Radfahrerinnen und Radfahrer

Radverkehrskonzept Sindelfingen

Die Stadtverwaltung Sindelfingen brachte am 26. Februar 2019 ihre Überlegungen für ein Radverkehrskonzept in den Gemeinderat ein. Das Netz aus zentralen Hauptrouten soll eine Strecke von rund 45 Kilometern umfassen. Kern soll ein Cityring sein, von dem aus sechs Radialen in die Teilorte und Stadtteile führen, drei Tangenten verbinden wichtige Punkte. Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer verdeutlicht den Kern des Konzepts:
"10 Jahre, 10 Routen - wir wollen den Radverkehr in Sindelfingen in großen Schritten ausbauen!"

Entwurf für das Hauptroutennetz
Entwurf für das Hauptroutennetz

„Natürlich ist Sindelfingen in erster Linie als Automobilstandort bekannt; gleichzeitig arbeiten wir aber auch daran, noch fahrradfreundlicher zu werden und wollen den Radverkehr als wichtigen Bestandteil zukunftsfähiger Mobilität fördern“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer die Intention hinter dem Konzept, das die Verwaltung am 26. Februar in den Gemeinderat einbrachte.
 
Bereits in den 1970/80er Jahren begann Sindelfingen entlang der Hauptachsen im Straßennetz begleitende Radverkehrsanlagen zu errichten, die jedoch den heutigen Verkehrsmengen im KfZ-Bereich und der gestiegenen Nachfrage im Bereich Radverkehr nicht mehr gerecht werden. „Wir freuen uns, dass das Fahrrad als Verkehrsmittel immer beliebter wird. Mit dem neuen Radverkehrskonzept möchten wir Radfahren in Sindelfingen noch attraktiver machen und so auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im Radverkehr besteht ein großes Potential für einen zukunftsfähigen und stadtverträglichen Verkehr“, so Vöhringer weiter.
 
Das Konzept formuliert einen Prozess, mit dem die Stadt den verschiedenen Interessen der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer Rechnung tragen möchte. „Mit dem Radverkehrskonzept möchten wir zukünftig ein noch besseres Miteinander von Auto- und Radverkehr sowie Fußgängern in Sindelfingen ermöglichen“, erläutert Bürgermeisterin Corinna Clemens.

Mit Unterstützung des Verkehrsplanungsbüros VIA eG aus Köln wurde daher das Straßennetz befahren und die Ist-Zustände der Radverkehrsbedingungen mit den aktuellen Straßenbau-Normen abgeglichen.
Auf Basis dieser Analyse war das Ziel in einem überschaubaren Zeitrahmen ein Netz mit guten Radverkehrsangeboten zu schaffen. „Wir präsentieren dem Gemeinderat einen Vorschlag, bei dem wir in zehn Jahren zehn Achsen ausbauen möchten. Am Ende stehen insgesamt 45km Radrouten und damit ein attraktives Grundnetz für die Radfahrer durch ganz Sindelfingen, seine Stadtteile und Teilorte“, so Vöhringer über das Konzept.
 
Neben dem City-Ring in der Innenstadt sollen sechs Radialen und drei Tangenten durch Sindelfingen führen. Bodenmarkierungen und eine deutliche Ausschilderung sollen gemeinsam mit prägnanten Namen, wie „Hinterweil-Achse“, „Maichinger Bogen“ oder „Nord-West-Tangente“ das Netz für Radfahrerinnen und Radfahrer leicht einprägsam und erlebbar machen.
 
Mit einem klaren Planungs- und Umsetzungsprozess möchte die Verwaltung Jahr für Jahr jeweils eine Hauptroute in Angriff nehmen. „Uns ist es wichtig, neben den Gremien bei der konkreten Umsetzung auch die Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen“, erläutert Vöhringer einen Teil des Prozesses. „Jährlich möchten wir eine Route planen und die im Vorjahr geplante Route umsetzen.“ Mindestens 80% der Personalkapazitäten und Finanzmittel sollen damit in diesem Zeitraum in die Hauptrouten fließen, 20% für die kontinuierliche Sanierung der Bestände eingesetzt werden.
 
In seiner Sitzung am 09. April 2019 hat der Gemeinderat dem Konzept-Vorschlag der Stadtverwaltung zugestimmt und diese gebeten, zu diesem Vorschlag die Öffentlichkeit im Rahmen eines 2. Bürgerforums einzubeziehen. Dies fand erfolgreich am 27. Juni 2019 statt.

Aufbauend auf die Anregungen, die sich aus dem öffentlichen Dialog ergaben, soll im Herbst dann die abschließend beschlussfassende Beratung erfolgen, so dass die Konzeption ab 2020 für Planung und später anschließende Umsetzung angewendet werden kann.

Download Präsentation aus dem Gemeinderat (10,823 MiB)

Download Einladung zum 2. Bürgerforum (595,3 KiB)