Pflegemaßnahmen für den Erhalt von Schutzflächen und das Erreichen von Pflegezielen

Landschaftspflege und Naturschutz

Die Landschaftspflege umfasst alle Maßnahmen, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft sowie die nachhaltige Nutzung der Naturgüter sicherzustellen.

Sindelfingen verfügt über mehrere dieser naturnahen Flächen mit jeweils unterschiedlichem Naturschutzstatus. Abgestimmt auf das Vorkommen besonders schutzwürdiger Vertreter aus Flora und Fauna werden die jeweiligen Pflegeziele erstellt. Für herausragende Schutzflächen, wie beispielsweise die Rohbodenflächen des ehemaligen Sandwerkes im Spitzholz, dem offengelassenen Steinbruch „Auf der Burg“ in Maichingen oder die Halbtrockenrasenflächen des Löchletales in Darmsheim, bestehen spezielle Pflegekonzepte, nach denen sich die jeweiligen Eingriffe gestalten.

Für die Umsetzung der Pflegemaßnahmen werden unter anderem auch Landwirte mit Pflegearbeiten beauftragt. Auf den Halbtrockenrasenflächen kommen, wie einst, wieder Schafe und Ziegen zum Einsatz, eine Art der Nutzung, welche Jahrhunderte lang auf derartigen Flächen üblich war und so das Landschaftsbild formte. Sehen kann man die Tiere bei der "Arbeit" auf Teilen der städtischen Grünflächen im Sommerhofental, auf Burghalden und dem Herrenwäldesberg, im Hinterweiler Tal und Eichholzer Täle, in Darmsheim im Löchletal und am Fressberg in Sindelfingen. Die Schafe und Ziegen erhalten und entwickeln den Artenreichtum der kommunalen Langgras- und Streuobstwiesen, wie auch der Halbtrockenrasenflächen.
 
Trotz der überwiegend großen Akzeptanz und der Freude an den Tieren bei der Bevölkerung bittet die Stadt um Umsicht und Rücksichtnahme seitens der Spaziergänger und vor allem der Hundehalter. Letztere werden dringend gebeten, ihre Hunde im Bereich der Beweidung angeleint zu halten. Auf die stromführenden Zäune um die Weideflächen sei hierbei besonders im Hinblick auf Kinder nochmals hingewiesen.