat die Stadtverwaltung Sindelfingen eine Hotline für Geflüchtete, Helferinnen und Helfer sowie Spendenwillige eingerichtet. Erreichbar ist die Hotline von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr unter den Nummern
+ 49 (0)7031 94-611, -621, -663 und -494. Zudem kann unter der E-Mail-Adresse ukraine-hilfe@sindelfingen.de Kontakt mit der Stadtverwaltung Sindelfingen aufgenommen werden.

Weiterführende Informationen zur Flüchtlingsunterbringung, über Möglichkeiten zu spenden sowie nützliche Links und weitere Kontaktdaten finden Sie auch unter www.sindelfingen.de/ukraine

Sindelfinger Glaspalast wird zur Notunterkunft

Landrat Roland Bernhard: „Der Dank gilt der Stadt Sindelfingen und dem Glaspalastverein, die unserer dringenden Bitte hier nachkommen“
 
Rund 400 Menschen sollen ab 28. März im Glaspalast Unterkunft finden können

Der Bund hat damit begonnen, Flüchtlinge aus der Ukraine nach dem Königsteiner Schlüssel an die Länder zu überstellen. Den Landkreisen wurde dabei signalisiert, dass die Kapazitäten in den Landeserstaufnahmeeinrichten schnell ausgeschöpft sein werden. „Wir müssen uns deshalb auf kurzfristige Aufnahmen in größerem Umfang vorbereiten, dazu brauchen wir entsprechende Kapazitäten“, erklärt Landrat Roland Bernhard. Schon jetzt sind viele Menschen im Landkreis Böblingen angekommen und die Bereitschaft zur Aufnahme ist herausragend – sowohl seitens Privatpersonen, aber auch seitens aller Städte und Gemeinden, wie Bernhard betont.

Das Land hat nun empfohlen, von der Menge der ankommenden Menschen her in der Größenordnung einer Halle alle paar Tage zu kalkulieren. „Deshalb bin ich sehr dankbar, dass die Stadt Sindelfingen unserer dringenden Bitte nachgekommen ist, den Glaspalast als Notunterkunft zur vorläufigen Unterbringung in der Verantwortung des Landkreises nutzen zu dürfen“, so der Landrat.
Noch Ende der vergangenen Woche hatte eine gemeinsame Begehung stattgefunden, die Vorbereitungen sind bereits gestartet. Wie schon in der Sporthalle der Gottlieb-Daimler Schule sowie der Sporthalle des Berufsschulzentrums Leonberg werden nun auch im Glaspalast Schutzböden verlegt und Trennwände aufgebaut sowie die nötige Ausstattung vorbereitet. „Hierfür können wir uns einmal mehr auf den Katastrophen- bzw. Bevölkerungsschutz verlassen, der uns hier vorbildlich unterstützt“, lobt Landrat Bernhard. „Kreisbrandmeister Guido Plischek koordiniert den Aufbau und ist gemeinsam mit den Katastrophenschutz-Einheiten auch die ersten Wochen im Rahmen der Betreuung, des Sanitätsdienstes und der psycho-sozialen Nachsorge dort tätig.“
Die Vereinbarung zwischen Stadt Sindelfingen und Landkreis Böblingen sieht eine Nutzung durch den Landkreis mindestens bis Ende August dieses Jahrs vor. Schon ab 28. März soll der Glaspalast bereit sein, für Menschen aus der Ukraine im Rahmen der vorläufigen Unterbringung zur Verfügung zu stehen. Rund 400 Plätze sollen so geschaffen werden.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „In der Ukraine tobt ein brutaler Krieg. Russland greift die Ukraine völkerrechtswidrig an und scheint keine Grenzen in der Zerstörung des Landes zu kennen. Auch viele Zivilisten werden Opfer des Krieges; Frauen, Kinder und ältere Menschen sind auf der Flucht. Aktuell habe ich im Kongress im Europarat erschütternde Berichte der Kolleginnen und Kollegen aus der Ukraine gehört. Es ist unsere humanitäre Pflicht, hier mit allen Kräften zu helfen. Grenzstädte wie unsere polnische Partnerstadt Chelm kommen an ihre Belastungsgrenzen, und in Deutschland werden Flüchtlinge von den großen Ankunftspunkten aus weiterverteilt.
Ich bin daher froh, dass wir gemeinsam mit dem Landkreis den Sindelfinger Glaspalast für eine Unterbringung Geflüchteter herrichten können. Wir werden auch weiterhin Flüchtlinge direkt aus Chelm aufnehmen. Und wir möchten alle Ukrainerinnen und Ukrainer, die zu uns nach Sindelfingen in den Landkreis kommen, willkommen heißen, ihnen Sicherheit und Perspektiven geben.
Dabei setze ich auch auf die Unterstützung der Sindelfinger und Sindelfinger, und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam diese örtliche Herausforderung bewältigen werden“

Landrat Bernhard appelliert: „Wir benötigen alle Kapazitäten, um der Zahl an Menschen, die zu uns kommen, gerecht zu werden. Dazu sind wir alle gefordert – Landkreis, Städte und Gemeinden, und nach wie vor auch Alle, die Wohnraum zur Verfügung stellen können. Ich bin stolz und dankbar, dass wir hier eng mit der Stadt Sindelfingen zusammen arbeiten. Und ich bin zuversichtlich, dass solches auch mit den anderen Städten und Gemeinden im Kreis möglich sein kann.“ Man benötige weitere Kapazitäten, so Bernhard weiter. Dazu werde man sich im Rahmen der nächsten Zusammenkunft im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Ukraine mit den Oberbürgermeistern und Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern austauschen. „Aktuell schauen wir nicht primär darauf, wo wie verteilt werden kann, sondern darauf, dass wir einer gemeinsamen Anstrengung den Menschen aus der Ukraine ein Dach über dem Kopf bieten können“, betont Roland Bernhard.

Die Stadt und der Landkreis begrüßen eine solidarische Beteiligung des Vereins zur Pflege und Förderung des Sports im Glaspalast Sindelfingen e.V. in seiner Eigenschaft als Betreiber der Halle. Darüber hinaus stellt die Stadt ihre Unterstützung über die Sportförderung für Sportangebote mit Geflüchteten in Aussicht. Großer Dank gilt vorab bereits allen Nutzern des Glaspalastes für ihr Verständnis für die humanitäre Hilfe, die durch die Unterbringung von Geflüchteten im Glaspalast geleistet werden kann.

Wer sich weiter darüber informieren möchte, wie man den Geflüchteten aus der Ukraine weiterhelfen kann, - der Landkreis hat diese Infos auf seiner Homepage kompakt gebündelt (www.lrabb.de). Hier finden sich auch Infos zum zentralen Spendenkonto des Landkreises Böblingen, seiner Städte und Gemeinden sowie der Kreissparkasse Böblingen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Wohnraum in Sindelfingen zur Verfügung stellen können, Spenden möchten oder aktiv als Helferinnen und Helfer unterstützen wollen, können unter der E-Mail-Adresse www.ukraine-hilfe@sindelfingen.de direkt Kontakt mit der Stadtverwaltung aufnehmen.
 

42. Sitzung des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates – Debatte über die Lage in der Ukraine unter der Leitung von Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer

Der Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates hält von 22. bis 24. März 2022 im französischen Straßburg seine 42. Sitzung ab.

Am Nachmittag des 22. März findet unter der Leitung von Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer, Präsident der Lokalkammer im Kongress, eine Debatte über die Lage in der Ukraine statt.
Der ukrainische Minister, Oleksiy Chernyshev, sowie der Bürgermeister der Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko, wurden eingeladen, sich bei dieser Gelegenheit per Videoschaltung an den Kongress zu wenden.
 
Der Kongress steht geeinigt und in voller Solidarität hinter der Ukraine und den ukrainischen Kolleginnen und Kollegen.
 
Im Anschluss an die Debatte wird der Kongress eine institutionelle Erklärung verabschieden.
 
Die Debatte zur Ukraine wird live auf der Webseite des Kongresses übertragen:
 
https://www.coe.int/en/web/congress/42nd-session
 

Kooperation mit Helfen statt Hamstern wird intensiviert: Stadtverwaltung und Initiative unterschreiben Absichtserklärung

Die Kooperation der Stadtverwaltung Sindelfingen mit der Initiative „Helfen statt Hamstern“ im Zuge des Ukraine-Konflikts wird ausgeweitet: Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer und der Sindelfinger Stadtrat Maximilian Reinhardt unterschrieben dafür eine gemeinsame Absichtserklärung.

Dazu Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Helfen statt Hamstern hat bereits in einer sehr frühen Phase des Konflikts in der Ukraine eine beeindruckende Arbeit geleistet. Innerhalb kürzester Zeit wurden Sach- und Geldspenden gesammelt, um der leidenden ukrainischen Bevölkerung möglichst schnell helfen zu können. Die Stadt hat hier gerne unterstützt, etwa bei der Nutzung der Klosterseehalle als Sammellager für die vielen Spenden, die aus der Bevölkerung eingegangen sind. Wir freuen uns, dass wir diese Kooperation nun weiter intensivieren und werden materiell, finanziell und personell unterstützen. Wir hoffen, so mit vereinten Kräften einen noch effektiveren Beitrag zur humanitären Unterstützung in unserer Partnerstadt Chelm, aber auch direkt für die Menschen in der Ukraine leisten zu können.“
 
Maximilian Reinhardt ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir nun mit einer gemeinsamen Absichtserklärung die bereits bestehende Kooperation mit der Stadt Sindelfingen weiter ausbauen. Gemeinsam werden wir unsere Anstrengungen engagiert fortsetzen, um den fliehenden Menschen aus der Ukraine auch weiterhin die dringend benötigte Unterstützung zukommen zu lassen.“
 
Zur Erreichung der gemeinsamen Ziele wird ein gemeinsames Lenkungsgremium der Stadtverwaltung und der Initiative „Helfen statt Hamstern“ gebildet. Erklärtes Ziel ist der Aufbau organisatorischer und humanitärer Strukturen zur materiellen Unterstützung von Kriegsflüchtenden vor Ort und in Krisengebieten im Sinne einer moralischen Pflichtaufgabe.

Die Stadt Sindelfingen sucht Wohnraum für die Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine

Die Stadt Sindelfingen bereitet aktuell Unterkünfte für die Unterbringung vor, will aber parallel weiteren privaten Wohnraum für die Geflüchteten bereitstellen. Dazu freut sie sich über Angebote von Privatpersonen zur Anmietung von Wohnraum für Geflüchtete. Die Angebote werden an zentraler Stelle gesammelt und ausgewertet. Um möglichst rasch Wohnraum bereitstellen zu können, vermittelt die Stadt zwischen Anbieter und Geflüchteten. Hierfür wird momentan eine Onlineplattform in Kooperation mit der Initiative „Helfen statt Hamstern“ erstellt, auf der geeignete Unterkünfte gemeldet werden können.

Wenn dies von potenziellen Vermieterinnen und Vermietern gewünscht ist, wird ein Mietvertrag direkt mit der Stadt abgeschlossen. Gesucht werden geeignete Wohnungen und Häuser, die Miete muss im Rahmen der vom Landkreis festgelegten Mietobergrenze liegen. Die Mindestanmietungsdauer beträgt 6 Wochen. Die untergebrachten Menschen werden durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt unterwiesen und betreut.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Wohnraum zur Verfügung stellen können, können bereits jetzt unter der E-Mail-Adresse- ukraine-hilfe@sindelfingen.de Kontakt mit der Stadtverwaltung aufnehmen. Zusätzlich ist die Hotline der Stadt Sindelfingen von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr unter den Nummern + 49 (0)7031 94-611, -621, -663 und -494 erreichbar.

Lage an der ukrainisch-polnischen Grenze dramatisch: Hilfe für die Sindelfinger Partnerstadt Chelm wird stark ausgeweitet

Um sich ein Bild der Situation vor Ort in der Partnerstadt an der polnisch-ukrainischen Grenze zu verschaffen ist ein Team der Stadtverwaltung unter der Leitung von Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer nach Chelm gereist. Ziel war, im Gespräch mit der Verwaltung der Partnerstadt zu klären, wie Sindelfingen noch weiter unterstützen kann. Aufgrund der Lage in Chelm weitet die Stadt ihr Hilfsangebot stark aus.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Die Situation in unserer Partnerstadt ist dramatisch, täglich kommen 3-5 Züge mit je 800 bis 3000 ukrainischen Flüchtlingen an. In dieser Situation ist es unsere humanitäre Pflicht, als Stadt Sindelfingen den Menschen aus der Ukraine und unserer Partnerstadt in diesen schwierigen Zeiten zur Seite zu stehen. Ich habe dem Chelmer Stadtpräsidenten Jakub Banaszek unsere uneingeschränkte Solidarität ausgesprochen. Aus diesem Grund planen wir mit Hochdruck weitere Unterstützungsangebote. Ich bin dankbar, dass die Fraktionsvorsitzenden und die Europabeauftragten des Gemeinderats in einer kurzfristig anberaumten Videokonferenz, die wir noch von Chelm aus geführt haben, ihre volle Unterstützung zugesagt haben.
 
Ganz konkret werden wir in mehreren Bereichen gezielt unterstützen. Zum einen kooperieren wir mit der Björn-Steiger-Stiftung, die vor allem dringend benötigte medizinische Geräte und medizinisches Personal bereitstellt. Zum anderen benötigt Chelm personelle Unterstützung, da die Helfer vor Ort zunehmend erschöpft sind. Ich darf daher Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, einladen, sich bei uns zu melden, wenn Sie bereit sind, vor Ort zu helfen. Zudem werden wir die Transportlogistik für die Helferinnen und Helfer dazu nutzen, Flüchtlinge direkt nach Sindelfingen zu holen, um diesen Menschen möglichst schnell eine Perspektive zu geben. Ich danke Ihnen für Ihre Bereitschaft, den Menschen auch bei uns in Sindelfingen zu helfen. Für eine schnelle vorläufige Unterbringung haben wir die Eschenriedhalle entsprechend präpariert, weitere Möglichkeiten prüfen wir intensiv.“
 
Roland Narr, einer der operativen Stabsleiter des Sindelfinger Krisenstabs, ergänzt: „Außerdem werden wir unsere Partnerstadt mit Lebensmitteln aus Sindelfingen unterstützen. In Chelm werden Lebensmittel sowohl für die dort ankommenden Flüchtlinge benötigt, als auch zur Weiterverteilung in die Ukraine. Chelms Partnerstadt Lutsk leidet enorm unter den Folgen des Krieges, hier können wir gezielt mit Lieferungen unterstützen.“
 
„Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle nochmals an „Helfen statt Hamstern“, die nicht nur unsere LKW-Lieferung unterstützen, sondern bereits einige Lieferungen nach Chelm organisiert haben. Wir werden als Stadt hier weiter aktiv unterstützen. Ich bedanke mich ebenfalls herzlich bei allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die bereits gespendet haben. Bitte helfen Sie auch weiterhin, sofern Sie die Möglichkeiten haben – egal ob durch Geld- oder Sachspenden, als Dolmetscher oder Alltagshelfer in Sindelfingen, oder auch hier vor Ort in Chelm. Unsere Partnerstadt ist auf unsere Unterstützung angewiesen, wir stehen fest an der Seite unserer Freundinnen und Freunde aus der Ukraine und aus Chelm!“, so Vöhringer weiter.
 
Um schnell und unkompliziert wichtige Informationen bereitzustellen, hat die Stadtverwaltung Sindelfingen eine Hotline für Geflüchtete, Helferinnen und Helfer sowie Spendenwillige eingerichtet. Erreichbar ist die Hotline von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr unter den Nummern
+ 49 (0)7031 94-611, -621, -663 und -494. Zudem kann unter der E-Mail-Adresse ukraine-hilfe@sindelfingen.de Kontakt mit der Stadtverwaltung Sindelfingen aufgenommen werden.
 
Weiterführende Informationen zur Flüchtlingsunterbringung, über Möglichkeiten zu spenden sowie nützliche Links und weitere Kontaktdaten finden Sie unter www.sindelfingen.de/ukraine.

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der Stadtverwaltung ist der Sindelfinger Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer in die Partnerstadt Chelm an der polnisch-ukrainischen Grenze gereist, um sich ein Bild der Situation vor Ort zu verschaffen. Näheres zur Situation und wie ihr aktiv helfen könnt im Video!

Ukraine-Konflikt: Stadt Sindelfingen richtet Krisenstab sowie Website und Hotline ein

Aufgrund des Ukraine-Konflikts hat die Stadt Sindelfingen einen Krisenstab eingerichtet. Bei Fragen können Bürgerinnen und Bürger über eine zentrale Hotline oder E-Mail-Adresse Kontakt mit der Stadtverwaltung aufnehmen. Weiterführende Informationen sind außerdem auf einer neu geschalteten Website zu finden.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Die Nachrichten, die uns täglich zur Situation in der Ukraine erreichen, geben größten Anlass zur Sorge, die Lage ist mehr als ernst. Tausende Menschen fliehen aus dem Kriegsgebiet und benötigen dringend Hilfe durch die Staatengemeinschaft, aber auch ganz konkret vor Ort. Um als Stadtverwaltung in dieser Ausnahmesituation möglichst schnell agieren zu können, haben wir einen Krisenstab eingerichtet. Dazu haben wir bestehende Stabsstrukturen genutzt und entsprechend angepasst. Oberstes Ziel ist es, möglichst vielen Menschen eine rasche Hilfe anzubieten und das Leid so gut wie nur möglich zu lindern. Gerade in schwierigen und herausfordernden Zeiten wie diesen ist es wichtig uns an die Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer zu stellen. Ihnen gelten unsere Solidarität und Unterstützung.“
 
„Um ankommenden Menschen eine erste Orientierung zu bieten, haben wir erste nützliche Informationen auf unserer Homepage bereitgestellt, auch eine Hotline und E-Mail-Adresse wurden eingerichtet. Die Kolleginnen und Kollegen stehen allen, die Fragen rund um die Themen Unterkunft, Spenden oder Möglichkeiten zu helfen haben, dort zur Verfügung“, ergänzt Roland Narr, einer der operativen Stabsleiter des Sindelfinger Krisenstabs.
 
Um schnell und unkompliziert wichtige Informationen bereitzustellen, hat die Stadtverwaltung Sindelfingen eine Hotline für Geflüchtete, Helferinnen und Helfer sowie Spendenwillige eingerichtet. Erreichbar ist die Hotline von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr unter den Nummern
+ 49 (0)7031 94-611, -621, -663 und -494. Zudem kann unter der E-Mail-Adresse ukraine-hilfe@sindelfingen.de Kontakt mit der Stadtverwaltung Sindelfingen aufgenommen werden.
 
Darüber hinaus wurde unter www.sindelfingen.de/ukraine eine Website eingerichtet. Dort werden gebündelt weiterführende Informationen zur Flüchtlingsunterbringung, über Möglichkeiten zu spenden sowie nützliche Links und weitere Kontaktdaten zur Verfügung gestellt.

Soforthilfe für die Ukraine: Feuerwehr Sindelfingen spendet Ausrüstung

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Sindelfingen und der Feuerwehr Sindelfingen.

Inmitten der kriegerischen Handlungen in der Ukraine stehen auch Rettungskräfte zum Schutz der zivilen Bevölkerung mitten im Geschehen und sind trotz der großen Gefahr im Einsatz. Dabei sprechen die Bilder für sich: Feuerwehrleute in Schutzwesten arbeiten mit defekten Schläuchen bei der Brandbekämpfung und Personenrettung von durch den Krieg zerstörten Häusern. Bilder, die für uns in Deutschland nicht vorstellbar sind und zeitgleich wenige Tausend Kilometer von uns leider die Realität widerspiegeln.
 
Derzeit gibt es überall im Land Spendenaufrufe und auch die Feuerwehr Sindelfingen möchte gemeinsam mit der Stadtverwaltung einen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Ukraine leisten. So haben Stadtverwaltung und Feuerwehr mehrere Ausrüstungsgegenstände als Soforthilfe für die Feuerwehrleute in der Ukraine bereitgestellt: Neben einem Stromerzeuger sowie zwei Lüftern, spendet die Feuerwehr Sindelfingen auch 1000-Meter an Feuerschläuchen und kann so auch zumindest einen kleinen Teil zur Unterstützung beitragen.
Das gespendete Material wird in den nächsten Tagen zur Firma Barth nach Fellbach gebracht. Hier werden alle Spenden gesammelt und in die Ukraine gebracht, um den Bürgerinnen und Bürgern etwas Sicherheit in dieser schwierigen Zeit zu bringen.
 

 
 
 

Solidaritätsbekundung mit der Ukraine: Ukrainische Flagge weht vor dem Sindelfinger Rathaus

Als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine wehen vor dem Sindelfinger Rathaus die europäische Flagge, die Landesflagge der Ukraine, die Flagge der Stadt Sindelfingen sowie die Flagge des Mayors for Peace-Bündnisses.

Die Stadt Sindelfingen drückt mit dem Hissen der ukrainischen Flagge ihre Solidarität mit den in der Ukraine lebenden Menschen aus, die von dem russischen Angriff betroffen sind. Mit der Flagge von Mayors for Peace möchte Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer zudem ein Zeichen für ein friedliches Miteinander in der Welt und für eine rasche Beilegung des russisch-ukrainischen Konflikts setzen.
 
Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Ich bin tief betrübt und schockiert über die Nachrichten, die uns derzeit von unseren Freunden und Kollegen in der Ukraine erreichen. Viele Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges hat Putin einen neuen Krieg in Europa begonnen, indem seine Armee das Nachbarland überfallen hat. Ein Krieg in dieser Dimension galt viele Jahrzehnte als undenkbar. Nun ist das Undenkbare brutale Realität geworden, und viele unschuldige Menschen zahlen den Preis dafür.
 
Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht. Beide Länder sind zudem Mitglieder des Europarates und an dessen Satzung und die Europäische Menschenrechtskonvention gebunden. Gemeinsam mit Vertretern der europäischen und internationalen Wertegemeinschaft, die sich auf Frieden, Demokratie, Freiheit, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit gründet, verurteile ich das Vorgehen Russlands aufs Schärfste. Weitreichende Sanktionen gegen den Aggressor müssen rasch folgen. Meine Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine und allen unseren Kollegen und Freunden vor Ort."
 
 
Die Vereinigung „Mayors for Peace“ wurde 1982 auf Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki gegründet. Die beiden japanischen Städte waren 1945 durch die ersten Atombombenabwürfe zerstört worden und sind seitdem zum Symbol für die katastrophale Wirkung atomarer Kriegsführung geworden. 1991 wurde „Mayors for Peace“ vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert. Neben Sindelfingen gehören diesem internationalen Netzwerk beispielsweise auch die ukrainischen Städte Kiew und Odessa an.